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Einziges Konzert in Bütschwil: Die Sunday Skifflers wagen auch in alten Tagen Neues

Ihre erste Langspielplatte produzierten die Sunday Skifflers vor 45 Jahren. Am Freitag traten sie exklusiv in Bütschwil auf.
Fränzi Göggel
Bandleader James Müller ist überwältigt ob dem harmonischem Gesang der Jodlerinnen. (Bild: Fränzi Göggel)

Bandleader James Müller ist überwältigt ob dem harmonischem Gesang der Jodlerinnen. (Bild: Fränzi Göggel)

Das erste Konzert der Sunday Skifflers fand in einem Boxring im Erlibacherhof in Zürich statt. James Müller, damals schon Bandleader und heute Inhaber von American Bikes in Bütschwil, war da gerade mal 16 Jahre alt. Bis heute stand die Skiffle Band mehr als 2000 Mal auf der Bühne und hatte mehrere Auftritte im Fernsehen. Sie spielten elf CDs, sieben Langspielplatten und eine DVD ein. 2007, nach 46 Jahren aktiver Bühnenzeit, lösten sich die Sunday Skifflers auf. Seit einigen Jahren proben sie wieder. Einerseits fürs Gemüt, und auch für das einzige, exklusive Konzert in Bütschwil.

Selbstironie und Sticheleien als Unterhaltung

Wo sonst edle Motorräder stehen und modische Töffbekleidung zur Anprobe lockt, baute das Team von American Bikes eine Konzertbestuhlung mit Bühne auf. Älter geworden, aber nicht minder spielfreudig, begeisterten die Sunday Skifflers das Publikum. Über die Jahre baute die Skiffle Band ihr Repertoire aus und wurde zur Country Formation, die neben Skiffle auch modernen Country, ab und zu einen Blues und Balladen spielt. Immer wieder schwelgte James Müller in Erinnerungen und schilderte Begebenheiten von früher. Mit seinen humorvoll erzählten, selbstironischen Geschichten und den Neckereien über Leadsängerin Rose holte er das Publikum ab. Rose, seit 1992 Leadsängerin bei den Sunday Skifflers, nahm die Foppereien ihrer Bandkollegen gelassen.

Das Publikum liess sich treiben, genoss die tolle Stimmung und klatschte frenetisch mit. Nach Art der schnellsprechenden Viehversteigerer in Amerika bewies der Waschbrettvirtuose Peps, dass er nicht nur rhythmisch, sondern auch stimmlich was draufhat. Das erstmals präsentierte, rasante Duett mit James Müller wurde schneller und schneller. Szenenapplaus motivierte, angefeuert durch den flink spielenden Bandleader am Banjo, purzelten die Worte förmlich aus dem Mund von Peps.

Schweizer Volksmusik gepaart mit amerikanischer

James Müller lernte in der Alpwirtschaft Läubli ob Ennetbühl das Jodelduett Rösli und Manuela Lusti kennen. Stets offen für Neues wagte er den Versuch, Schweizer Volksmusik mit der amerikanischen zu verbinden und bat die Jodlerinnen, zusammen mit den Sunday Skifflers einen Naturjodel zu singen. Das gemeinsame Proben wurde zur zeitlichen Herausforderung. Mal konnte die eine, aber die andere Gruppe nicht, gemeinsam ging es nie. Spontan entschied sich Manuela Lusti, das geplante Lied aufzunehmen und zu Hause mit Mutter Rösli zu üben. Alle im Saal waren ergriffen ob den wunderschönen Stimmen der Jodlerinnen, vereint mit Skiffle Musik. Zu Beginn hauchzart von der Band begleitet, entfachte der zweite Teil des Liedes ein stimmliches und musikalisches Feuerwerk. Mit einem tosenden «Ja! », beantwortete das Publikum die Frage: «Wollt ihr das Lied nochmals hören?», und sicherte sich damit eine Zugabe.

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