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Erfolg für die Weinbaugenossenschaft Lichtensteig: Zur dritten GV den ersten Wein verkostet

Nach Jahren harter Arbeit von unzähliger Genossenschaftern und Freiwilligen, konnte der erste, eigene Wein der Weinbaugenossenschaft Lichtensteig entkorkt werden.
Martin Knoepfel
Julia Leijola schenkt den ersten Weisswein der Weinbaugenossenschaft Lichtensteig ein. (Bild: Martin Knoepfel)

Julia Leijola schenkt den ersten Weisswein der Weinbaugenossenschaft Lichtensteig ein. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Tische in der «Bahnhalle», dem Restaurant des Chössi-Theaters, sind im Halbkreis angeordnet. Schalen mit Apérogebäck und Erdnüsschen stehen auf den Tischen, dazu Wasserkaraffen und -gläser, aber keine Weingläser, was vielleicht den einen oder andern enttäuscht.

Am Freitagabend tritt sich die Weinbaugenossenschaft Lichtensteig zur dritten Generalversammlung (GV). In der Einladung angekündigt ist nichts weniger als die Verkostung des ersten eigenen Weines. 23 Mitglieder kommen, und die eher trockenen statutarischen Geschäfte der GV gehen in rund 50 Minuten über die Bühne.

Rebstöcke für Ersatzpflanzungen gekauft

Die GV genehmigt den Jahresbericht und entlastet den Vorstand. Erwartungsgemäss schliesst die Rechnung mit einem Defizit ab. Wie Kassier Harry Eichholzer erklärt, sind in den ersten drei Jahren keine Einnahmen zu erwarten. Die grösste einzelne Ausgabe sind 2018 Rebstöcke für Ersatzpflanzungen. Die wieder kandidierenden bisherigen Vorstandsmitglieder Julia Leijola, Harry Eichholzer, Stephan Haller, Peter Jaggi und Susi Stockhammer werden einstimmig bestätigt.

Von einem «mega-schönen Sommer» und von «idealem Wetter für die Reben» spricht die Präsidentin. Allerdings hat der trockene Sommer 2018 den jüngeren Rebstöcken, die noch weniger tief wurzeln, einigen Stress gebracht.

Erster Wümmet am 8. September

Am 8. September findet der erste Wümmet – für den Weisswein – statt, zehn Tage später der zweite, für den Roten. Von den Solaris-Trauben werden 113 Liter Weisswein gekeltert. Von den Divico-Trauben sind es 13 Liter Rotwein. Dazu kommen weitere 13 Liter Cabernet-Jura – «er wird fein», macht Julia Leijola den Anwesenden den Mund wässrig. Ferner gibt es 15 Liter Muscat Bleu. Dazu kommen 14 Liter «Mini Marc». Die Muscat-Bleu-Trauben werden dieses Jahr als Tafeltrauben verkauft werden, was sie ja auch sind.

Die gut besonnte Lage des Rebbergs in Lichtensteig begünstigt die Qualität des Weines. (Bild: Urs M. Hemm, 26. September 2018)

Die gut besonnte Lage des Rebbergs in Lichtensteig begünstigt die Qualität des Weines. (Bild: Urs M. Hemm, 26. September 2018)

Die Präsidentin betont, dass es sich beim von der Genossenschaft produzierten Wein um Naturwein handelt, das heisst, es werden im Rebberg keine Insektizide verwendet, und der Wein ist weder geschwefelt noch filtriert. Er ist nicht allzu lange haltbar: Man sollte ihn in ein bis zwei Jahren trinken. Öffentlich kaufen kann man ihn allerdings nicht, denn aus rechtlichen Gründen darf die Genossenschaft ihn nur an ihre Mitglieder verkaufen.

Dann kommt der grosse Moment: Harry Eichholzer entkorkt die erste Flasche – Schraubverschlüsse kommen für die Genossenschaft nicht in Frage – und dann noch eine und noch eine. Die Präsidentin lässt die goldgelb schimmernde Flüssigkeit in die Weingläser fliessen. Übereinstimmend erhält der Weisse von den Anwesenden sehr gute Noten, eine Einschätzung, der sich der Berichterstatter gerne anschliesst.

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