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Viele Toggenburger Stimmen für Friedli

Für die überraschende Wahl war Esther Friedli auf die Stimmen aus dem Thur- und Neckertal, aber auch von ausserhalb angewiesen.
Ruben Schönenberger
Esther Friedli (SVP) schafft den Einzug in den Nationalrat. (Bild: Ralph Ribi)

Esther Friedli (SVP) schafft den Einzug in den Nationalrat. (Bild: Ralph Ribi)

Es war eine der Überraschungen am Wahlsonntag: Esther Friedli schafft es auf Anhieb, einen Sitz im Nationalrat zu ergattern. Und das, obwohl die SVP im Kanton St.Gallen einen Sitz verliert und alle St.Galler SVP-Nationalräte wieder angetreten sind. Die Ebnat-Kapplerin schafft es, mit Thomas Müller und Barbara Keller-Inhelder zwei Bisherige hinter sich zu lassen.

Mehr noch: Mit 39'540 Stimmen holt sie das viertbeste Resultat im Kanton St.Gallen überhaupt. Nur Lukas Reimann, Mike Egger und Roland Rino Büchel (alle SVP) schnitten besser ab.

Am meisten Stimmen aus den Städten

Gewählt wurde Friedli von Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern aus allen Gemeinden des Kantons. In absoluten Zahlen erhielt sie am meisten Stimmen aus den Städten St.Gallen (2768), Rapperswil-Jona (1826), Wil (1733) und Gossau (1481). Auf Platz fünf folgt die erste Toggenburger Gemeinde. In Wattwil holte Friedli 1131 Stimmen. Mit diesen fünf Gemeinden hatte Friedli schon fast einen Viertel ihrer Stimmen zusammen.

In grösseren Gemeinden sind natürlich auch mehr Stimmen zu holen. Friedlis Wahl wurde aber erst möglich, weil sie in vielen kleinen Gemeinden ebenso zu punkten vermochte. Im Schnitt holte Friedli pro Gemeinde rund 500 Stimmen. In rund der Hälfte der Gemeinden blieb sie unter 400 Stimmen, holte damit aber einen Viertel ihrer Gesamtstimmenzahl.

Das Potenzial im Toggenburg am besten ausgeschöpft

Die absoluten Zahlen lassen indes nur einen ungefähren Schluss zu, wie populär die SVP-Politikerin in den einzelnen Gemeinden ist. Das ist eher möglich, wenn man die Gesamtzahl der erhaltenen Stimmen ins Verhältnis zum theoretisch möglichen Maximum setzt. Letzteres ergibt sich aus der Anzahl gültiger Stimmzettel mal zwei, weil auf jedem Stimmzettel höchstens zweimal Friedlis Name hätte notiert werden können.

Bei dieser Betrachtung zeigt sich: Friedli schneidet vor allem im Toggenburg gut ab. In Nesslau holt sie fast einen Drittel der theoretisch möglichen Stimmen. Auch sieben weitere Toggenburger Gemeinden liegen in Friedlis persönlicher Top Ten. Am schlechtesten schöpft sie das mögliche Maximum in Lichtensteig aus, wo sie aber noch immer fast 17 Prozent des theoretisch Machbaren erreicht.

Das Toggenburg hat Friedli also tatkräftig unterstützt. Für die Wahl war sie dennoch auf andere Gemeinden angewiesen. Die Stimmen aus allen zwölf Gemeinden des Thur- und Neckertals machten nämlich nur 17,5 Prozent ihrer Gesamtstimmenzahl aus.

Lesen Sie mehr zu Esther Friedlis Ansichten in unserem Portrait aus dem Wahlkampf

Lesen Sie mehr zu den Nationalratswahlen

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