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Führung durch die Rathaus-Visionen

Noch dauert es ein halbes Jahr, bis die Lichtensteiger Verwaltung ins Nachbarhaus umzieht. Die Nachfolger im Rathaus, die Initianten «Rathaus für Kultur», warten schon nervös in den Startlöchern. Am Montag zeigten sie an einer Führung ihre Visionen.
Michael Hug
Kunstschaffende haben bereits Interesse für die Räume angemeldet. Hier das Sitzungszimmer des Gemeinderats. (Bild: Michael Hug)

Kunstschaffende haben bereits Interesse für die Räume angemeldet. Hier das Sitzungszimmer des Gemeinderats. (Bild: Michael Hug)

Eine Residenz für neue Kunst, wo der Gemeindepräsident seit Jahren residiert. Ein Fotoatelier, wo der Gemeinderat noch seine Sitzungen abhält. Ein Videokünstler, wo die Ressortchefs bis anhin die Gemeinde verwalteten. So sehen es die Visionen der Kunstrathaus-Initianten Sirkka Ammann, Maura Kressig und Maurin Gregorin vor: «Wir wollen das alte Rathaus mit Neuem füllen, mit Kunst und Kultur, mit Ausstellungen, Ateliers und Residenzen.» Und einem Bistro, das im Übrigen bereits eröffnet ist, nicht im Rathaus, aber davor und nur bei gutem Wetter (das «Toggenburger Tagblatt» berichtete).

Namenszettel an den Türen

Noch ist von den Visionen im «alten» Rathaus nicht viel zu sehen, ausser den angehefteten Namenszetteln an den Türen. Noch werden hier die Geschäfte der Verwaltung erledigt, noch dominieren Bildschirme, Aktenberge, Hängeregisterschränke und Kopiermaschinen die Szenerie. Doch bereits haben künftige Nutzer und Mieter ihre Vorstellungen, wie sie die Belegung und Ausstattung der Räume in einem Jahr sehen. Im März nächsten Jahres soll das «neue» Rathaus für Kultur installiert sein, nachdem die Gemeinde im November dieses Jahres ins Nachbargebäude, die ehemalige Bankfiliale, umgezogen ist. Die Belegung einzelner Räume ist den Initianten schon mal klar.

Das Rathaus für Kultur wurde initiiert von Sirkka Ammann (links), Maurin Gregorin und Maura Kressig. (Bild: Ralph Ribi)

Das Rathaus für Kultur wurde initiiert von Sirkka Ammann (links), Maurin Gregorin und Maura Kressig. (Bild: Ralph Ribi)

Residenz für neue Kunst

Im dritten Stock wird die Dogo Residenz für neue Kunst eingerichtet. Die Residenz stellt die Räume für Kunstschaffende temporär zur Verfügung. Im Stockwerk darunter zieht die Kunstschule Dogo ein. Kernziel des «Dogo» ist es, Kindern und Jugendlichen einen Raum für kreative Gestaltung und Vermittlung zu bieten. Bereits haben auch mehrere junge Kunstschaffende aus der Region ihr Interesse an Ateliers angemeldet. So sollen im ersten Stock Räume für die Foto- und Videokunst belegt werden. Ausserdem möchte eine Schauspielerin einen Probenraum einrichten. Die Vorstellungen der Kunstschaffenden und der Initianten, mit welchen Inhalten das Haus dereinst gefüllt werden soll, sind, wie die Führung am Montagabend zeigte, schon recht klar und fast greifbar.

Ein Ort, wo man Leute trifft

Wahrscheinlich das vordergründigste Bedürfnis der breiteren Öffentlichkeit ist ein Szene-Bistro. «Ein Ort, wo man am Feierabend ein Bier trinken kann und Leute trifft», sagte Maura Kressig. Man wisse von diesem Bedürfnis, so Kressig weiter, nur müsse man jetzt noch herausfinden, zu welcher Zeit es besteht: «Wir können nicht den ganzen Tag offen halten und die Gäste kommen erst am Abend.» Nächstes Jahr, wenn der Betrieb gestartet ist, könne sich das ändern: «Dann gibt es eine Geschäftsstelle, wo jemand von uns da ist, und dann ist das Bistro offen, wenn die Geschäftsstelle offen ist». Das Bistro mit dem sinnigen Namen «Rathaus Stube» ist anfangs dieses Monats bereits gestartet. Sirkka Ammann: «Es ist ein Zeichen, dass etwas geschieht und ein Türöffner für das, was im nächsten Jahr hier läuft.» Zurzeit läuft das Bistro erfreulich gut, meinen die Initianten, auch wegen des Grossbildschirms, der für die Fussball-WM eingerichtet worden ist.

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