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Fit wie ein Turnschuh: 84-jährige Toggenburgerin spurt ihre eigene Loipe

Die 84-jährige Käthy Tschümmy wohnt auf dem Chüeboden. Im Winter ist sie fast täglich mit den Langlaufskis unterwegs und geniesst dabei die Natur.
Christiana Sutter
Langlaufen in märchenhafter Umgebung: Käthy Tschümmy macht das seit Jahren. (Bild: Christiana Sutter)

Langlaufen in märchenhafter Umgebung: Käthy Tschümmy macht das seit Jahren. (Bild: Christiana Sutter)

Zwei schmale Spuren ziehen sich über die Fläche vom Gässli bis zur Kreuzstrasse auf dem Chüeboden oberhalb Unterwasser. Es ist dies die Langlaufloipe von Käthy Tschümmy. Die 84-Jährige hat sie selber angelegt.

Käthy Tschümmy. (Bild: Christiana Sutter)

Käthy Tschümmy. (Bild: Christiana Sutter)

Katharina Tschümmy, wie sie getauft ist, ist schon als Mädchen Ski gefahren. «Ich bin im Entenberg, oberhalb von Starkenbach aufgewachsen.» Skis hatten sie keine eigenen. «Wir haben Schulski bekommen.» Sie sagt, der Langlaufpionier Hans Ammann habe jeweils ein Skirennen im Starkenbach organisiert, «Mädchen und Knaben in einer Kategorie. Ich war dann meistens das beste Mädchen.» Später organisierte die Schule ein Schülerrennen, «da war ich zuoberst auf dem Podest.» Käthy Tschümmy hat schon ganz früh gemerkt, dass Bewegung für sie wichtig ist. Sie verrät, dass ihr als junge Frau ein Mann mit Weitsicht vorausgesagt hat, dass sie ein positiver Bewegungsmensch ist, «ich muss mich einfach bewegen.»

Hans Ammann zog seine Loipe direkt am Haus vorbei

1972 zog die Bauernfamilie Tschümmy von Unterwasser auf den Chüeboden. Hans Ammann kam jeweils im Winter mit Gruppen auf den Chüeboden zum Langlaufen und zog seine Loipe direkt am Haus der Tschümmys vorbei. Ammann war der Gründer der ersten Langlaufschule in der Schweiz.

«Ich habe mir auch Langlaufskis gekauft», sagt Käthy Tschümmy. Sie ist dann den Spuren von Hans Ammann bis in die Laui «und manchmal noch etwas weiter» gefolgt. Heute, nach 46 Jahren auf den Langlaufskis, ist die Runde mit 800 Metern etwas kürzer geworden und nur noch im flachen Gelände angelegt. «Wenn ich einen guten Tag habe, laufe ich bis sechs Runden», erzählt die agile 84-Jährige. Sie erinnert sich an ein Ereignis, als sie hingefallen ist. «Eine Viertelstunde habe ich versucht wieder aufzustehen.» Dank ihrer Beweglichkeit hat sie es dann doch ohne Hilfe geschafft.

Jeden Morgen turnt sie zehn Übungen

Damit sie fit bleibt, turnt sie jeden Morgen ihre zehn Übungen. Im Sommer ist sie mit den Walking-Stöcken oder seit ein paar Jahren mit einem Dreirad unterwegs. «Damit bin ich mobil und kann auch noch selber Kommissionen machen oder auf einen Besuch ins Altersheim fahren.»

In Tagen mit den widrigen Wetterverhältnissen bleibt sie allerdings gerne in ihrer Wohnung. Diese ist im gleichen Haus, in welchem auch ihr Sohn Elias mit seiner Frau und den Kindern lebt. Sie liest die Tageszeitung, Erfahrungsberichte «und sehr gerne Biografien.»

Mit einem Blick nach draussen in den stürmischen Wintertag sagt sie, dass sie sich freue, bald wieder ihre Langlaufski mit Schuppen anzuschnallen. «Ich geniesse die Landschaft. Der Blick beim Langlaufen auf den Alpstein oder die Churfirsten bedeutet mir sehr viel.»

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