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Zum Frühstück in London, zum Nachtessen in Bütschwil

Vier Frauen aus vier Nationen starteten am 6. Mai zur Weltumrundung mit dem Motorrad. Das Ziel lautet, die Zeit von Rekordhalter «Grizzly» zu unterbieten.
Fränzi Göggel

Die Töfflerinnen fahren alle die gleiche Route, wählen aber die Strecke und das Anfahren der vorgegebenen Kontrollpunkte frei aus. Die Thurgauerin Isa Müller auf BMW begann ihre Challenge anlässlich des Motorradanlasses «Love Ride» in Dübendorf. Anita Fastl aus Österreich fuhr auf einer Honda in Graz ab, Faith Ahlers in Minneapolis USA auf einer Indian und die Russin Tatiana Igushina in St. Petersburg auf Ducati.

Die Motorräder der Frauen wurden von den jeweiligen Schweizer Importeuren gesponsert. James Müller von American Bikes in Bütschwil schenkte der Amerikanerin Faith Ahlers eine nigelnagelneue Indian Daytona 6. Das Motorrad wurde für den Start per Frachtflugzeug nach Minneapolis versendet. In der Nacht zum Freitag erwartet man Faith Ahlers in Bütschwil. Der Töff benötigte neue Reifen und einen Service, sie ein paar Stunden Schlaf.

18 Stunden am Stück im Sattel

Vom Start weg fuhr Faith Ahlers taktisch schnell, ehe sie per Flugzeug von Orlando nach Madrid katapultiert wurde. Flug und Schiffspassagen werden bei allen Fahrerinnen nicht zur Fahrzeit gerechnet. Logistische Umstände zwangen Faith Ahlers, statt ab Madrid in Bilbao weiterzufahren. In einem Tag preschte die Lady nach Barcelona, hoch nach Paris und London. Zehn Minuten Schlaf in Barcelona und wenige Stunden in London reichten ihr, um am nächsten Tag in nur 18 Stunden direkt von London nach Bütschwil zu fahren.

Kurz vor Mitternacht trafen sich an die 30 Fans im Bistro bei American Bikes in Bütschwil. Die Idee, Faith Ahlers unterwegs abzufangen und nach Bütschwil zu eskortieren, wurde anhand der fortschreitenden Zeit fallen gelassen. Über den Live-Tracker sah man, dass die Lady erst noch den Checkpoint in Luzern anfahren wollte. James Müller und seine Crew flochten eine Nachtschicht ein und die Gäste harrten aus. «Sie chunnt», rief einer, der den Live-Tracker verfolgte. Alle stürmten nach draussen, die verrückte Fahrerin wurde aufs Herzlichste empfangen und verpflegt, derweil Werkstattchef Christian Stalder und 2.-Lehrjahr-Stift Gabriel Amstad die Indian zum Durchchecken in die Werkstatt brachten.

Am nächsten Vormittag nahm die Amerikanern die Herausforderung wieder auf und fuhr weiter auf ihrer Mission, so schnell als möglich die Welt zu umrunden.

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