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Exporte aus dem Metallsektor sind rückläufig

Im dritten Quartal 2018 sanken die Toggenburger Exporte aus dem Bereich Metalle, Maschinen und Fahrzeuge im Vergleich zu 2017. Solche Exporte sind konjunkturabhängig, da es meistens Investitionsgüter sind.
Martin Knoepfel
Rollen mit Kupferdraht. Kupfer wird in der Industrie in so grossem Umfang verarbeitet, dass der Kupferverbrauch als Hinweis auf den Konjunkturverlauf betrachtet wird. (Symbolbild: Trix Niederau)

Rollen mit Kupferdraht. Kupfer wird in der Industrie in so grossem Umfang verarbeitet, dass der Kupferverbrauch als Hinweis auf den Konjunkturverlauf betrachtet wird. (Symbolbild: Trix Niederau)

Die Exporte der Schweiz im Bereich Metalle / Maschinen / Fahrzeuge sanken im dritten Quartal dieses Jahres um 3,7 Prozent im Vergleich zur gleichen Periode des Vorjahrs. Sie erreichten noch 12'777,5 Millionen Franken.

Kanton St. Gallen exportierte für 1601 Millionen Franken

Die Ausfuhren aus dem Kanton St. Gallen gingen stärker zurück als die gesamtschweizerischen Exporte, um 10,8 Prozent auf 1600,6 Millionen Franken. Die Exporte aus dem Toggenburg fielen im dritten Quartal 2018 um 14 Prozent tiefer aus als im Vergleichsquartal 2017 und erreichten noch 62,3 Millionen Franken. Das teilte die Fachstelle für Statistik vor wenigen Tagen mit.

Etwas besser als das Toggenburg schnitten die beiden Wahlkreise Wil und Werdenberg mit Einbussen von 12,6 respektive 12,8 Prozent ab. Beide verzeichneten im dritten Quartal dieses Jahres Ausfuhren von jeweils etwas mehr als 300 Millionen Franken. Sie sind also auch deutlich stärker industrialisiert als das Toggenburg.

Der Wahlkreis See-Gaster zählt zu den wenigen Regionen im Kanton, die eine Belebung der Metall-, Maschinen- und Fahrzeugexporte verbuchen konnte. In der Statistik resultieren im dritten Quartal 2018 ein Plus von 1,1 Prozent und Exporte von 100,6 Millionen Franken.

Waren sind Investitionsgüter

Wie die Fachstelle für Statistik schreibt, ist die Warengruppe Metalle / Maschinen / Fahrzeuge besonders wertschöpfungsintensiv und zudem für den Kanton St. Gallen wichtig. Da es sich um Investitionsgüter handle, sei die Nachfrage weniger saisonabhängig, dafür aber konjunkturabhängig. Veränderungen könnten als Hinweis auf den Verlauf der Konjunktur angesehen werden, hält die Fachstelle für Statistik abschliessend fest.

Allerdings stellt sich die dann Frage, ob die nach einem starken Wachstum zuletzt rückläufigen Exporte der Warengruppe Metalle / Maschinen / Fahrzeuge nicht einen Hinweis darstellen, dass die Konjunktur ihren Zenit überschritten hat.

Wachstum der Exporte von 13 Prozent

Thomas Oegerli, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Fachstelle, bezeichnet die jüngsten Veränderungen als nicht aussergewöhnlich gross. Er weist darauf hin, dass es sich um teuerungsbereinigte Zahlen handelt.

In den ersten drei Quartalen dieses Jahres exportierte das Toggenburg Waren im Wert von 372,6 Millionen Franken. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2017 waren es 329,8 Millionen Franken gewesen. Das Wachstum beträgt also rund 13 Prozent. Mehr als die Hälfte der Exporte aus dem Toggenburg entfällt mit 206,7 Millionen Franken (2018) auf die Warengruppe Metalle / Maschinen / Fahrzeuge. In der Vergleichsperiode 2017 ist das Verhältnis ähnlich.

Chemikalien als zweitstärkste Warengruppe

An zweiter Stelle der Toggenburger Exporte folgt die Warengruppe Chemikalien und verwandte Erzeugnisse mit 70,8 Millionen Franken. Gegenüber den 56,0 Millionen Franken in den ersten drei Quartalen 2017 entspricht das einem Anstieg um einen Viertel.

Die dritte von fünf Kategorien bei den Toggenburger Exporten bildet die Warengruppe Land- und Forstwirtschaft / Fischerei / Nahrungsmittel. Hier legten die Ausfuhren – die ersten drei Vierteljahre gerechnet – von 2017 auf 2018 von 35,9 um einen Fünftel auf 43,2 Millionen Franken zu.

EU und Efta als grösste Märkte

In den ersten drei Quartalen 2017 gingen etwa zwei Drittel der Exporte aus dem Toggenburg in die Länder der EU und der Efta. In Zahlen sind es 218,9 von 329,8 Millionen Franken. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres hat sich der Anteil der EU und der Efta an den Toggenburger Exporten noch verstärkt, auf nunmehr 71 Prozent. In Zahlen sind es 268 von 373 Millionen Franken.

Das hängt damit zusammen, dass die Exporte aus dem Toggenburg in die EU und die Efta um fast einen Viertel zunahmen. Der zweitwichtigste Exportmarkt fürs Toggenburg ist Asien. Die Ausfuhren in den flächen- und bevölkerungsmässig grössten Kontinent sanken in den ersten neun Monaten 2018 im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2017. In Zahlen sind es 62,4 Millionen Franken gegenüber 79,9 Millionen Franken.

Starkes Wachstum der Exporte nach Amerika

Um die Hälfte wuchsen dagegen die Exporte nach Amerika. Während es in den ersten drei Quartalen 2017 noch 21,9 Millionen Franken waren, sind es in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 31,7 Millionen Franken. Die Exporte nach Afrika, nach Australien und Ozeanien sowie in die Länder Europas, die weder zur EU noch zur Efta gehören, liegen jeweils deutlich unter zehn Millionen Franken. Alle Zahlen stammen aus der Aussenhandelsstatistik der eidgenössischen Zollverwaltung.

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