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Regierung verabschiedet Campus-Botschaft: Ende eines zähen Wegs zeichnet sich ab

Schon bald wird der Kantonsrat über den Campus Wattwil befinden. Seit gestern Dienstag ist die regierungsrätliche Botschaft verabschiedet. 108 Millionen beträgt der nötige Kredit. Im Toggenburg ist man erfreut, dass ein weiterer Meilenstein geschafft ist.
Ruben Schönenberger
Läuft alles nach Plan, hat das bisherige Gebäude der Kantonsschule bald ausgedient. (Bild: Michel Canonica)

Läuft alles nach Plan, hat das bisherige Gebäude der Kantonsschule bald ausgedient. (Bild: Michel Canonica)

Die Regierung des Kantons St.Gallen hat die Botschaft zum Campus Wattwil verabschiedet, wie einer am Dienstag verschickten Mitteilung zu entnehmen ist. Demnach beantragt die Regierung dem Kantonsrat einen Kredit von 108 Millionen Franken, um die Kantonsschule neu zu bauen und das Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) Toggenburg zu sanieren und zu erweitern. Damit nimmt das Projekt einen weiteren Schritt.

Im Toggenburg reagiert man erfreut auf die Nachrichten aus der Regierung. «Die Botschaft ist in etwa so, wie wir sie erwartet haben», sagt Ivan Louis, Kantonsrat und Präsident des Vereins Campus Wattwil. Ähnlich tönt es bei der Gemeinde Wattwil. «Wir sind sehr erfreut über die Zuleitung an das Parlament. Neben dem Grundsatzentscheid der Regierung ist das einer der Meilensteine», sagt Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner. «Jetzt verlässt das Projekt die Vorbereitungsphase und geht in die öffentliche Phase. Das ist ein entscheidender Zeitpunkt, auf den wir einige Zeit gewartet haben.» Und auch bei der Region Toggenburg ist man guten Mutes, wie Geschäftsführer Daniel Blatter auf Anfrage mitteilt.

Trotzdem wähnt man sich im Toggenburg noch nicht in Sicherheit. «Aus dem Linthgebiet wird bis zum Abstimmungssonntag Widerstand kommen. Dabei war es ein politischer Kompromiss, der eigentlich heute noch gilt: Die Kantonsschule in Wattwil und die Hochschule für Technik in Rapperswil», sagt Gunzenreiner. «Wir müssen den Fokus jetzt darauf legen, die Kantonsräte zu überzeugen, dass Wattwil die richtige Lösung ist.» Das müsse man dann auch in den Abstimmungskampf weitertragen und aufzeigen, dass der geplante Campus eine moderne und attraktive Infrastruktur biete, die noch dazu sinnvoll konzentriert sei. «Es braucht eine positive Haltung aus dem Toggenburg, die unisono erfolgt», sagt Gunzenreiner weiter.

Debatte im Kantonsrat dürfte intensiv werden

«Aus dem Linthgebiet werden Begehrlichkeiten kommen. Wir werden uns für den Standort Toggenburg weiter anstrengen müssen», sagt auch Blatter. Und Louis hofft, dass der Kantonsrat verstehe, dass man an dieser Botschaft nicht noch grundsätzliche Änderungen vornehmen könne. «Schon so dauert es bis 2028, bis alles fertig ist. Eine Änderung brächte uns zurück auf Feld 1.»

Auch Regierungsrat Marc Mächler geht von intensiven Diskussionen im Kantonsrat aus. «Ich erwarte eine hässliche Debatte, so ist die Politik», sagte Mächler an der Jahresmedienkonferenz der Regierung. Viel Hoffnung sollte man sich im Linthgebiet wohl nicht machen. Die Regierung verweist in der Botschaft unter anderem auf regionalpolitische Überlegungen. «Der Campus Wattwil leistet einen Beitrag, eine Region mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Weg über ihre Stärkung als Bildungsstandort nachhaltig zu fördern. Durch einen Campus kann Wattwil proaktiv als regionales Zentrum gestärkt werden.»

Der Campus ermöglicht die Stärkung Wattwils auch durch die Gesamtsportanlage. Zu dieser hat die Stimmbürgerschaft schon Ja gesagt, das Projekt ist aber an das Zustandekommen des Campus geknüpft. Auch deshalb ist die Vorlage für die Gemeinde wichtig. Gunzenreiner zeigt sich optimistisch: «Wir können mit einer gewissen Überzeugung weitermachen. Es war ein zäher Weg, aber jetzt biegen wir auf die Zielgerade ein.» Der Verein Campus Wattwil tut das ebenso und lädt am 21. Januar zur Informationsveranstaltung, an der auch die Regierungsräte Marc Mächler und Stefan Kölliker teilnehmen.

Abstimmung vermutlich im November

Das letzte Wort haben die Stimmbürger, voraussichtlich im November. «Vor der Abstimmung habe ich keine Angst», sagt Mächler. Läuft alles nach Plan, soll 2020 der Architekturwettbewerb durchgeführt werden. «Man kann heute nicht sagen, wie die Kanti aussehen wird», sagt Mächler. «Der Kanton wäre offen für einen Holzbau.» 2022 würden die Bauarbeiten starten. Zuerst wird die neue Kanti gebaut, sodass 2025 das BWZ in die Kanti umziehen kann. Anschliessend wird das BWZ saniert und erweitert. Das Projekt soll ohne Provisorien realisiert werden können und 2028 abgeschlossen sein.

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