FC Kirchberg Frauen – Jubiläum wird nicht gefeiert

Die Frauen des FC Kirchberg veranstalteten zum 25. Mal das Frauenfussball-Festival.

Urs Nobel
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Samira Heeb vom FC Bütschwil befreit der heranstürmenden Gegnerin. Szene aus dem Spiel der Kategorie 1./2. Liga.

Samira Heeb vom FC Bütschwil befreit der heranstürmenden Gegnerin. Szene aus dem Spiel der Kategorie 1./2. Liga.

Bild: Urs Nobel

Was mit dem Organisationsstart im März vergangenen Jahres lanciert wurde, endete vergangenes Wochenende bei grosser Zufriedenheit. Das Frauenfussball-Festival hat den Spielerinnen, den Besuchern und auch dem Organisationskomitee Spass gemacht. Sieben Spielerinnen haben sich unter der Regie von OK-Präsidentin Bettina Kropf in den Dienst des Turniers gestellt und ihr Ziel gemäss Bettina Kropf erreicht: «Wir konnten Werbung in eigener Sache machen und den Teilnehmerinnen Freude bereiten. Wir Fussball spielenden Frauen fühlen uns akzeptiert, wir erfahren Interesse von aussen. Das mag wohl daran liegen, dass wir schöner statt härter und ruhiger sowie überlegter spielen.»

Kein eigentliches Fest zum Jubiläum

«Wir haben es diskutiert», sagte Bettina Kropf zum Thema einer Jubiläumsfeier. «Wir sind jedoch übereingekommen, lieber unser ganzes Engagement im Vorfeld darauf zu legen, in sämtlichen Kategorien attraktive Teilnehmerfelder zusammen zu bringen. Das ist uns gelungen.» Die 24-jährige Sozialpädagogin steht diesem Anlass schon vier Jahre vor. Und sie ist noch keineswegs amtsmüde. «Solange ich mich auf ein derart gutes OK verlassen kann und wir weiter an einem und selben Strick ziehen, sehe ich keinen Grund, aufzuhören.»

Seit 23 Jahren immer in einer Funktion

Beim 20-Jahr-Jubiläum des Frauenfussball-Turniers sah vieles noch anders aus. Damals gehörte das NLB-Frauenteam des FC Kirchberg noch zu den Turnierfavoriten in der höchsten Kategorie. Selbst die zweite Mannschaft, bestehend aus älteren Spielerinnen, vermochte im Ifang die Zuschauer zu begeistern.

Diese Zeiten sind vorbei, die erste Mannschaft spielt in der 3. Liga und belegt vor der Winterpause einen Mittelfeldrang. Über jene Zeit kann die OK-Präsidentin nicht sprechen. Damals war sie noch gar nicht dabei. Dabei war jedoch schon Christian Brunschwiler. Dieses Turnier vom Wochenende war sein bereits 23. in einer Funktion. Bettina Kropf bezeichnet den Assistenztrainer ihres Teams als sehr wertvoll für den Verein und immer und jederzeit als absolut loyal. «Jeder Verein kann sich glücklich ob so eines Mitglieds schätzen.»

Unterstützung von der Tribüne aus

Christian Brunschwiler geniesst Frauenfussball-Actions gemütlich auf der Tribüne.

Christian Brunschwiler geniesst Frauenfussball-Actions gemütlich auf der Tribüne.

Bild: Urs Nobel

Christian Brunschwiler, «Brunschi» wie in jeder nennt, unterstützte die beiden Kirchberger Teams, die in der Kategorie 3./4.-Liga spielten und genoss in der restlichen Zeit die anderen Spiele, manchmal ganz alleine auf der Tribüne. Nicht etwa nur am Samstag, als die Spiele bis weit nach Mitternacht dauerten, sondern auch am Sonntag. So erlebte er auch den Besuch der zwei bekannten Nationalspielerinnen Lorena Baumann und Cinzia Zehnder. Zehnder trug bereits mit 15 Jahren das Dress des FC Kirchberg, ehe sie sich dem Spitzensport zuwendete.

Rangliste

Kategorie 1./2.-Liga: 1. Thundercats, 2. FC Phönix-Seen, 3. FC Bütschwil.

Kategorie 3./4.-Liga: 1. FC Weinfelden-Bürglen, 2. FC Kirchberg a, 3. FC Kirchberg b.