Esther Friedli zieht als Nationalrätin nach Bern

Esther Friedli schaffte am 20. Oktober den Sprung in den Nationalrat.

Julia Engel
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Esther Friedli (SVP) an den National- und Ständeratswahlen, am Sonntag, 20. Oktober 2019, im Pfalzkeller in St. Gallen.

Esther Friedli (SVP) an den National- und Ständeratswahlen, am Sonntag, 20. Oktober 2019, im Pfalzkeller in St. Gallen.

Benjamin Manser

Es war eine der Überraschungen am 20. Oktober: Esther Friedli schaffte es auf Anhieb, einen Sitz im Nationalrat zu ergattern. Und das, obwohl die SVP im Kanton St.Gallen einen Sitz verlor und alle bisherigen St.Galler SVP-Nationalräte wieder antraten.

Lange ist Esther Friedli noch nicht Mitglied der SVP. Erst im Frühjahr 2016 trat sie der Partei bei. Ihre Politkarriere begann in der Berner CVP, wo sie bis zu ihrem Umzug ins Toggenburg 2008 politisiert hatte.

Bei den eidgenössischen Wahlen schaffte es die Ebnat-Kapplerin, mit Thomas Müller und Barbara Keller-Inhelder zwei Bisherige hinter sich zu lassen. Mehr noch: Mit 39540 Stimmen holt sie das viertbeste Resultat im Kanton St.Gallen überhaupt. Nur Lukas Reimann, Mike Egger und Roland Rino Büchel (alle SVP) schnitten besser ab.

Gewählt wurde Friedli von Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern aus allen Gemeinden des Kantons. In absoluten Zahlen erhielt sie am meisten Stimmen aus den Städten St.Gallen (2768), Rapperswil-Jona (1826), Wil (1733) und Gossau (1481). Auf Platz fünf folgte die erste Toggenburger Gemeinde. In Wattwil holte Friedli 1131 Stimmen. Mit diesen fünf Gemeinden hatte Friedli schon fast einen Viertel ihrer Stimmen zusammen. Im Schnitt holte sie pro Gemeinde rund 500 Stimmen. In rund der Hälfte der Gemeinden blieb Friedli unter 400 Stimmen, holte mit diesen aber einen Viertel ihrer Gesamtstimmenzahl.