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Bei der Theategruppe Dreien sind «Eisbären in Not»

Keine Klimakatastrophe, und doch kam es bei der Premiere des Dreiakters «s’ Jubiläum» zu Katastrophen. Die Theatergruppe Dreien spielte vor vollem Haus.
Fränzi Göggel
Gerda grübelt über einen interessanten Fund nach. (Bild: Fränzi Göggel)

Gerda grübelt über einen interessanten Fund nach. (Bild: Fränzi Göggel)

Es war kein Durchkommen mehr am Wochenende, weder im Saal noch im vorderen Teil des Restaurant Post in Dreien. Alt und Jung sassen dicht gedrängt während flinke Service-Frauen versuchten, das Bestellte aufzutragen.

Das Lustspiel «S’Jubiläum» von Dieter Gygli begeisterte das Publikum ausnahmslos. «Nach einem langen Gespräch hatten wir Jürg Dreier wieder überredet, die Regie zu übernehmen», verrät Ansager Bruno Scherrer den Besuchern. Der Regisseur liess den Laienschauspielern viel Raum zum Spielen und mischte Witz, Komik und ein bisschen Frivolität im richtigen Verhältnis.

Die Akteure nutzten ihr Schauspieltalent und verwirklichten sich in ihrer Rolle. Daniela Strassmann als Gerda Tobler, Patrick Keller als ihr Mann Franz und Urs Gähwiler, der Freund von Franz, waren an herrlich gespielter Mimik nicht mehr zu überbieten. Die Zuschauer verdankten dies schon während der Darbietung mit spontan zugerufenen Kommentaren und viel Gelächter. Coiffeuse Silvia Schnider zauberte das perfekte Make-Up und echt aussehende Platzwunden in die Gesichter, Souffleuse Angela Strassmann blieb diskret unhörbar.

Alle haben etwas zu verbergen

Fast wie im richtigen Leben findet für die beiden Freunde Franz Tobler und Markus Gebert seit 25 Jahren einmal die Woche eine Sitzung des eigens gegründeten Verein «Eisbären in Not» statt. Dass dieser Verein nur ein Vorwand für vergnügliche Abende mit nackten Tatsachen ist, weiss Gerda Tobler, die Ehefrau von Franz nicht, wird aber dem Publikum schon früh im ersten Akt verraten. Hingegen hat Gerda als einzige bemerkt, dass das 25-Jahr-Jubiläum von «Eisbären in Not» ansteht und will sich bei der Planung des Festakts unbedingt nützlich machen – das Chaos nimmt seinen Lauf.

Aber auch Gerda hat etwas zu verbergen. Sie hat einen Filmriss und kann sich nicht mehr erinnern, was an einem Jassabend mit ihren Freundinnen geschehen ist. Das beschert ihr eine Überraschung, der sie nicht gewachsen ist. Und immer wieder kommt die Nachbarin Norma Müller, brillant gespielt von Salome Rutz, hereingeplatzt und wirbelt die Katastrophen neu auf. Als dann Barbesitzerin Lisa (Karin Ott) und deren Angestellte Tanja (Natalie Loser) auftauchen, ist der Tumult perfekt. Norma, neugierig und sehr gesprächig, findet mit Stefan (Silvan Isenring), dem Angestellten der Testosteron-Bar und dem Polizeikommissar Kurt Kammer (Martin Egli) immer wieder neue Opfer, um halbwissend, ihre selbst gesponnen Geschichten weiter zu geben.

Ein beliebtes Ritual mit der Schoggitafel

Nicht mehr wegzudenken ist die von Pius Keller organisierte Tombola nach der Theater-Vorstellung. Die mit Losnummern beklebten Schoggitafeln sind vom Publikum in Windeseile aufgekauft. Bruno Scherrer, auch für die Kulisse und Administration zuständig, macht quasi ein Einmanntheater daraus und preist die gesponserten Gaben mit viel Witz an. So wird von ihm ein Gemüsekorb als noch unfertige Gemüsesuppe empfohlen und Gutscheine von Restaurants werden spontan in ein Hochzeitsessen umgewandelt. Manch Theaterbesucher verlässt das Restaurant reich beschenkt.

Weitere Vorstellungen der Theatergruppe Dreien

Dienstag 26. Februar, Donnerstag, 28. Februar, und Samstag, 2. März, jeweils um 20 Uhr, Restaurant Post in Dreien.

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