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Es herrscht kein Hundewetter – Wie Haustieren das Leben in der Hitze erleichtert werden kann

Nicht nur Menschen, sondern auch Tiere merken die Hitzewelle. Tierheime und -Kliniken treffen deshalb Vorkehrungen, um ihren Schützlingen das Leben leichter zu machen.
Michael Hehli
Die Hündin Clarys im Tierheim Papageien- und Büsihof in Dicken liebt es, im Kinderbädli mit ihrem Ball zu spielen. (Bild: Michael Hehli)

Die Hündin Clarys im Tierheim Papageien- und Büsihof in Dicken liebt es, im Kinderbädli mit ihrem Ball zu spielen. (Bild: Michael Hehli)

Das Toggenburg erlebt eine Hitzewelle. Auch auf dem Papageien- und Büsihof in Dicken ist diese spürbar. «Man sieht es den Tieren an, sie liegen lahm herum», erzählt Marcel Jung, Leiter des Hofes.

Heisse Tipps für Tierhalter

Menschen sind nicht die einzigen, die unter der Hitzewelle leiden. Auch Tiere haben es schwer. Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz fertigte deshalb eine Liste mit Tipps für Tierhalter an. Empfohlen wird unter anderem, mit Hunden keine anstrengenden Aktivitäten in der Hitze durchzuführen und Spaziergänge auf Morgen und Abend in möglichst kühle Gebiete zu verschieben. Asphalt sollte vermieden werden, da dieser sich in der Sonne sehr schnell aufheizt und die Pfoten verletzen kann. Tiere sollten niemals im Auto zurückgelassen werden. Katzen und anderen Kleintieren kann Erleichterung verschafft werden, indem die Aussenseite der Ohren mit Wasser benetzt wird. Käfige sollten nicht auf dem Balkonboden, welcher sich schnell aufheizen kann, und nicht in der Sonne stehen. Die vollständige Liste mit Tipps ist auf der Website der Stiftung – www.susyutzinger.ch zu finden. (pd/mih)

Dort wird die Hitze bekämpft, indem für genügend Trinkwasser und Schatten gesorgt wird. Die Papageien werden mit Wasser bespritzt, während die Hunde ihre Spaziergänge auf die kühleren Morgen- und Abendstunden verschieben müssen.

Hunde dürfen nicht im Auto gelassen werden

Hundehaltern rät Jung, ihre Gefährten niemals im Auto warten zu lassen und sie vor der prallen Sonne zu schützen, da Hunde nicht schwitzen können und daher schnell überhitzen.

Auch der heisse Asphalt kann ein grosses Problem darstellen. «Ich habe schon zweimal erlebt, dass ein Hund mit offenen, vom Asphalt verbrannten Pfoten bei uns ankam. Kein schöner Anblick. Die Heilung dauerte wochenlang», erinnert sich Jung.

Das grösste Risiko bestehe, wie auch bei Menschen, für alte und übergewichtige Tiere. «Es ist traurig, dass so viele Leute übergewichtige Tiere haben», meint er. Gerade diese müssten bei normalem Gewicht weniger leiden.

Viellicel geniesst den Schatten im Papageien- und Büsihof Dicken. (Bild: Michael Hehli)

Viellicel geniesst den Schatten im Papageien- und Büsihof Dicken. (Bild: Michael Hehli)

Ein Kinderbädli für Vierbeiner

Die Tierklinik in Nesslau ist hingegen mit einer Klimaanlage ausgestattet, welche Mensch wie Tier Erleichterung verschafft. Tierärztin Carla Leutenegger wollte am Dienstag noch nicht von einem Problem sprechen, da die Hitze gerade erst begonnen hatte. Ihrer Erfahrung nach haben neben alten Tieren insbesondere Herzpatienten, Hunde mit einer kurzen Schnauze und allgemein Vierbeiner mit Atemproblemen Mühe bei hohen Temperaturen.

In der angegliederten Tierpension wird die gefühlte Temperatur derweil mit Ventilatoren kontrolliert. Draussen können sich die Tiere in den Schatten und in ein Kinderbädli legen.

In der Ferienzeit sei das Heim jeweils voll. Probleme gebe es allerdings keine, da auf alle Tiere, und insbesondere die Risikopatienten, bei Hitze besonderes Augenmerk gelegt werde.

Wie bei den Menschen ist die Hitze auch nicht für alle Tiere eine Belastung. Die Schildkröten und Papageien des Papageien- und Büsihofes in Dicken fühlen sich bei den momentan herrschenden Temperaturen dank ihrer exotischen Herkunft pudelwohl. Die restlichen Tiere freuen sich derweil auf kühlere Tage.

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