Erfolgreiche Jubiläums-Coupes-Aktion fürs Hemberger Gastgewerbe

Der Verkehrsverein Hemberg-Bächli unterstützte lokale Tourismusbetriebe mit mehr als 25’000 Franken.

Urs M. Hemm
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Maria Raschle, Präsidentin des Verkehrsvereins Hemberg-Bächli (links) und Kassiererin Mirjam Zürcher präsentierten im vergangenen Juni ihre Jubiläumsaktion.

Maria Raschle, Präsidentin des Verkehrsvereins Hemberg-Bächli (links) und Kassiererin Mirjam Zürcher präsentierten im vergangenen Juni ihre Jubiläumsaktion.

Bild: PD

Eigentlich sollte das Jahr 2020 für den Verkehrsverein Hemberg-Bächli ein Jubeljahr werden, denn der Verein feiert sein 125-jähriges Bestehen. «Wir hatten anfangs verschiedene Ideen, wie wir die Bevölkerung und unsere Gäste an diesem Jubiläum teilhaben lassen können», sagte Maria Raschle, Präsidentin des Verkehrsvereins Hemberg-Bächli, im Juni dieses Jahres.

Zur Diskussion standen beispielsweise eine neue Feuerstelle oder ein neuer Wanderweg. Dann kamen aber Corona und der Lockdown und damit die Sorge um das Fortbestehen der lokalen Tourismusbetriebe.

Daher lancierte der Verkehrsverein Hemberg-Bächli Ende Juni eine Gutschein-Aktion, welche die Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe in der Gemeinde Hemberg in der schwierigen Zeit des Lockdown und in der Zeit danach unterstützen sollte. Budgetiert waren 25’000 Franken. Jetzt, vier Monate seit Beginn der Aktion, ziehen Maria Raschle und die hiesigen Gastrobetreiber eine positive Bilanz.

Über 3000 Jubiläums-Coupes verkauft

Als «unerwartet grossen Erfolg» bezeichnet Maria Raschle die Jubiläums-Coupe-Aktion. So wurden seit Beginn der Aktion über 3000 Glace-Kreationen in den fünf Restaurants Rössli, Löwen, Hörnli, Alpstöbli und Frohwies serviert.

Die Idee war, einen eigens für das Jubiläum ausgearbeiteten Coupe für fünf Franken zu verkaufen. Wie der Coupe aussehen sollte, war nicht vorgegeben – jedes Restaurant konnte den Gästen eine eigene Kreation servieren. Die Differenz zum tatsächlichen Preis wurde vom Verkehrsverein übernommen. Silvia Frei vom Alpstöbli sagt:

«Der Coupe war der Riesenrenner. Die Gäste haben diese Aktion sehr gut angenommen.»

Der Coupe im Alpstöbli bestand unter anderem aus frischen Früchten, Joghurt-Glace und Trauben-Sorbet. «Besonders während der heissen Sommertage wurde er oft bestellt», sagt Silvia Frei.

Monika Müller vom Gasthaus Pension Frohwies in Bächli zieht eine ähnliche Bilanz. Sie sagt:

«Die Aktion des Verkehrsvereins hat uns geholfen, sodass das Sommergeschäft für uns nicht allzu schlecht lief.»

Was in der derzeitigen Situation noch mehr getan werden kann, um Gastrobetriebe in dieser Lage unterstützen zu können, wisse sie nicht. «Ich hoffe einfach, dass sich ganz allgemein die Situation wieder stabilisiert und das Leben normal weitergehen kann.»

Budgetrahmen von 25'000 Franken überschritten

Neben dem Fünf-Franken-Jubiläums-Coupe verkaufte der Verkehrsverein zudem Konsumationsgutscheine. Für 20 Franken konnte ein Dreierpaket Gutscheine im Wert von je 20 Franken für jeweils drei der fünf Restaurants gekauft werden. Diese Gutscheine konnten dann ab einem Konsumationswert von 80 Franken eingelöst werden. Die Wirte ihrerseits konnten schliesslich die eingelösten Gutscheine dem Verkehrsverein zur Rückvergütung einreichen.

Maria Raschle sagt:

«Anfangs lief der Verkauf der Gutscheine gut. Dann aber ist die Nachfrage regelrecht eingeschlafen.»

Über die Gründe könne sie nur spekulieren, vielleicht war aber das System den Kunden zu kompliziert. Das bestätigt auch Edith Schelling, Bäckerei/Konditorei/Restaurant Hörnli: «Während die Coupe-Aktion bei uns sehr gut lief, wurden nur sehr wenige Konsumationsgutscheine eingelöst.»

Die niedrige Nachfrage nach den Konsumationsgutscheinen sei gemäss Maria Raschle aber insofern nicht so tragisch, als die Coupe-Aktion das Budget von 25’000 Franken schon beinahe sprengte. Zudem sei die Endabrechnung der dritten Jubiläumsaktion noch ausstehend. In dieser offerierte der Verkehrsverein Übernachtungsgästen eine kostenlose Begehung des Detektiv-Trails Hemberg.

«Auch wenn der Verkehrsverein am Ende mehr ausgibt, als ursprünglich vorgesehen war, ist das nicht schlimm», sagt Maria Raschle. «Die Hauptsache ist, wir konnten dem lokalen Tourismusgewerbe ein wenig unter die Arme greifen und in einer schwierigen Zeit helfen.»