Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Zentrum Wattwil: Eine farbige Verbindung über die Thur

Sagen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 25. November Ja zur Umgestaltung der Bahnhof- und der Poststrasse, könnten die beiden Thurufer bald optisch verknüpft werden. Zudem soll der Strassenraum verengt und mit Bäumen verschönert werden.
Ruben Schönenberger
So könnte der Übergang vom Bräker- zum Postplatz künftig bei Nacht aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So könnte der Übergang vom Bräker- zum Postplatz künftig bei Nacht aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Wenn die zweite Etappe der Umfahrung Wattwil fertig gestellt sein wird, kommt nur nach Wattwil, wer wirklich in die Toggenburger Zentrumsgemeinde will. «Es ist zwar gut, dass das Zentrum durch die Umfahrung entlastet wird», sagt Gemeinderpäsident Alois Gunzenreiner anlässlich des Zentrum-Znünis des Vereins Zentrum Wattwil am Freitag. Aber das Gewerbe und die Dienstleistungsanbieter seien auf genügende Frequenzen im Ortskern angewiesen.

Nicht nur die Umfahrung gab den Anstoss, dass man sich in Wattwil Gedanken zur Zentrumsgestaltung machte. Auch die Veränderungen des Einkaufs- und Freizeitverhaltens – Stichworte Einkaufserlebnis und Digitalisierung – sowie ein früher angestossener Strategieprozess führten dazu. Allen Ansätzen gemein ist: Das Zentrum soll attraktiver werden. Das soll auch zur Qualität von Wattwil als Wohnort beitragen. Neben dem öffentlichen Verkehr seien Grünflächen und Einkaufsmöglichkeiten zwei der wichtigsten Wohnfaktoren, erläuterte Gunzenreiner.

Strassenraum soll verengt werden

Am 25. November stimmt nun die Wattwiler Stimmbürgerschaft darüber ab, ob sie die Umgestaltung von Bahnhof- und Poststrasse sowie den dafür erforderlichen Kredit von 7,85 Millionen Franken genehmigen will. Was dieses Projekt umfasst, war Hauptthema des Zentrum-Znünis. Geplant ist, den Strassenraum zwischen dem Kreisel beim Bahnhof und der Einbiegung in die Ebnaterstrasse beim Dorfplatz zu verengen. Als Gestaltungselement dienen Bäume. Die Parkplätze werden längs zur Strasse angeordnet, wie das bereits bei der Umgestaltung der Bahnhofstrasse in Richtung BWZ gemacht wurde.

Am auffälligsten werden die Veränderungen vom Bräker- bis zum Postplatz ausfallen. Hier soll der Bodenbelag in einer anderen Farbe gehalten werden. Damit werden die Plätze auf beiden Seiten der Thur optisch verknüpft. Beim Bräkerplatz wird das Niveau angehoben, sodass der ganze Platz auf Strassenhöhe ist. Vorinstallationen sollen die Grundlage für das Durchführen von Events bieten. Als weiteres verbindendes Element werden Toggenburger Mundartbegriffe im schon am Bahnhof verwendeten Kreuzstichdesign verwendet, so zum Beispiel auf dem neuen Bushäuschen, das an der Poststrasse zu stehen kommen soll.

Einige Parkplätze geopfert, der Rest bewirtschaftet

Weil bei der Umgestaltung mehr Freiraum geschaffen werden soll, müssen einzelne Parkplätze geopfert werden. Die am Zentrum-Znüni anwesenden Vertreter des Gewerbes bezeichneten dies aber als gangbaren Kompromiss. Die noch bestehenden Parkplätze sollen künftig bewirtschaftet werden. Die ersten 30 Minuten sind gratis, danach fallen pro weiterer 30 Minuten 50 Rappen an. Maximal darf 90 Minuten parkiert werden.

Wenn die Umgestaltung am Abstimmungssonntag die Hürde des Volksmehrs nimmt, folgt ein Strassenplanverfahren. Einsprachen sind dabei möglich. Allenfalls könnte 2020 mit der Realisierung begonnen werden, also noch bevor die Umfahrung fertig ist. «Wir wollen den Leuten zeigen, dass in Wattwil etwas geht, bevor sie es gar nicht mehr sehen», sagte Gunzenreiner. Die Thursanierung wird nicht mit dem Projekt verknüpft, sie wird nachgelagert erfolgen, genau so wie die Sanierung der Ebnaterstrasse, einer Kantonsstrasse.

Erst muss aber die Abstimmung geworden werden. Auch wenn sich Gunzenreiner zuversichtlich gibt, betont er doch die Wichtigkeit der Abstimmung: «Es gilt ernst, es geht jetzt um die Wurst.»

Die Gemeinde informiert am 8. November

Die Umgestaltung der Bahnhof- und Poststrasse sei die zentrale flankierende Massnahme im Zusammenhang mit dem Bau der zweiten Etappe der Umfahrung Wattwil, schreibt der Wattwiler Gemeinderat in einer Mitteilung. Der Rat beurteile das Strassenbauprojekt als notwendig und als Voraussetzung für eine weitere positive Entwicklung von Wattwil. So bleibe der Dorfkern attraktiv für Wohnen, Arbeiten und Gewerbe.
Um die Bevölkerung über die Abstimmungsvorlage zu orientieren, lädt der Gemeinderat zu einer Informationsveranstaltung ein. Diese findet am Donnerstag, 8. November, um 20 Uhr im Restaurant Thurpark statt. Der Gemeinderat stehe auch für Fragen zur Verfügung. (gem/rus)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.