Feuerwehrleute sind im Einsatz mit verschiedenen Gefahren konfrontiert

180 Kaderangehörige der Toggenburger Feuerwehren bilden sich derzeit in Bütschwil weiter. Ab diesen Kurstagen werden aktuelle Themen besprochen und Einsätze geübt. Beispielsweise der Absturz eines Kleinflugzeugs.

Sabine Camedda
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Beim Übungseinsatz am Rumpf eines Kleinflugzeugs üben die Feuerwehrkader eins zu eins, was sie zuvor in der Theorie besprochen haben. (Bild: Sabine Camedda)

Beim Übungseinsatz am Rumpf eines Kleinflugzeugs üben die Feuerwehrkader eins zu eins, was sie zuvor in der Theorie besprochen haben. (Bild: Sabine Camedda)

Ein Angehöriger der Feuerwehr ist in erster Linie jemand, der Hilfe leistet. Doch bei den Einsätzen trifft er auf allerlei Gefahren. Im Kader-Weiterbildungskurs, den der Feuerwehrverband Toggenburg noch bis am Samstag in Bütschwil durchführt, werden die Offiziere und Unteroffiziere auf verschiedene Gefahren sensibilisiert.

Unfall mit einem Kleinflugzeug

Die Verantwortlichen haben bei der Erarbeitung der Übungssituationen viel Kreativität an den Tag gelegt. Auf dem Übungsgelände des Zivilschutzes beispielsweise simulieren sie einen Einsatz nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges. In einem Theorieblock lernen die Feuerwehrleute, was sie bezüglich des Sicherns, des Rettens und des Brandschutzes beachten müssen. Im zweiten Teil dieser Lektion spielen sie den Einsatz eins zu eins durch.

Ebenfalls um Gefahren, auf die ein Angehöriger der Feuerwehr im Einsatz treffen kann, geht es im Themenblock Elektrizität. «Wir konnten Demomaterial aus einer Fachschule ausleihen, mit dem unsere Kursteilnehmer selbst Reaktionen hervorrufen können», sagt Dominique Krapf, der als technischer Leiter des Kurses amtet. In dieser Lektion werden auch Lithium-Akkus thematisiert, die immer wieder Einsätze der Feuerwehr verursachen.

Wie mit Social Media und Gaffern umgehen

Ein Thema, besonders im Toggenburg, sind Kaminbrände. In dieser Lektion geht es den Kursverantwortlichen darum, dass die Kader ihr Wissen festigen und vertiefen. Aktuell im Feuerwehrdienst sind auch Fragen rund um Social Media. Mit dem Aufkommen von Smartphones wäre es für Einsatzkräfte, die an der Front stehen, ein Leichtes, Bilder auf diversen Plattformen zu posten. Im Kurs sollen gesetzliche Schranken vermittelt werden. Ebenfalls werden verschiedene Formen von Gewalt angesprochen, mit denen Einsatzkräfte wie Feuerwehrleute konfrontiert werden könnten.

Laut Dominique Krapf sind die Teilnehmer sehr motiviert. «Das zeigt mir, dass wir mit den Themen auf dem richtigen Weg sind», folgert er. Nicht zuletzt werden diese Weiterbildungskurse immer auch für den Austausch untereinander geschätzt.