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Interview

«Es wird eher günstiger» – Die Totalsperrung der Toggenburger Hauptachse ist finanziell ein Vorteil

Eine Woche war die Strasse zwischen Bazenheid und Lütisburg-Station gesperrt. Dass es nicht länger dauerte, war unter anderem einer speziellen Fräse zu verdanken.
Martin Knoepfel
Bruno Bulgheroni. Bild: PD

Bruno Bulgheroni. Bild: PD

Vom 22. bis zum 26.Juli erneuerte der Kanton St.Gallen den Belag auf der Strasse von Bazenheid bis Lütisburg-Station. Die Strasse war von Montag bis Freitag für den Verkehr gesperrt. Der Strassenkreisinspektor des Kreises Gossau, Bruno Bulgheroni, erläutert die Hintergründe der Sperrung.

Wie war es möglich, die Belagsarbeiten statt in zweieinhalb Wochen in nur einer Woche durchzuziehen? Haben Sie vorher zu viel Zeit einkalkuliert?

Bruno Bulgheroni: Nein, das war nicht der Fall. Ursprünglich war geplant, die Arbeiten unter Verkehr und in Etappen durchzuführen. Die Etappen wären 300 Meter lang geworden. Lichtsignale hätten den Verkehr geregelt. Da wir den Verkehr umleiten und die Strasse für die Belagsarbeiten sperren konnten, haben wir gewisse Arbeiten vorher unter Verkehr gemacht, etwa Randabschlüsse und Bankette. So konnten wir die Bauzeit senken. Wir haben für die Umleitung die Zustimmung der Gemeinde und der Kantonspolizei erhalten.

Hat es bei den Sanierungsarbeiten weitere Unfälle gegeben, abgesehen von dem Tag, als ein Lastwagen einen Bauarbeiter verletzte?

Nein, wir hatten zum Glück keinen weiteren Unfall. Alle Beteiligten gaben ihr Bestes, sodass wir die Strasse am Freitag wie geplant freigeben konnten.

Führte die raschere Arbeit zu Mehrkosten gegenüber der ursprünglichen Planung? Wenn ja, wie hoch waren die Mehrkosten?

Es gibt keine Mehrkosten gegenüber der Variante Bauen unter Verkehr. Es wird eher günstiger, da wir nicht in Etappen bauen mussten und da wir die Kosten für das Lichtsignal sparen konnten. Wir haben die Einsparungen aber nicht berechnet. Das Ziel war, die Verkehrsbehinderungen auf der wichtigen Achse vom und ins Toggenburg so kurz und so wenig schmerzhaft wie möglich zu gestalten.

Offenbar konnte Zeit gespart werden, indem zwei Fräsen eingesetzt wurden, um den alten Strassenbelag wegzufräsen. Weshalb geschieht das sonst nicht?

Es gibt nicht viele so grosse Fräsen auf dem Markt, die gerade verfügbar sind, wenn wir sie brauchen. Der Bauunternehmer besitzt selber keine solchen Fräsen, sondern er hat viel Aufwand auf sich genommen, um die Maschinen bei einem Subunternehmer zu mieten. Die Besitzer solcher Fräsen versuchen, diese in der Bausaison optimal auszulasten. Laut Zeitplan hätte der alte Belag am Montag vollständig weggefräst werden sollen. Wegen des Unfalls gab es eine Verzögerung. Man musste am Dienstag etwas länger arbeiten, damit die Strasse am Freitag wieder geöffnet werden konnte.

Ist die Belagserneuerung der Strasse zwischen Bazenheid und Lütisburg-Station der Massstab für weitere solche Projekte?

Man muss jedes Projekt für sich ansehen. Hier hatten wir die Chance, eine weiträumige Umleitung zu planen und das Projekt in dieser Ferienwoche zu realisieren. Diese Rahmenbedingungen haben wir nicht überall.

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