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Enger Zeitplan auf der Baustelle: «Kein Spielraum bei Verzögerungen»

Demnächst werden die Sanierungsarbeiten auf der Umfahrung Lichtensteig abgeschlossen sein.
Urs M. Hemm
Gut geschützt bringt ein Arbeiter die Spezialfarbe an den Wänden im Aeulitunnel auf. Die helle Farbe reflektiert das Licht und macht so den Tunnel heller. (Bild: Urs M. Hemm)

Gut geschützt bringt ein Arbeiter die Spezialfarbe an den Wänden im Aeulitunnel auf. Die helle Farbe reflektiert das Licht und macht so den Tunnel heller. (Bild: Urs M. Hemm)

Im Tunnel Flooz, gleich bei der Ausfahrt Wattwil Bunt, ist es erstaunlich ruhig. «Hier sind die Arbeiten weitmöglichst abgeschlossen», sagt Adrian Hörler, Projektleiter bei der Sektion Kunstbauten beim Tiefbauamt des Kantons St.Gallen. Im Aeulitunnel in Richtung Dietfurt hingegen sind die Bauarbeiten noch in vollem Gang. Adrian Hörler ist erfreut über den Fortschritt, den er im Aeuli sieht. «Offenbar wurde hier bis spät in die Nacht gearbeitet, dass die Arbeiter jetzt bereits mit dem Auftragen der Beschichtung beginnen können», sagt er. Gearbeitet wird in zwei Schichten, denn der Zeitplan ist sehr eng getaktet, so dass in den ersten Wochen auch samstags gearbeitet werden musste. «Denn Spielraum bei Verzögerungen gibt es praktisch keinen», sagt Adrian Hörler.

Bevor die Farbe aufgetragen werden kann, wird der Übergang zum Beton sauber abgeklebt. (Bild: Urs M. Hemm)

Bevor die Farbe aufgetragen werden kann, wird der Übergang zum Beton sauber abgeklebt. (Bild: Urs M. Hemm)

Solche können durch technische Probleme, aber auch witterungsbedingt entstehen. Denn das Auftragen respektive das Abtrocknen der unterschiedlichen Mörtel-, Spachtel- und Farbschichten sei einerseits abhängig von der Temperatur, andererseits spiele die Luftfeuchtigkeit und der Taupunkt eine grosse Rolle. Bis hierhin jedoch habe der Zeitplan eingehalten werden können, so dass die Umfahrung pünktlich auf den 1. August wieder für den Verkehr geöffnet werden könne.

220 Tonnen Mörtel und 1,3 Tonne Farbe

Adrian Hörler, Projektleiter Sektion Kunstbauten beim Tiefbauamt Kanton St.Gallen. (Bild: PD)

Adrian Hörler, Projektleiter Sektion Kunstbauten beim Tiefbauamt Kanton St.Gallen. (Bild: PD)

Pro Schicht sind etwa 20 Arbeiter verschiedener Firmen im Einsatz. «Die Abstimmung untereinander ist jeweils eine Herausforderung, weil der Fortschritt der Arbeiten der einen Spezialfirma in direkter Abhängigkeit zur weiteren Arbeit der anderen steht», sagt Adrian Hörler. Zu diesen Arbeiten gehörten unter anderem im Flooz wie auch im Aeulitunnel zunächst das Abtragen des maroden Betons mit Höchstwasserdruck. Danach begann der Neuaufbau der Wände mit einem Reprofiliermörtel und zwei Schichten Kratz- und Egalisierungsspachtel. Zuletzt folgt die Beschichtung mit einer speziellen Farbe, die das Licht reflektiert, den Tunnel also heller erscheinen lässt. Gleichzeitig muss die Farbe auch leicht zu reinigen sein. Insgesamt werden nach diesen Sanierungsarbeiten rund 220 Tonnen Mörtel und 1,3 Tonnen Farbe verarbeitet sein.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wurden im Flooztunnel alle Lampen gründlich gereinigt und defekte Leuchtmittel ausgetauscht. (Bild: Urs M. Hemm)

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten wurden im Flooztunnel alle Lampen gründlich gereinigt und defekte Leuchtmittel ausgetauscht. (Bild: Urs M. Hemm)

Neben der Sanierung der Tunnelwände wurde auch beidseitig das Strassenbankett, also die schmalen Trottoirs am Strassenbahnrand, erneuert. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf etwa zwei Millionen Franken.

Solche umfangreichen Sanierungsarbeiten seien – abhängig vom Verkehrsaufkommen – alle 20 bis 30 Jahre nötig. «Kleinere Wartungsarbeiten und eine regelmässige Reinigung der beschichteten Tunnelwände entfallen dadurch natürlich nicht.»

Neue Notbeleuchtung installiert

Eine komplette Schliessung eines ganzen Strassenabschnittes werde auch immer dazu genutzt, andere, von der eigentlichen Sanierung unabhängige Arbeiten, zu erledigen. So wurden beispielsweise auf dem Strassenabschnitt zwischen den beiden Tunnel an den Stützmauern die Betonflächen instandgesetzt. Zudem wird die ganze Beleuchtung gereinigt und, wo nötig, die Leuchtmittel ersetzt. Es wurde ausserdem in den Banketten eine Notbeleuchtung angebracht, welche im Notfall den Automobilisten den Weg zum nächstgelegen Notausgang weisen soll.

Eine Notbeleuchtung wurde beidseitig im Bankett eingebaut. (Bild: Urs M. Hemm)

Eine Notbeleuchtung wurde beidseitig im Bankett eingebaut. (Bild: Urs M. Hemm)

Bevor der Verkehr am Donnerstag wieder rollen kann, werden die beiden Tunnel noch einmal komplett gereinigt. Das Abwasser floss während der ganzen Bauzeit nicht etwa einfach in die Abwasserreinigungsanlage. «Das Wasser fliesst zuerst in ein grosses Absetzbecken, in welchem die Feststoffe absinken. Danach kommt es in ein Neutralisationsanlage, in der ein weiteres Absetzbecken ist und dann erst in Abwasserreinigungsanlage», sagt Adrian Hörler.

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