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Freiwillig auf dem Weg zur Eingliederung

Am Schulfest von Integra Toggenburg kommen die integrationswilligen Flüchtlinge und Asylsuchenden sowie Lehrpersonen zusammen. Auch Thematisches hatte am Anlass Platz. Wie zum Beispiel der Unterschied bei den verschiedenen Esskulturen.
Die vielen aufgetischten Köstlichkeiten verleiteten zur Degustation mancher Spezialitäten. (Bild: PD)

Die vielen aufgetischten Köstlichkeiten verleiteten zur Degustation mancher Spezialitäten. (Bild: PD)

«Die Schule ist für uns sehr wichtig, und der Nachmittag heute ist auch schön», sagt eine junge tibetische Frau. Mit «Schule» meint sie die Unterrichtsnachmittage, die sie in einer der acht Klassen von Integra Toggenburg besucht, um Deutsch zu lernen. Kürzlich trafen sich viele Integra-Schülerinnen und Schüler zum Schulfest im b-treff in Ebnat-Kappel. Frauen, Männer und Kinder, welche sich zurzeit als Flüchtlinge und Asylsuchende im Gebiet von Lütisburg bis Wildhaus und vom Neckertal bis Eschenbach aufhalten. Ebenfalls anwesend waren die Lehrpersonen aus der Region, welche sich für den Verein Integra Toggenburg engagieren.

Ihr Heimatland verlassen und unter widrigen Umständen in Europa und der Schweiz ankommen, das ist in der Lebensgeschichte von Flüchtlingen und Asylsuchenden eine Reaktion auf Not und Bedrängnis. Dass diese Menschen hier Fuss fassen können, bedarf es ihrer persönlichen Initiative. Ohne Unterstützung und Angebote geht das allerdings nicht. Integra Toggenburg bietet als Partnerin des Solidaritätsnetzes Ostschweiz seit acht Jahren eine solche Unterstützung an. Menschen, welche aufgrund ihres Status im Asylverfahren noch kein Anrecht auf Sprachkurse haben, nutzen das Angebot freiwillig, in der Hoffnung, dass sie ihre erworbenen Sprachkenntnisse in der Zukunft brauchen können.

Beliebte Sprachkurse

«Unsere Erfahrungen haben uns gezeigt, dass die Sprachkurse von Integra Toggenburg gefragt und wertvoll sind», sagt die Schulleiterin Vreni Hofer. Bei ihr laufen alle Fäden des Unterrichtsbetriebes zusammen. «Ein erster Zugang zur deutschen Sprache mit der Möglichkeit, das Gelernte mit einem Zertifikat auszuweisen, das löst bei manchen integrationswilligen Asylsuchenden Ehrgeiz aus», ist Hofer überzeugt. Am Schulanlass hat neben dem Beisammensein auch ein thematischer Input Platz. «Essenskultur hier und anderswo» – zu diesem Thema erhielten die Anwesenden Hinweise und Anregungen.

Der Umgang mit der hiesigen Fülle an Nahrungsmitteln, Sorgsamkeit mit dem, was auf den Teller kommt und nicht im Abfall landen sollte, das wurde im Rollenspiel dargestellt. «In unserem Land darf man nicht Nein sagen, auch wenn man nicht mehr essen mag, da denkt die Frau, die gekocht hat, es ist nicht gut», trägt eine Anwesende zum Thema bei. Dass in der hiesigen Kultur ein «Nein danke» respektiert wird, konnte in einer Szene erkannt werden. Einige sind aufgrund der Wartezeit auf einen Asylentscheid schon Teil der Schulgemeinschaft und kennen sich, andere sind eben erst dazugestossen. Allen gemeinsam ist der Wunsch, deutsch zu lernen, um sich zurecht zu finden. (pd/lim)

Hinweis

Mehr Informationen zum Angebot von Integra Toggenburg sind unter www.solidaritaetsnetz.ch/deutschkurse/toggenburg zu finden.

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