Einsprecher gegen den Kiesabbau in Niederwil finden Gehör: Die Einsprachefrist wird verlängert

Im Zwist um die Bewilligung des Kiesabbaus in Niederwil wird nochmals eine Frist gewährt. Die Einsprachefrist läuft neu bis zum 29. Mai.

Andrea Häusler
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Im Frühjahr musste das Projekt nachvisiert werden.

Im Frühjahr musste das Projekt nachvisiert werden.

Bild: Andrea Häusler

In der langwierigen Geschichte des Kiesabbau- und Deponieprojektes Sonnenberg der Holcim Kies und Beton AG in Niederwil wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Nachdem während der öffentlichen Projektauflage Anfang vergangenes Jahr 219 Einsprachen eingegangen und im Zuge der Auflage der Nachvisierung der Hochbauten im März 2020 vier ergänzende dazugekommen waren, hatte die Bauherrschaft zu den Eingaben Stellung genommen.

Einsprecher haben bis zum 29.Mai Zeit

Allerdings nicht zur Zufriedenheit von Vinzenz Bargues, dem Präsidenten der opponierenden «IG DepoNie». Er kritisierte, dass den Einsprechern eine neuerliche Erwiderung verwehrt werde. «Der Schriftenwechsel ist abgeschlossen», hiess es seitens der Standortgemeinde Oberbüren. Wobei deren Gemeindepräsident, Alexander Bommeli, einräumte, dass ein zweiter Schriftenwechsel «gesetzlich nicht vorgesehen», es den Parteien jedoch freigestellt sei, sich zu Stellungnahmen der andern Seite zu äussern – auch ohne förmliche Frist.

Weil nun aber seitens der Einsprecher bereits Gesuche um Fristerstreckung für weitere Eingaben zur Stellungnahme der Holcim eingegangen und ein einzelner eine Fristverlängerung für alle Einsprecher verlangte (was so nicht gesetzeskonform ist), hat die «Verfahrensleitung» nun entschieden, allen Einsprechern bis zum 29. Mai Gelegenheit für eine Replik zu geben. Nach Ablauf dieser Frist wird davon ausgegangen, dass der Schriftenwechsel abgeschlossen ist.

Die Weiterleitung der Dossiers «Kiesabbau- und Deponieprojekt Sonnenberg» zur Prüfung an den Kanton steht in keiner Abhängigkeit zur Fristerstreckung, beziehungsweise den daraus resultierenden Ergebnissen.