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Feuerwehrübung im Alterszentrum Churfirsten in Nesslau: Zusammenarbeit hat gut funktioniert

Die Feuerwehr Nesslau, der interne Notfallstab und der Samariterverein Stein übten ein Brandszenario im Alterszentrum Churfirsten.
Sabine Camedda
Fast ein Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner wurden aus dem Haus gerettet, einige von ihnen mit dem Hubretter. (Bild: Sabine Camedda)

Fast ein Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner wurden aus dem Haus gerettet, einige von ihnen mit dem Hubretter. (Bild: Sabine Camedda)

Dieses Szenario will niemand erleben: Im Personalraum im ersten Obergeschoss im Alterszentrum Churfirsten bricht ein Brand aus. Schnell drückt der Rauch ins Treppenhaus, die elf Bewohner sind in ihren Zimmern eingeschlossen.

Diese Situation traf Michael Louis, Einsatzleiter bei der Feuerwehr Nesslau, am Montagabend bei der Einsatzübung im Alterszentrum Churfirsten an. Während seine Kameraden vom Feuerwehrdepot her zum Schadenplatz ausrückten, verschaffte sich Michael Louis einen Überblick und suchte Kontakt mit der Geschäftsleiterin Gabriella Wiss, mit Marlies Janssen, der Leiterin Betreuung und Pflege sowie mit Fredy Baumann, dem Leiter Unterhalt.

Einsatzleiter Michael Louis im Austausch mit Gabriella Wiss und Marlies Janssen (von links). (Bild: Sabine Camedda)

Einsatzleiter Michael Louis im Austausch mit Gabriella Wiss und Marlies Janssen (von links). (Bild: Sabine Camedda)

Von ihnen erhielt der Einsatzleiter der Feuerwehr wertvolle Informationen, denn die Bewohner des betroffenen Hauses haben aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes unterschiedliche Bedürfnisse. «Es war vorteilhaft, dass wir die älteren Menschen für den Transport vom Haus zum Sanitätszelt in einen Rollstuhl setzen konnten», sagte Michael Louis nach der Übung.

Rettung mit dem Hubretter oder über die Leiter

Um die Übung möglichst real zu gestalten, übernahmen Figuranten die Rolle der Bewohner. So hatten die Angehörigen der Feuerwehr Nesslau, unterstützt durch die Crew des Hubretters aus Wildhaus-Alt St.Johann, elf Personen aus dem Gebäude zu retten. Dafür nutzten sie Leitern und den Hubretter. Draussen wurden die Figuranten von Mitgliedern des Samaritervereins Stein übernommen und weiter betreut. Sie hätten sich in guten Händen gewusst, sagten die Figuranten nach der Übung.

In der Besprechung stellte die Übungsleitung fest, dass die Arbeit der Feuerwehr und vor allem die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr, dem Notfallstab des Alterszentrums Churfirsten und den Samaritern tadellos funktionierte. Einzig: «Es waren zu wenig Feuerwehrleute da», stellte Michael Louis fest.

Das ist nicht weiter verwunderlich, denn die Feuerwehrübung war für einen Zug der Feuerwehr einberufen. In einem Ernstfall würden viel mehr Hilfskräfte aufgeboten, war man sich einig. Geschäftsleiterin Gabriella Wiss fügte hinzu, dass tagsüber auch mehr Mitarbeitende im Pflegedienst vor Ort wären und die Feuerwehr unterstützen könnten.

Notfallkonzept kann umgesetzt werden

Die Feuerwehrübung, an welcher auch Mitglieder des Stiftungsrats und des Gemeinderats anwesend waren, brachte der Geschäftsleitung des Alterszentrums wichtige Erkenntnisse. Gabriella Wiss erklärte:

«Wir haben ein Notfallkonzept erstellt. Gemäss diesem müssten sich die Mitarbeitenden im Brandfall verhalten.»

Das habe sich als sinnvoll erwiesen. Ebenfalls lobte sie die gute Zusammenarbeit mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr. Michael Louis habe sie und Marlies Janssen stets gut informiert, sagte Gabriella Wiss.

Nach der Übung war sie sich bewusst, dass in einem Ernstfall für den Notfallstab die Arbeit noch weiter gehen würde. «Wir müssten herausfinden, wie viele Zimmer unbewohnbar wären, wo wir die betroffenen Bewohner unterbringen könnten und deren Angehörigen informieren», erklärte Gabriella Wiss die nächsten Schritte.

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