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In den Klassenzimmern wird es eng

Die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil wächst und braucht zusätzlichen Schulraum. Am 14. Juni befindet eine ausserordentliche Bürgerversammlung über den Projektierungskredit von 280'000 Franken. Zuvor hat ein Informationsabend stattgefunden.
Cecilia Hess-Lombriser
Sie informierten über die Schulraumerweiterung: Gemeindepräsident Karl Brändle, Schulratspräsidentin Le Bich Näf-Ha sowie Architekt Florian Schällibaum (von links). (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Sie informierten über die Schulraumerweiterung: Gemeindepräsident Karl Brändle, Schulratspräsidentin Le Bich Näf-Ha sowie Architekt Florian Schällibaum (von links). (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Zwei Dutzend Interessierte liessen sich am Mittwochabend über die Situation und die Entwicklung der Schülerzahlen informieren. Ebenso über die Gedanken, die gemacht worden sind, und wo die zunehmenden Klassen zukünftig untergebracht werden sollen. Primarschulratspräsidentin Le Bich Näf-Ha, Architekt Florian Schällibaum und Gemeindepräsident Karl Brändle machten die Auslegeordnung. Kommende Woche wird über einen Projektierungskredit von 280'000 Franken abgestimmt. Der Schulraum wird für das Schuljahr 2021/22 dringend benötigt.

Zu kleine und zu wenige Zimmer

«Es ist die Aufgabe des Schulrates, eine gute Infrastruktur zur Verfügung zu stellen», machte Le Bich Näf-Ha in ihrer Begrüssung bewusst. Diese sei zwar da, doch die Räume werden knapp. Bereits werden Kindergärtler nach Ganterschwil gefahren und das Oberstufenschulhaus BuGaLu bietet Gastrecht für den Handarbeitsunterricht. Bütschwil wächst, das Toggenburg wird zunehmend attraktiver und die Familien haben tendenziell wieder mehr als zwei Kinder.

Das Bütschwiler Schulhaus Dorf befindet sich aus diesem Blickfeld vor der katholischen Kirche. Gut zu sehen ist der Sportplatz. (Bild: Anina Rütsche)

Das Bütschwiler Schulhaus Dorf befindet sich aus diesem Blickfeld vor der katholischen Kirche. Gut zu sehen ist der Sportplatz. (Bild: Anina Rütsche)

Die Entwicklung führt zu räumlichen Engpässen in der Primarschule. Die Gemeinde muss handeln und beantragt deshalb einen Projektierungskredit. Die bestehenden Räume sind zudem zu klein für Klassen von 24 Kindern, was der gesetzlichen Maximalgrösse entspricht. Gruppenräume fehlen teilweise. Der Musikunterricht findet auf der Bühne der Turnhalle statt, derweil in der Halle Sport betrieben wird. Kinder und Lehrpersonen sind auf verschiedene Schulhäuser verteilt, was die Planung erschwert. «Die Zusammenarbeit untereinander und mit den Eltern wird schwierig», verdeutlichte die Schulratspräsidentin.

"Zusätzlicher Anbau ergibt keinen Sinn"

Florian Schällibaum von der Schällibaum AG Ingenieure und Architekten, Wattwil, zeigte die Analysen des bisherigen Schulraumes und die Ideen zur Realisierung einer Lösung auf. Das Schulhaus Dorf ist in mehreren Etappen gebaut und erweitert worden und sei in gutem Zustand. Ein zusätzlicher Anbau ergebe jedoch keinen Sinn. Nötig seien acht Einheiten, um der Entwicklung der Schülerzahlen gerecht zu werden und die nötigen Gruppenräume zur Verfügung stellen zu können. Beim bestehenden Trakt könnten mit einfachen Massnahmen Zimmer neu eingeteilt und Gruppenräume geschaffen werden. Es solle jedoch möglichst wenig in den Bau investiert werden, um ihn allenfalls in weiterer Zukunft ganz zu ersetzen.

Zusätzlich könnte auf der anderen Seite der Mittendorfstrasse, dort, wo der Parkplatz ist, ein Neubau für vier Klassen errichtet werden, der dann in erster Linie für den Kindergarten genutzt werden soll. Soweit ist angedacht worden. Mit dem Projektierungskredit soll die Planung im Frühling 2019 möglich werden. «Für den Bau gehen wir von einem Betrag von 4 bis 4,5 Millionen Franken aus», informierte Schällibaum.

Betrag ist in der Investitionsplanung enthalten

Karl Brändle zeigte die Investitionsplanung 2018 bis 2023 auf. Bis dahin hat die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil Projekte vorgesehen, die insgesamt rund 17 Millionen Franken kosten. Der Betrag für die Schulraumerweiterung ist darin enthalten. «Eine Investitionsplanung kann wieder angepasst werden, sie zeigt auf, was nötig wäre», betonte Brändle. Er erklärt, dass in den nächsten zwei Jahren bei gleichbleibendem Steuerfuss von 137 Prozent ein Defizit resultieren würde, aber ab 2021, dann, wenn der neue Schulraum zur Verfügung stehen sollte, wieder ein Einnahmeüberschuss erzielt werden würde.

Anwesende unterstützten das Ansinnen, bescheiden zu bleiben und dafür später richtig in einen Neubau zu investieren. «Es ist schwierig, die Entwicklung der Schülerzahlen vorherzusagen», sagten alle Verantwortlichen. Grundsätzlich waren sich alle einig: «Es muss rassig gehandelt werden, trotz der Ausweichmöglichkeiten im Oberstufenschulhaus.»

Hinweis

Ausserordentlich Bürgerversammlung, Donnerstag, 14. Juni, 20 Uhr, Turnhalle Primarschulhaus Dorf, Bütschwil.

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