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Kleines Paradies: Feudalreich vom Wallis bis ins Burgenland

Das Bänkli unweit der Stäägen gibt den Blick auf das Dorf frei, das im 13. und 14. Jahrhundert eine wichtige Stellung einnahm. Die Bedeutung hat abgenommen, die Schönheit der Natur ist geblieben.
Beat Lanzendorfer
Vom Dorf muss man einige Höhenmeter überwinden, um den Ausblick und die Ruhe beim Bänkli unweit der Stäägen geniessen zu können. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Vom Dorf muss man einige Höhenmeter überwinden, um den Ausblick und die Ruhe beim Bänkli unweit der Stäägen geniessen zu können. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Wer in Gähwil gestartet ist und es bis hier hinauf geschafft hat, wird mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Vor einem liegt das 850-Seelen-Dorf. Auf der gegenüberliegenden Talseite erblickt man den Hamberg, wo im Winter der Skilift ab dem Vordernord in Betrieb ist.

Schweift der Blick weiter nach links, eröffnet sich eine Aussicht Richtung Obertoggenburg. Noch weiter links ginge es nach Kirchberg, das von hier aber nicht zu sehen ist. Genauso wenig die Iddaburg, die sich rechts hinter dem Wald versteckt.

Antenne als Wegweiser

Das Bänklein erreicht man bei knapp der Hälfte einer 75-minütigen Rundwanderung, die im Tal unten beim Gähwiler Restaurant Rössli seinen Anfang nimmt. An der katholischen Kirche geht es die Lütenrietstrasse hinauf Richtung Taa bis zur Wegkreuzung. Das Bänklein steht unterhalb der Antenne, die ein guter Anhaltspunkt für alle jene ist, die ohne Karte unterwegs sind oder sicher sein wollen, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen haben. Nach der Sitzgelegenheit geht es weiter zur Stäägen, dem höchsten Punkt zwischen Oetwil und Gähwil. Via Eschenholz, Handbogen und Bruggen verläuft der Weg zurück ins Dorf.

Kleines Paradies: Blick auf Gähwil

Gähwil war im 13. und 14. Jahrhundert Herrschaftssitz der Grafen von Toggenburg und eigentlicher Hauptort eines Feudalreiches, das vom Wallis bis ins österreichische Burgenland, vom deutschen Ulm bis ins italienische Friaul Ländereien umfasste. Die stolze Toggenburg stand auf dem Iddaberg, nur wenige Spuren sind übrig geblieben. Aus dem ursprünglichen toggenburgischen Burgdorf «Gainwyl» ist ein idyllisches Dorf in einer sanften Mulde des Toggenburger Hügellandes geworden. Die rund 850 Gähwilerinnen und Gähwiler mögen zwar stolz sein auf ihre gräfliche Vergangenheit, fühlen sich aber keineswegs als geknechtete Untertanen, sondern sind ein frei denkendes, demokratisches Völklein geworden.

Wo liegt Ihr kleines Paradies?

Talauf, talab existieren im Toggenburg zahlreiche kleine Paradiese. Die Redaktion des «Toggenburger Tagblatts» beschreibt in dieser Sommerserie die eigenen, welche sind Ihre? Lassen Sie es uns wissen unter facebook.com/toggenburgertagblatt oder per E-Mail an redaktion@toggenburgmedien.ch.

Schauen Sie sich alle kleinen Paradiese an

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