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Wattwil soll aus Dornröschenschlaf aufwachen

In fünf Jahren kann das Zentrum Wattwil komplett umfahren werden. Damit dann immer noch viele Besucherinnen und Besucher ins Dorf kommen, muss in der Gemeinde einiges geschehen.
Ruben Schönenberger
Die Thursanierung soll zu einem neuen Bild des Wattwiler Zentrums beitragen. Beispielsweise mit Fluss­zugängen im Bereich des künftigen Campus Wattwil. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Thursanierung soll zu einem neuen Bild des Wattwiler Zentrums beitragen. Beispielsweise mit Fluss­zugängen im Bereich des künftigen Campus Wattwil. (Bild: Martin Knoepfel)

«Dornröschen erwacht und fängt sich langsam an zu strecken.» Was nach Märchen tönt, ist Marc Bohnenblusts Analyse der aktuellen Situation im Dorf Wattwil. Bis der sprichwörtliche Dornröschenschlaf aber tatsächlich vorbei ist, dürfte es noch etwa fünf Jahre dauern. Dann soll die zweite Etappe der Umfahrung Wattwil eröffnet werden. Damit bleibe noch etwas Zeit, um auch das Schloss und den Hofstaat auf Vordermann zu bringen, setzte Bohnenblust am ersten «Zentrum-Znüni» des Vereins Zentrum Wattwil im neuen Jahr die Analogie fort. Die Ausgangslage ist eindeutig: Wenn ab 2022 oder 2023 das Zentrum von Wattwil komplett umfahren werden kann, kommt nur noch ins Dorf, wer auch tatsächlich etwas dort erledigen muss oder will. Entsprechende Anreize könnten gleich mehrere Projekte schaffen. Schon weit fortgeschritten ist das Projekt Bahnhof Süd. In unmittelbarer Nachbarschaft des Bahnhofs Wattwil entstehen 75 neue Wohnungen und 1900 Quadratmeter Ladenfläche. Schon diesen Frühling könnten die ersten Arbeiten starten. Dazu gehört die Um­gestaltung des Einlenkers Austrasse.

Vom Bahnhof in beide Richtungen

In jenem Gebiet soll künftig auch der «Werkraum Holz» entstehen. Unter diesem Arbeitstitel läuft aktuell ein Ideenwettbewerb. Architekten sollen Vorschläge erarbeiten, wie sowohl Unternehmen als auch Zusatznutzungen am selben Ort möglich sind. «Denkbar wären zum Beispiel Übernachtungsmöglichkeiten», sagte Bohnenblust. Diesbezüglich sei die Lage in Wattwil sowieso problematisch.

Auch vom Bahnhof in die andere Richtung soll einiges geschehen. Die Strassenraumgestaltung im Bereich der Bahnhof- und der Poststrasse könnte schon im November zur Abstimmung gelangen. Entstehen soll ein verkehrsberuhigtes Dorfzentrum, das zudem mit einem Klangsystem ausgestattet werden soll. «So schaffen wir etwas Zusammenhängendes, eine Art Open-Air-Einkaufszentrum», erklärte Bohnenblust. Die entstehende Shoppingmeile soll zudem mit Informationstafeln ausgestattet werden, auf denen auch Werbung geschaltet werden kann. Um die unter Umständen doch beträchtlichen Distanzen zwischen den verschiedenen Angeboten in Wattwil einfach überbrücken zu können, sind Angebote zur Velomiete vorgesehen.

Damit das Vorhaben ein Erfolg werde, brauche es auch die Unterstützung des Gewerbes, betonte Bohnenblust. Der Verein Zentrum Wattwil will auch hier Unterstützung bieten. Für Fassadenrenovationen von Geschäften an den Einfallstrassen oder im Zentrum spricht der Verein Unterstützungsbeiträge und in einem Wettbewerb sollen die drei schönsten Läden ausgezeichnet werden.

Jetzt schon an Weihnachten denken

Dass der junge Verein diese Angebote machen kann, liegt auch daran, dass er erfolgreich gestartet ist. Er verfügt bereits über 45 Mitglieder, in der Sponsorenvereinigung sind sechs von acht Plätzen besetzt. Mit dieser Sicherheit im Rücken plant der Verein schon weit voraus. Vom 20. bis 23. Dezember soll der Weihnachtsmarkt neu auf der eigens dafür gesperrten Bahnhofstrasse stattfinden. Auch der Adventssamstag und der Sonntagsverkauf werden in dieser Zeitspanne stattfinden. Um den Anlass noch spezieller zu machen, steht er unter dem Motto «Rock Christmas». Welche Musiker auftreten werden, ist indes noch nicht klar.

Alle Bemühungen nützen jedoch nichts, wenn niemand davon erfährt. Oder, wie Bohnenblust abschliessend sagte: «Heute reicht es nicht mehr, die schönsten Eier zu legen. Man muss auch laut gackern.»

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