Fussball
Bütschwil (4.) schlägt Ebnat-Kappel (3.) im letzten Test vor dem ersten Ernstkampf deutlich – der Verlierer hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck

Das 6:2 des Heimteams am Dienstagabend auf der Breite ist ein deutliches Verdikt. Während Bütschwil für die kommenden Aufgaben gerüstet scheint, bestehen bei Ebnat-Kappel Zweifel.

Beat Lanzendorfer
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Marko Bleiker (vorne links), im Zweikampf mit Sandro Brunner, schoss die Ebnat-Kappler Führung, danach spielte aber nur noch das Heimteam.

Marko Bleiker (vorne links), im Zweikampf mit Sandro Brunner, schoss die Ebnat-Kappler Führung, danach spielte aber nur noch das Heimteam.

Bild: Beat Lanzendorfer

Am Samstag steht sowohl für den FC Bütschwil (4.) als auch für den FC Ebnat-Kappel (3.) der erste Ernstkampf des Jahres auf dem Programm.

Während Bütschwil nach dem guten Auftritt vom Dienstag, der mit einem 6:2-Sieg endete, bereit scheint, tauchen bei Ebnat-Kappel Zweifel auf.

Nun liegt es an der Mannschaft, die Skeptiker vom Gegenteil zu überzeugen. Dass die Mannschaft Potenzial hat, zeigte sie im Test auf der Breite aber lediglich in der Startphase.

Ziko Gajic trifft vor der Pause dreimal

Bis zur Führung von Marko Bleiker in der 18. Minute hatte es durchaus Hand und Fuss, was die Obertoggenburger boten. Ab dann spielte aber praktisch nur noch das Heimteam. Beim Ausgleich durch Wiprächtiger, er vollendete einen perfekten Querpass von Raphael Fust, sowie beim 3:1 von Ziko Gajic monierten die Ebnat-Kappler zwar jeweils eine Abseitsposition. Der Unparteiische sah aber keine Regelwidrigkeit und anerkannte beide Treffer.

Ziko Gajic zeigt sich auch in diesem Jahr torhungrig.

Ziko Gajic zeigt sich auch in diesem Jahr torhungrig.

Bild: Beat Lanzendorfer

Dazwischen schoss Ziko Gajic auch das 2:1. Er war von Damian Näf im Strafraum von den Beinen geholt worden und trat zum Elfmeter gleich selbst an. Kurz vor dem Pausenpfiff stand Ziko Gajic erneut goldrichtig und vollendete zum 4:1. Für seine drei Tore benötigte er gerade einmal neun Minuten. Der Führende der Toggenburger Torschützenliste weiss auch in diesem Jahr, wo das Rechteck steht.

Die zweite Halbzeit bot Schmalkost

Der zweite Abschnitt konnte nicht mehr mit dem Gebotenen der ersten Halbzeit mithalten. Bei Ebnat-Kappel schienen die Kräfte deutlich nachzulassen, wofür Trainer Jürg Stadelmann eine plausible Erklärung hatte: «Weil wir zurzeit sehr viele Verletzte zu beklagen haben, wusste ich am Morgen noch nicht, ob ich elf Spieler aufs Feld schicken kann.» Für den kommenden Samstag soll sich die Situation bessern.

Ebnat-Kappel-Trainer Jürg Stadelmann gibt die Richtung vor. Ihm bleiben nur noch wenige Tage, dies auch seinen Spielern zu vermitteln.

Ebnat-Kappel-Trainer Jürg Stadelmann gibt die Richtung vor. Ihm bleiben nur noch wenige Tage, dies auch seinen Spielern zu vermitteln.

Bild: Beat Lanzendorfer

Trotz schwieriger Situation waren es die Gäste, denen nach siebzig Minuten eine zwischenzeitliche Resultatverbesserung gelang. Im Anschluss an einen Eckball lenkte ein Bütschwiler den Ball ins eigene Tor ab.

Auf der richtigen Seite trafen dann Keller und Oberholzer. Als schon die Nachspielzeit lief, erhöhten sie mit ihren Toren das Skore auf 6:2. Aufgrund des Gesehenen geht das Resultat durchaus in Ordnung.

Lediglich Bütschwil scheint bereit

Während für Bütschwil nach dem bereits feststehenden Wiederaufstieg in die 3. Liga das Cupspiel am Samstag gegen Bischofszell eine willkommene Zugabe darstellt, steht Ebnat-Kappel im Meisterschaftsspiel in Netstal gewaltig unter Druck. Die Glarner wie die Toggenburger kämpfen gegen den Fall in die 4. Liga.

Nach den Eindrücken vom Dienstag traut man den Bütschwilern im Cup gegen den Leader der 3. Liga (Gruppe 3) eher ein Weiterkommen zu als Ebnat-Kappel einen Punktgewinn im Glarnerland.