Kommentar
Gegen Foodwaste: Essen, was ins Haus kommt

In der Schweiz werden jährlich 2,8 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet. Um Food Waste zu vermeiden, muss jeder bei sich selbst ansetzen und sein eigenes Verhalten überdenken.

Julia Engel
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Julia Engel, Praktikantin. (Bild: PD)

Julia Engel, Praktikantin. (Bild: PD)

Die Lebensmittelverschwendung in der Schweiz ist bedenklich. Zahlen zeigen schwarz auf weiss, dass wir schlicht und einfach viel zu verschwenderisch leben. Es ist klar, dass sich in der Industrie, der Gastronomie, der Landwirtschaft, im Gross- und Detailhandel und der Verarbeitung etwas ändern muss. Unschöne Lebensmittel werden aussortiert, zu grosse Portionen aufgetischt, es passieren Fehler in der Logistik, das Mindesthaltbarkeitsdatum ist oft zu früh angesetzt.
Doch an einem grossen Teil der Verschwendung, genauer an über einem Viertel, sind ganz konkret wir selbst schuld. Wir kaufen ein, ohne vorher zu überprüfen, was wir noch zuhause haben. Zudem kaufen wir meist so viel, dass wir gar nicht alles essen können, bevor es schlecht wird. Beim Kochen meinen wir es mit der Menge oft viel zu gut und wissen die Reste dann nicht zu verwerten.

Um diesen Food Waste zu stoppen, muss jeder bei sich selbst ansetzen und sein eigenes Verhalten überdenken. Denn genau daran können wir sehr effizient etwas ändern. Letztlich sind die Hauptgründe, wieso wir so handeln, wie wir es tun, unser mangelndes Bewusstsein und unsere komfortable finanzielle Lage. Doch: Nur, weil wir es uns leisten können, so viel Essen zu verschwenden, heisst das nicht, dass wir es auch tun sollten. Schliesslich hilft weniger Food Waste im Kampf gegen den Klimawandel. Und der geht uns alle etwas an.