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«Es isch Morgä im Neckertal, wänn ich gäge d'Wand min Wecker knall» – Rapper Greis erklärt Oberstufenschülern spielerisch das Urheberrecht

Der Rapper Greis kommt ins Neckertal, um die Oberstufenschüler über Urheberrechte von Künstlern aufzuklären. Ausserdem dichtet er zusammen mit den Schülern einen Song.
Julia Engel
Rapper Greis und die Moderatorin Erika Weibel von «respect copyright!» (Bild: Julia Engel)

Rapper Greis und die Moderatorin Erika Weibel von «respect copyright!» (Bild: Julia Engel)

«Dürft ihr für den Pausenkiosk einfach so Musik über die Boxen laufen lassen?» So leitet Werner Höller, Schulleiter der Oberstufe Necker, am Donnerstag die Veranstaltung zum Thema Urheberrecht ein und unterbricht damit den regen Betrieb in der Aula. Gemurmel unter den Schülerinnen und Schülern lässt vermuten, dass die Antwort auf diese Frage nicht allen klar ist.

Mehr Respekt fürs Urheberrecht

Die Einstiegsfrage sollte nicht die einzige bleiben, welche die Schüler gestellt bekommen. Darf man Musik aus dem Internet herunterladen? Oder für einen Filmabend mit Kollegen einen Film aus dem Internet streamen? Die Veranstaltung soll den Oberstufenschülern zeigen, was erlaubt ist und was eben nicht. Organisiert wurde der Anlass von «respect copyright!», einem Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Jugendliche für Urheberrechte von Kunstschaffenden zu sensibilisieren. Dahinter stehen fünf Verwertungsgesellschaften, anwesend beim Anlass im Neckertal waren je eine Vertreterin von Suisa, Erika Weibel, und Suissimage, Brigitte Meier.

Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen

Musikalisch unterstützt wurde der Anlass von Rapper Greis, mit bürgerlichem Namen Grégoire Vuilleumier, der seinen Song «Härz us Gold» aufführte. In einem Quiz konnten später drei Schüler die neuste CD des Künstlers gewinnen. So hat der Rapper zum einen die Chance, Werbung für seine Musik zu machen, zum anderen die Schüler über das Thema Urheberrecht und seine Arbeit als Künstler aufzuklären.

Anhand eines eigenen Liedes erklärte Greis den Oberstufenschülern, er selbst hätte nur das Urheberrecht für den Text seiner Lieder, der musikalische Teil wurde von sechs anderen Personen übernommen und somit liege auch das Copyright in deren Hand. Copyright heisst so viel wie Urheberrecht, es ist also das Recht, über die eigene Kunst allein zu verfügen. Wollen andere Leute seine Musik verwenden, müssen sie ihn zuerst kontaktieren. Geld bekomme er für seine Arbeit erst, wenn Leute sein Kunstwerk kaufen oder eines seiner Konzerte besuchen, durch Gratisanbieter wie Spotify oder Youtube verdiene er nur knapp ein Sandwich.

Der nächste grosse Hit aus dem Neckertal

Schliesslich sollen die Schüler kreativ werden und gemeinsam mit Greis einen Rap-Song dichten, dessen Anfang wie folgt lautet: «Es isch Morgä im Neckertal, wänn ich gäge d Wand min Wecker knall.» Greis rappt den Text und versucht dabei seinen Berner Dialekt gegen den des Kantons St.Gallens auszutauschen, was für einige Lacher sorgt. Innerhalb von wenigen Minuten steht ein neuer Song, dessen Urheberrecht Greis den Schülern überträgt und sie dazu auffordert, ihn fertig zu schreiben und online zu stellen. Vielleicht werde dieses Lied ja der nächste grosse Hit, meint Greis.

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