Kirchberger Einsatz gegen den FC Mels: Spielfreude und Kampf stimmen optimistisch

Für den FC Kirchberg (4. Liga) ging es am Samstag im Match gegen den
FC Mels (2. Liga) in der Vorrunde zum Schweizer Cup-Final vor allem darum, eine kämpferische, einwandfreie Leistung abzurufen und den Gegner möglichst lange zu ärgern.

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Nach der Pause fanden die Toggenburger genügend Mut und der Anschlusstreffer kam immer näher.

Nach der Pause fanden die Toggenburger genügend Mut und der Anschlusstreffer kam immer näher.

Bild: Getty/Symbolbild

(pd) Die Gäste aus dem Sarganserland waren auf dem Papier der logische Favorit, sind sie doch zwei Ligen höher aktiv und konnten dort einen verheissungsvollen Saisonstart hinlegen.

Mels musste nicht, Kirchberg konnte nicht

Mels übernahm von Beginn weg das Spieldiktat und liess den Ball mehrheitlich in den eigenen Reihen laufen. Nach Ablauf der ersten 20 Minuten profitierten die Gäste ein erstes Mal und gingen durch Mittelfeldakteur Gantenbein mit 0:1 in Führung. Kirchberg konnte sich weiter kaum in Szene setzen und so musste sich der junge Leu im Tor der Einheimischen nach 30 Minuten ein weiteres Mal geschlagen geben. Lipovac hiess diesmal der Torschütze.

Die Teams neutralisierten sich nun bis auf weiteres, Mels musste nicht, Kirchberg konnte nicht. Als der Schiedsrichter zur Pause pfiff, Spielstand 0:2, glaubte kaum einer der zahlreichen Zuschauer an ein Cup-Wunder.

Kräfteverschleiss auf Kirchberger Seite

Nach Wiederanpfiff rieben sich nicht wenige auf den Zuschauerrängen die Augen. Auf einmal fanden die Toggenburger den Mut Richtung gegnerisches Tor und kamen so dem Anschlusstreffer immer näher. Nach einem Eckball kam der Ball ausserhalb des Strafraums zu Sandro Loser, alle rechneten mit einer weiteren Hereingabe. Nicht so der Flügelspieler, welcher das Spielgerät sehenswert ins Lattenkreuz zirkelte. Keine zwei Minuten später fand Spielmacher Mario Kuhn mit einem sensationellen Zuspiel in die Tiefe den eben erst eingewechselten Schönenberger, welcher sich vor Torwart Rissi eiskalt zeigte und zum Ausgleich einschob: 2:2. Der Kräfteverschleiss zeigte sich auf Seiten der Kirchberger immer mehr, so musste Trainer Esposito diverse Umstellungen vornehmen.

Ballverlust wird ausgenutzt

Trotzdem suchten beide Teams die Entscheidung. Diese fiel nach rund 75 Minuten dann allerdings für die Sarganser. Ein unnötiger Ballverlust des FC Kirchberg in der eigenen Hälfte wurde durch Gubser gnadenlos ausgenutzt: 2:3. Der FC Kirchberg kann erhobenen Hauptes ins Tagesgeschäft Meisterschaft übergehen. Einsatz, Kampf und Spielfreude stimmen optimistisch auf den weiteren Saisonverlauf hin.