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Endlich ein störungsfreies Rennen

50 Jahre nach dem ersten Bergrennen am Hemberg ging am Sonntag das siebte seit der Neulancierung und das dreissigste überhaupt über die Neckertaler Naturbühne. Es war, im Vergleich zu früheren Jahren, ein Rennen ohne besondere Ereignisse.
Michael Hug
Auch mit Oldtimern kommt man schnell den Berg hoch. (Bild: Michael Hug)

Auch mit Oldtimern kommt man schnell den Berg hoch. (Bild: Michael Hug)

Störungsfrei und auf die Minute gemäss dem Zeitplan ging am Sonntag im späteren Nachmittag das siebte neue Bergrennen Hemberg und zugleich das dreissigste überhaupt zu Ende. «Alles verlief nach Plan dieses Jahr», so OK-Chef Christian Schmid, «zum ersten Mal gab es keine Störungen.»

Nachdem in den letzten Jahren immer etwas den Ablauf störte, schwere Unfälle, Aufräumarbeiten, Unwetter, zu grosser Zuschauerandrang, war dieses Mal nichts los. Ausser eben die spektakulären Rennen, bei denen am Sonntagnachmittag durch Marcel Steiner mit 53.76 Sekunden ein neuer Streckenrekord aufgestellt wurde.

Früher kamen bis zu 15'000

Das gute Wetter war wohl ein Förderer der guten Stimmung und des wieder leicht höheren Zuschaueraufkommens. Insgesamt hätten gut 7500 Fans die Rennen gesehen, das ist der zweithöchste Stand seit der Wiederaufnahme des neuen Bergrennens im Jahr 2012. Doch es ist längst nicht die Zahl, die zwischen 1968 und 1991 erreicht wurde: 15'000. «Wir wollen verbranntes Benzin riechen, nicht surrende Elektromotoren!» So sagte es ein Fan am Samstag im Training. Was soll man nach Zürich fahren, wenn man am Hemberg grossartigen Motorsport in einer noch grossartigeren Naturbühne, sprich Rennstrecke, erleben kann. Der Fan so weiter: «Es muss knallen und dröhnen, nicht nur surren!» Ausserdem wolle man so ein Rennen nicht wie in einem Käfig sehen.

Grosser Werbeblock in Zürich

Ein weiterer Grund, warum die Rennsportfans lieber ans Bergrennen gingen als an die Formel-E-Veranstaltung in Zürich, sagte ein Mitglied des nationalen Autosportkomitees anlässlich eines live aus Zürich übertragenen Interviews: «Hier in Zürich nimmt der Show- und Werbeblock viel mehr Aufmerksamkeit in Anspruch als das Rennen selbst.»

In Hemberg finden auf der Rennstrecke auch Show und Werbung statt, doch sie drängt sich nicht auf und stiehlt dem Rennen nicht die Aufmerksamkeit. Das Hemberger Rennen eröffnet jeweils die Saison der Schweizer Meisterschaften. Das bedeutet, dass es für ambitionierte Fahrer Pflicht ist, teilzunehmen.

Freiwillig für Oldtimer

Währenddessen nehmen die Fahrer der Oldtimer, der superteueren Sportwagen und der Spassmobile - unter anderen ein umgebauter Zweierbob - freiwillig teil und kommen auch für die Kosten auf. Seine verursachten Kosten noch nicht bezahlt hat Richard Hammond, der Fahrer des im letzten Jahr schwer verunfallten 1200-PS-Prototypen. Das OK des Bergrennens versucht noch heute, die Summe für die Rettung und Überführung ins Spital sowie die Entsorgung des Elektrofahrzeugs auf dem juristischen Weg einzutreiben.

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