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Für rund 6 Millionen Franken: Gemeinde Wattwil will Schwimmbecken sanieren und der Minigolfanlage neues Leben einhauchen

Der Gemeinderat Wattwil beantragt den Stimmbürgern zwei Kredite. Der eine ist für die Auskleidung der Becken in der Badi mit Chromstahl, der andere ist für ein neues Bistro-Kiosk-Gebäude gedacht.
Martin Knoepfel
Das neue Bistro-Eingangs-Gebäude für die Badi und den Minigolf ist in diesem Teil der Anlage geplant. Die Minigolf-Anlage muss deshalb verschoben werden. (Bild: Martin Knoepfel)

Das neue Bistro-Eingangs-Gebäude für die Badi und den Minigolf ist in diesem Teil der Anlage geplant. Die Minigolf-Anlage muss deshalb verschoben werden. (Bild: Martin Knoepfel)

Es geht um die kokette Summe von fast 6,3 Millionen Franken, über welche die Wattwilerinnen und Wattwiler am 30.Juni abstimmen werden. Der Gemeinderat beantragt zwei Kredite 2,85 und 3,41 Millionen Franken. Es handelt sich also um zwei Abstimmungsfragen. Vor einigen Tagen wurde die Abstimmungsbotschaft verschickt.

Die Baukosten sind mit einer Genauigkeit von zehn Prozent gerechnet. Die Aufwendungen für die beiden Projekte dürften also zwischen 5,7 und 7 Millionen Franken liegen.

Beckenauskleidungen als grösser Brocken

Der grössere Brocken ist mit 3,41 Millionen Franken die erste Etappe der Sanierung der Badi Wattwil. Vorgesehen ist eine Auskleidung mit Chromstahl für das 50-Meter-sowie für das Nichtschwimmer- und das Sprungbecken. Dies wird fast 2,4 Millionen Franken kosten.

Die Baumeisterarbeiten am Becken und die Baunebenkosten sind auf 335'000 und 400'000 Franken veranschlagt. Nochmals gut 300'000 Franken sind für die Vorbereitungs- und die Umgebungsarbeiten budgetiert. 2015 hat die Bürgerversammlung schon eine Vorfinanzierung von 1,5 Millionen Franken beschlossen.

Unabhängig vom Ergebnis der Campus-Abstimmung

Die Sanierung der Schwimmbecken wird unabhängig von der kantonalen Volksabstimmung über das Projekt Campus Wattwil realisiert, wobei der Gemeinderat von einem Ja zur Campus-Vorlage ausgeht. Das war vom Informationsbeauftragten der Gemeinde, Marc Bohnenblust, zu erfahren. Bei einem Nein zur Campus-Vorlage müssten die Folgen auf den Neubau des Bistros-Kiosk-Gebäudes noch überprüft werden.

Geplant ist, dass die Bauarbeiten im Herbst 2020 beginnen, wobei der Saisonschluss 2020 eventuell früher als üblich angesetzt wird.

Der Gemeinderat begründet die Investition damit, dass der Beton der Becken rau sei. Die Benutzer könnten sich Schürfungen zuziehen. Zudem werde die Reinigung des Betons immer aufwendiger. Schliesslich erfüllten die Ausmasse des Sprungbeckens und der Auslauf der Rutschbahn ins Nichtschwimmer-Becken die heutigen Sicherheitsvorschriften nicht mehr.

In der Woche vor Pfingsten hätte der Minigolf in Wattwil eigentlich offen sein sollen. (Bild: Martin Knoepfel)

In der Woche vor Pfingsten hätte der Minigolf in Wattwil eigentlich offen sein sollen. (Bild: Martin Knoepfel)

Eine Sanierung mit einer Auskleidung mit Chromstahl sei langfristig günstiger als Auskleidungen mit Kunststofffolien, schreibt der Gemeinderat. Sanieren muss man später auch die Garderoben-, Betriebs- und Restaurantgebäude der Badi. Der Kredit von 3,41 Millionen Franken ist die erste Etappe der Sanierung der Badi. Wann die weitere Etappen folgen, steht laut Marc Bohnenblust noch nicht fest.

Eingang zur Badi wird verschoben

2,85 Millionen Franken soll der Bau eines neuen Bistro- und Kioskgebäudes kosten. Die Gemeinde hat schon einer Vorfinanzierung in Höhe von 1,6 Millionen Franken im März zugestimmt. Zudem kann sie eine Rückstellung von 140'000 Franken auflösen.

Das neue Gebäude wird zwischen der Badi und der neuen Gesamtsportanlage erstellt. Zwischen der Badi und der Markthalle wird ein neuer Fussgängersteg die Thur überbrücken. Die Kosten für den neuen Steg sind schon mit der Investitionsrechnung 2019 bewilligt worden.

Das neue Gebäude wird als gemeinsamer Eingang und als gemeinsames Restaurant für die Badi und die Minigolf-Anlage dienen. Das Bistro wird rund 20 Sitzplätze aufweisen, die thurseitig zu liegen kommen. Es wird auch von der Gesamtsportanlage und vom Thurweg aus zugänglich sein.

Synergien im Vergleich zur heutigen Situation erwartet

Das neue Gebäude enthält ferner die Küche sowie Technikräume und Räume für die Mitarbeiter der Badi. Geplant ist ein einstöckiger Holzbau mit Flachdach. Ein Anschluss ans Fernwärmenetz wird vorbereitet. Der Gemeinderat verspricht sich Synergien von der gemeinsamen Nutzung des Bistro durch Badi- und Minigolf-Benutzer.

Die Kosten für das Gebäude belaufen sich auf 2,04 Millionen Franken. Ein weiterer grosser Posten sind die Betriebseinrichtungen mit 470'000 Franken.

Die Minigolf-Anlage wird zudem verlegt. Wegen der Neuorganisation der Parkierung müssen die Bahnen und die Hindernisse des Minigolf neu erstellt werden. Geplant ist wiederum eine Anlage mit 18 Hindernissen. Die Bürgerversammlung vom März hat dafür einen Kredit von 650'000 Franken bewilligt. Bauherrin soll die Gemeinde sein.

Gespräche über den vorzeitigen Heimfall

Die Genossenschaft Minigolf besitzt ein Baurecht. Dieses endet laut Auskunft der Gemeinde 2024. Die Gemeinde sei mit den Verantwortlichen der Genossenschaft im Gespräch über einen vorzeitigen Heimfall, hiess es als Antwort auf die Frage, ob die Gemeinde einen finanziellen Beitrag an die Genossenschaft Minigolf Wattwil leisten wird.

Der Baumbestand werde in der Detailplanung überprüft, hiess es in der Antwort der Gemeinde. In der Minigolf-Anlage stehen zahlreiche stattliche Bäume.

Öffentliche Informationsveranstaltung

Am 13.Juni findet um 20 Uhr im Thurpark in Wattwil eine Informationsveranstaltung zu den beiden Abstimmungsvorlagen statt.

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