Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Fabrik fabriziert Rockmusik

Wie aus einer laut gedachten Idee ein Rock-Open-Air wird, zeigte ein Ebnat-Kappler Unternehmer am Wochenende mit dem «Factory in Concert» unter dem Vordach seines neuen Betriebsgebäudes. Es sangen unter anderen die einheimischen Bollocks.
Michael Hug
«Posh» aus St.Gallen gaben auf der Bühne Vollgas. (Bild: Michael Hug)
Ein Openair mit Anti-Schlamm-Garantie: Besucherinnen vor der Tribüne. (Bild: Michael Hug)
Perfekte Infrastruktur auf dem Gelände der Alder + Eisenhut AG. (Bild: Michael Hug)
Auch der Nachwuchs interessiert sich brennend für Hard Rock. (Bild: Michael Hug)
«Starch» aus Kirchberg spielten in Ebnat-Kappel ihre neuen Songs. (Bild: Michael Hug)
Gute Laune allenthalben, auch in der Lastwagen-Lounge. (Bild: Michael Hug)
6 Bilder

Fabrik fabriziert Rockmusik

Das Toggenburg mag Rock’n’Roll. Zumindest zwei Mal 400 Toggenburgerinnen und Toggenburger mögen auch die harte Variante: Hard Rock. Hart und laut gings zu und her an den vergangenen zwei Abenden auf dem Gelände der Alder + Eisenhut AG in Ebnat-Kappel. Bonfire aus Deutschland rockte, die Bollocks aus Wattwil rockten, Posh aus St. Gallen rockte und die Starchies aus Kirchberg rockten. Mit ihnen noch ein paar weitere Bands, Dada ante Portas aus Luzern und Bad Ass Romance aus dem Bernbiet mit dem Ex-Krokus-Gitarristen Fernando von Arb.

Und dann, am späten Samstagabend rockte eine längst vergessene Legende das Toggenburg: The Spirit of Smokie, der Geist von Smokie aus England. Smokie, das war die Band in den Achtzigerjahren, die von einem sang, der neben «Alice» wohnte und ziemlich verliebt war. «Living next Door to Alice», 30 Millionen mal verkauft, wochenlang Spitzenreiter der deutschen, englischen und Schweizer Hitparade. Dann folgte der Ausstieg des Sängers und Mädchenschwarms Chris Norman, ein Schock, dann «Alice - who de fxxx is Alice?», eine Verballhornung durch die holländische Band Gompie, immerhin auch 150'000 Mal verkauft.

Dann ging Smokie vergessen. Der Pop kam, der Hiphop und der österreichische Schlager, von der zweitbeliebtesten Band nach Sweet wehte nur noch der Geist herüber von der Insel. Nun aber trug es den «Spirit of Smokie» in die Schweiz, ins Toggenburg nach Ebnat-Kappel, am Samstagabend auf die Bühne des «Factory in Concert» und mit ihm auch «Alice», ohne «fxxx». Das Publikum dankte.

Ein Anfang mit etwas zurückhaltendem Publikum

Das Publikum: Etwas zurückhaltend war es am ersten Fabrikkonzert. Traute es der Sache nicht oder zog es die Gestade der Thur oder der Badi vor? «Ein Anfang», sagte Luz Liebich, der Programmchef des Vereins «Factory in Concert», der die Premiere des Hard-Rock-Festivals vom Stapel liess. Ein Anfang – das bedeutet wohl auch, dass es nicht das Ende des neuen Open-Airs ist? Luz Liebich sagt dazu: «Wir haben fünf Events geplant, dann ziehen wir Résumé.»

Ein neues Angebot braucht Zeit, sich zu etablieren, gerade in der Kultur, wo jede Woche neue Anlässe geschaffen werden, so Luz Liebich weiter. Insofern sei es die Absicht, auch nächstes Jahr ein «Factory in Concert» durchzuführen, der Entscheid werde in den nächsten Wochen gefällt.

Die Idee sei eines Rock-Anlasses sei ihm vor zwei Jahren in den Kopf geschossen, sagte Robin Alder, Firmenchef der Alder + Eisenhut AG: «Ich dachte damals laut nach, dass sich das Areal für ein Openair eigenen würde. Es ist ja vieles schon vorhanden: Ein Vordach, unter das die Bühne gestellt werden kann, eine eigenen Bühnenbau- und Bühnentechnik-Firma, ein Vorplatz, auf dem tausend Besucher Platz haben, ein Parkplatz und Backstage-Räume.»

Ausserdem sei das Areal am Rande des Dorfs gelegen, wo sich das Störungspotenzial in Grenzen halte, und es ist auch mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar. Doch Robin Alder vergass die Idee wieder und es brauchte den Anstoss des Gemeindepräsidenten Christian Spoerlé, dass das Open-Air in der Fabrik nun wahr wurde.

Organisatoren sind eigentlich zufrieden

«Wir sind zufrieden», sagte Luz Liebich, «es hat alles geklappt, das Wetter war fantastisch, es gab keine Zwischenfälle und die Stimmung war irrsinnig gut.» Rund 850 Fans habe man an den zwei Abenden gezählt, da gäbe es noch Potenzial nach oben, findet Luz Liebich. Mit sehr viel mehr habe man eigentlich nicht gerechnet, man habe gewusst, dass in der weiteren Region noch ziemlich viel Anderes stattgefunden hat. Badi und Grill hätten eben auch gelockt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.