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Fernwärmeleitung: Das Regionalwerk Toggenburg verlegt massive Stahlrohre beim Bahnhof Bazenheid

Damit die Fernwärme nach Oberbazenheid fliessen kann, benötigt das Regionalwerk Toggenburg Stahlrohre unter dem SBB-Gleis. Die Arbeiten werden in zwei Nachtschichten erledigt.
Beat Lanzendorfer
Die Arbeiten konnten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ohne grössere Überraschungen erledigt werden. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Arbeiten konnten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ohne grössere Überraschungen erledigt werden. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Beim dritten Teil des Ausbaus des Fernwärmenetzes sind die Arbeiten in dieser sowie in der kommenden Woche besonders herausfordernd. Während zweier Nachtschichten wird durch Erschliessungsarbeiten das Gleis beim Bahnhof mittels eines Rammvortriebs unterquert.

Gleichzeitig werden sowohl Strom- als auch Hydrantenleitungen mit eingezogen. Hierfür werden zwei Stahlrohre mit einem Durchmesser von 600 Millimetern in einer Tiefe von rund zwei Metern unter den Gleisen durchgerammt.

Der nächtliche Spuk endete unerwartet schnell

Die Vorarbeiten für den Rammvortrieb konnten während des Tages ausgeführt werden. Bei den eigentlichen Vortriebsarbeiten, direkt unter dem Gleis, schreibt die SBB hingegen vor, dass sie in Nachtarbeit ausgeführt werden müssen. Die erste dieser Nachtschichten war auf den Dienstag um 20 Uhr angesetzt. Statt einer mehrstündig geplanten Arbeit war der nächtliche Spuk aber in zwanzig Minuten erledigt.

Felix Forster, Dorfkorporation Bazenheid. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Felix Forster, Dorfkorporation Bazenheid. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das war möglich, weil das vorderste Stahlrohr, an dem Zacken, sogenannte Spalteisen, angebracht sind, auf kein Gestein stiess. Dazu Geschäftsführer Bernhard Joss von der Zehnder Spezialbau AG aus dem schwyzerischen Bennau: «Bei einem solchen Rammvortrieb wissen wir nie genau, was auf uns zukommt. Es hätte bis zum Durchstich des Stahlrohrs auch zwei oder drei Stunden dauern können.»

Diese Stahlrohre mit einem Durchmesser von 600 Millimeter werden unter dem Gleis beim Bahnhof Bazenheid eingerammt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Diese Stahlrohre mit einem Durchmesser von 600 Millimeter werden unter dem Gleis beim Bahnhof Bazenheid eingerammt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Vor Ort war auch Andreas Jossi, Geschäftsführer des Regionalwerks Toggenburg (RWT), welches für den Bau des Bazenheider Fernwärmenetzes verantwortlich ist. «Wir realisieren aktuell nicht nur die dritte Etappe des Fernwärmenetzes im Dorf, sondern bestücken auch mehrere Neubauten an der neuen Industriestrasse mit den Fernwärmerohren.» Konkret sind dies die Landi, die gemäss Plänen im Juni Eröffnung feiert, die Werkstatt der Hürlimann Bau AG sowie die sich im Bau befindliche Werkstatt und das Bürogebäude des Regionalwerks Toggenburg selbst. Letzteres soll im Spätherbst dieses Jahres seiner Bestimmung übergeben werden.

Das nächtliche Ereignis liess sich auch Felix Forster, Präsident der Bazenheider Dorfkorporation und Bauleiter der Fernwärme, nicht entgehen. «Ich hatte mich auf eine längere Nachtschicht eingerichtet, umso schöner, dass es schneller gegangen ist», sagte er. Und weiter: «In der dritten Etappe der Fernwärme wird zwischen März und September in erster Linie in Oberbazenheid das Netz erweitert. Wir sind nach wie vor offen für weitere Anschlüsse. Wer jetzt noch auf den Fernwärmezug aufspringen möchte, soll sich doch mit mir in Verbindung setzen.» Über das schnelle Ende dürften auch die Anwohner glücklich gewesen sein, denn der Rammvortrieb bedeutet auch Lärmentwicklung.

Das Stahlrohr mit Zacken, sogenannte Spalteisen, wird zuerst eingerammt. Dadurch kann Gestein zertrümmert werden. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Das Stahlrohr mit Zacken, sogenannte Spalteisen, wird zuerst eingerammt. Dadurch kann Gestein zertrümmert werden. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Die zweite Nachtübung folgt am 16. April. Der Rammvortrieb beginnt wiederum um 20 Uhr. Verläuft alles nach Plan, hält sich die zeitliche Lärmentwicklung wiederum in Grenzen.

Rohre bis 50 Meter Länge sind möglich

Beim Rammverfahren der Zehnder Spezialbau AG können Strassen, Gleisanlagen, Gebäude und Flüsse bis zu einer Länge von 50 Metern unterquert werden. Mit diesem Verfahren lassen sich Stahlrohre bis zu 4000 Millimeter Durchmesser einrammen. Die Rammen sind auch beim Bau von Unterführungen, von kleineren Durchlässen und Rohrschirmen für den Tunnelbau einsetzbar.

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