Ein Freund des amerikanischen Botschafters war zu Gast bei der SVP Toggenburg

An der Hauptversammlung der SVP Toggenburg im «Toggenburgerhof »in Kirchberg stiess das Referat von Nationalrat Roland Rino Büchel auf besonderes Interesse. Er forderte dazu auf, das Feuer zur Mitgliederwerbung wieder aufflammen zu lassen.

Peter Jenni
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Kantonsrat Ivan Louis, Kantonsrat und Präsident Mirco Gerig, Nationalrat Roland Rino Büchel, die neue Aktuarin Gerlinde Eberhard, die zurückgetretene Aktuarin Elisabeth Scherrer, zurückgetretene Aktuarin sowie Kantonsrat Linus Thalmann (von links). (Bild: Peter Jenni)

Kantonsrat Ivan Louis, Kantonsrat und Präsident Mirco Gerig, Nationalrat Roland Rino Büchel, die neue Aktuarin Gerlinde Eberhard, die zurückgetretene Aktuarin Elisabeth Scherrer, zurückgetretene Aktuarin sowie Kantonsrat Linus Thalmann (von links). (Bild: Peter Jenni)

Mucksmäuschenstill wurde es im Saal des Hotels Toggenburgerhof, als der sympathische Rheintaler Nationalrat Roland Rino Büchel zu seinem Referat ansetzte. Er habe den Tag mit dem amerikanischen Botschafter verbracht.

Dieser sei offiziell in St.Gallen und im Rheintal zu Besuch gewesen. Er sei von der Bescheidenheit und der Gradlinigkeit der Menschen in unserer Region begeistert. Mit ihm könne man sich – trotz Limousine und Chauffeur auf US-Seite – auf gleicher Ebene bestens unterhalten. Heute habe er mit ihm die SFS Group in Heerbrugg besucht.

Als der Botschafter erfuhr, dass der grösste Teil der neunköpfigen Geschäftsleitung ursprünglich einmal eine Lehre gemacht hatte, habe er die Welt nicht mehr verstanden. Das sei wohl weltweit einmalig. Es sei ihm alles bis ins Detail erklärt worden.

Das duale Ausbildungssystem habe das Interesse der Amerikaner seit längerem geweckt. Der SFS-CEO, auch ein ehemaliger Mechanikerstift, habe jedes produzierte Teil gekannt. Diese Einfachheit der Mitglieder der Geschäftsleitung, die mit den Angestellten per Du auf gleicher Höhe kommunizierten, habe beim Botschafter zwar Erstaunen ausgelöst, sei jedoch sehr gut angekommen.

Klima als Wählermagnet für linke Parteien

Roland Büchel würdigte die Verdienste von Toni Brunner, indem er betonte, «was Toni für uns gemacht hat, kann nicht genug gewürdigt werden». Dazu verwendete er aus dem Toni-Brunner-Buch diverse Zitate zum Beispiel vom ehemaligen Schweizer SVP-Präsidenten Hans Uhlmann.

Danach schwenkte er zum laufenden Wahljahr um und forderte, jetzt müsse Klartext gesprochen werden, zumal die Bürgerlichen eine komische Richtung einschlagen würden. Ebenso müsse das Feuer zur Mitgliederwerbung wieder entfacht werden, denn die Linken hätten entdeckt, wie man Wähler rekrutieren könne. Mit Aussagen, wie der Staat müsse wegen des Klimas den Notstand ausrufen, oder der Klimawandel müsse neu ein Fluchtgrund sein.

Weiter streifte er das Rahmenabkommen, die Kohäsionsmilliarde und stellte zudem fest, Bundesrätin Karin Keller-Sutter habe als persönliche Mitarbeiter zwei Journalisten eingestellt. Zum Schluss beantwortete Roland Büchel ein paar Fragen aus dem Publikum.

Gerlinde Eberhard ist neue Aktuarin der SVP Toggenburg

Zur HV der SVP Toggenburg konnte Präsident und Kantonsrat Mirco Gerig im «Toggenburgerhof» knapp 40 Mitglieder begrüssen, inklusive der beiden Kantonsräte Ivan Louis und Linus Thalmann. Musikalisch eingestimmt wurden sie vom Schwyzerörgeli-Trio Allenspach. Dem am 4. Januar verstorbenen Mitglied Andreas Rutz, Gähwil, wurde mit einer Schweigeminute ehrend gedacht.

An Stelle von Elisabeth Scherrer, Ebnat-Kappel, die ihr Amt seit 2013 versehen hatte, wurde Gerlinde Eberhard, St. Peterzell, zur neuen Aktuarin gewählt. Der Wanderpreis für die aktivste Mitgliederwerbung ging an die SVP Lichtensteig. In der Agenda fällt insbesondere auf, dass die SVP an der Toggenburger Messe vom 10. bis 12. Mai in Wattwil mit einem Stand vertreten ist.

In seinem Jahresbericht liess der Präsident Mirco Gerig das vergangene Jahr in Sachen Abstimmungen und Veranstaltungen nochmals Revue passieren, wobei er speziell auch das Jubiläum 25 Jahre Kreispartei vom
2. November hervorhob. Natürlich war auch bei ihm unter anderem der Rücktritt von Nationalrat Toni Brunner ein Thema.

Vorausschauend machte er auf die Ständeratsersatzwahl vom 10. März, mit dem SVP-Kandidaten Mike Egger – «En Büetzer für Bern» – aufmerksam. Ebenso stellte er fest, für die eidgenössischen Wahlen vom Oktober 2019 müssten noch grosse Anstrengungen unternommen werden. (pjm)