Für den FC Wattwil Bunt kommt es knüppeldick – Spiel und Spieler verloren

Der Toggenburger Zweitligist verabschiedet sich durch ein unnötiges 1:2 gegen das gleichklassige St.Margrethen aus dem Cupwettbewerb – zudem scheiden Seferi und Britt verletzt aus.

Raphael Dort
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Neuzugang Haxhi Shala (vorne rechts) war einer der Wattwiler Aktivposten. Allerdings liess er eine Grosschance kurz vor der Pause ungenutzt und verschoss nach dem Seitenwechsel einen Handelfmeter.

Neuzugang Haxhi Shala (vorne rechts) war einer der Wattwiler Aktivposten. Allerdings liess er eine Grosschance kurz vor der Pause ungenutzt und verschoss nach dem Seitenwechsel einen Handelfmeter.

Bild: Beat Lanzendorfer

Nach dem Sieg im Elfmeterschiessen gegen den FC Arbon am 8. August, folgte am Samstag bereits die zweite Cuppartie. Neuerlich traf der FC Wattwil Bunt auf ein Team aus der 2. Liga. Der FC St.Margrethen reiste an und sollte abermals ein richtiger Härtetest vor dem Meisterschaftsstart darstellen.

Gäste erwischen den besseren Start

Die Gäste erwischten einen Traumstart. Schon nach drei Minuten köpfte Tamer Özcan seine Farben nach einem Freistoss in Führung. Die Toggenburger hielten jedoch die postwendende Antwort bereit. Nach acht Minuten glich Jeton Seferi die Partie aus, verletzte sich jedoch beim Abschluss und schied mit Verdacht auf eine Zerrung aus.

Für Wattwil Bunt kam es noch schlimmer, nach 19 Minuten musste mit Gianluca Britt der zweite Spieler verletzt vom Feld. Ersten Prognosen zufolge, scheint es bei ihm eine Bänderverletzung im Knie zu sein.

Halbstündige Überzahl bleibt ungenutzt

Trotz personeller Rückschläge war die Equipe von Jan Rüeger und Patric Porchet in der Folge dominant. Haxhi Shala kam dem Führungstreffer vor der Pause am nächsten, traf jedoch lediglich den Pfosten. Der Cupfight wurde nach dem Seitenwechsel noch hitziger. Nach einer knappen Stunde bot sich Wattwil die beste Chance zur Führung.

Valdon Axhija verhinderte mit einem Handspiel ein mögliches Tor und sah deshalb die Rote Karte. Shala erhielt die Möglichkeit, vom Elfmeterpunkt zu reüssieren, sah den Ball aber von der Latte ins Feld zurückprallen. Danach war die Partie geprägt von harten Zweikämpfen und vielen Emotionen.

Der Unparteiische war mehrmals gefordert. Unter anderem kassierte der ausgewechselte St.Margrether Özcan auf der Bank die Rote Karte. Die Emotionen klangen danach aber nicht wirklich ab.

Die Niederlage wäre vermeidbar gewesen

In Überzahl galt es für Wattwil, das nach neunzig Minuten drohende Penaltyschiessen zu vermeiden. Eine halbe Stunde blieb, um den Siegtreffer zu erzielen. Es kam anders.

In der Schlussphase war es Ahmet Cetinkaya, der aus spitzem Winkel das entscheidende Tor zu Gunsten der Rheintaler schoss. Auf das 1:2 konnte die Grüenau-Elf nicht mehr reagieren. Schwerer als die Enttäuschung über das vermeidbare Cupaus wogen die verletzungsbedingten Ausfälle.

Während sich Wattwil Bunt nun auf die am nächsten Wochenende beginnende Meisterschaft – Heimspiel gegen Eschenbach – konzentrieren kann, stösst St.Margrethen in die dritte Vorrunde (19. September) des Ostschweizer Cups vor.

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.