FDP will zusätzlichen Sitz im Mosnanger Gemeinderat erobern

Zwei Rücktritte aus dem Mosnanger Gemeinderat sind bisher bekannt. Einen Sitz davon will die FDP erobern.

Ruben Schönenberger
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Zu einer Veränderung kommt es am 27. September in Mosnang ganz sicher: Gemeinderätin Jolanda Brändle (parteilos) tritt nicht mehr zur Wahl an. «Die Vertreterin des Gewerbes wird sich nach einer Legislatur nicht mehr zur Verfügung stellen», schrieb der Gewerbeverein Mosnang schon vor rund zwei Monaten. Um das Gewerbe weiterhin im Gemeinderat vertreten zu wissen, präsentierte der Verein damals auch gleich einen Ersatz: Aron Gerber soll es richten.

Ruth Eberhard-Bieri soll für die FDP einen zusätzlichen Sitz im Gemeinderat Mosnang holen.

Ruth Eberhard-Bieri soll für die FDP einen zusätzlichen Sitz im Gemeinderat Mosnang holen.

Bild: PD

Doch dieser erhält nun Konkurrenz. Die FDP will den Sitz mit Ruth Eberhard-Bieri erobern. Die Ortspartei schreibt in einer Mitteilung: «Da mit Jolanda Brändle das einzige weibliche Mitglied des Gemeinderats per Ende Legislatur zurücktritt, ist es der FDP eine besondere Freude, mit Ruth Eberhard-Bieri eine kompetente wie auch führungserfahrene Frauenkandidatur präsentieren zu können.» Eberhard-Bieri ist in Mosnang aufgewachsen, war sieben Jahre Verwaltungsratspräsidentin der Garage Bieri AG und seit 2011 Personalleiterin der Osterwalder St.Gallen AG.

Gefahr eher für die CVP denn für den Gewerbeverein

Möglich ist indes auch, dass die neue Ausgangslage eher für die CVP denn für den Gewerbeverein herausfordernd wird. Mit dem ebenfalls bereits angekündigten Rücktritt von Theo Bannwart muss die CVP einen Sitz verteidigen. Da der Gewerbeverein die zweite FDP-Kandidatur – Richi Kläger tritt erneut an – bereits unterstützt, wäre eine Unterstützung von Bieri-Eberhard denkbar, wenn auch noch nicht beschlossen. Die Ausgangslage könnte sich aber nochmals ändern: Bis zum 10. Juli können Kandidaturen eingereicht werden.

Luzia Schönenberger-Gmür möchte in den Schulrat gewählt werden.

Luzia Schönenberger-Gmür möchte in den Schulrat gewählt werden.

Bild: PD

Ebenfalls am 27. September gewählt werden der Schulrat und die Geschäftsprüfungskommission (GPK). Auch hierfür hat die FDP nominiert. Oliver Gauderon tritt als Schulrat nochmals an, Luzia Schönenberger-Gmür soll die zurücktretende Vizeschulratspräsidentin Susanne Stillhard (ebenfalls FDP) beerben. «Die Parteileitung zeigt sich überzeugt, der Bürgerschaft mit Schönenberger-Gmür eine im öffentlichen Dienst ausgewiesene und lokal verankerte Persönlichkeit zur Wahl vorschlagen zu können», schreibt die FDP Mosnang. 

23-Jähriger für die GPK vorgeschlagen

Dominik Breitenmoser soll einen FDP-Rücktritt in der GPK kompensieren.

Dominik Breitenmoser soll einen FDP-Rücktritt in der GPK kompensieren.

Bild: PD

Auch in der GPK verzeichnet die FDP einen Rücktritt, während ein anderer Vertreter im Amt bleiben möchte. Wieder wählen lassen will sich Kurt Zweifel, ersetzt werden muss Benny Locher. Letzteres soll Dominik Breitenmoser für die Partei richten. Er ist erst 23-jährig und arbeitet für die Raiffeisenbank Unteres Toggenburg, die eben beschlossen hat, mit der Raiffeisenbank Neckertal zusammenzugehen.

Alle FDP-Kandidierenden müssen von der Nominationsversammlung noch bestätigt werden. Diese ist am 30. Juni geplant und würde, sofern das wegen der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nötig wird, elektronisch durchgeführt.

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