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Neue Saison für «Kultur in Mogelsberg»: Einmal mehr Bühne frei im «Rössli»

«Kultur in Mogelsberg» wartet bald wieder mit Perlen aus Musik und Kleinkunst auf. Die neue Saison beginnt Ende August mit dem satirischen Theater «Optimum» von Anet Corti. Es folgen sechs weitere Kabarett- und Konzertabende im Saal des «Rössli».
Anina Rütsche
Im Vorstand von «Kultur in Mogelsberg»: Claudia Weil, Ursula Ehrler, Elfie Wälly, Barbara Fust, Beatrice Sutter (hinten von links nach rechts) sowie Monica Auer und Ralph Jaegle (vorne). (Bild: PD)

Im Vorstand von «Kultur in Mogelsberg»: Claudia Weil, Ursula Ehrler, Elfie Wälly, Barbara Fust, Beatrice Sutter (hinten von links nach rechts) sowie Monica Auer und Ralph Jaegle (vorne). (Bild: PD)

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen, doch bei «Kultur in Mogelsberg» (KIM) dreht sich derzeit alles um den Anfang. Der Beginn der neuen Programmreihe im Gasthaus Rössli steht nämlich an. Sie startet am Samstag, 25. August, 20.15 Uhr, mit einem Auftritt der Basler Kabarettistin Anet Corti.

«Optimum» heisst ihr satirisches Theaterstück, und es handelt von der heutigen Leistungsgesellschaft und deren Optimierungswahn. «Das wird einmal mehr ein super Abend», sagt der Mogelsberger Ralph Jaegle, der seit einigen Monaten als Präsident des Vereins amtet und zusätzlich für die Technik verantwortlich ist.

Seit 33 Jahren für Kultur engagiert

Die Wurzeln von KIM reichen bis in die 80er-Jarhe zurück. Die Gründungsmitglieder der Genossenschaft Rössli Mogelsberg wollten damals im Gasthof neben Kulinarischem auch Kulturelles anbieten. Also legten sie, wie der Internetseite von KIM zu entnehmen ist, ein ehrgeiziges Programm vor. «Sie blieben nicht lange allein. Denn andere Kulturinteressierte kamen auch auf den Geschmack, auf dem Land modernes Kleintheater, aufwendige Konzerte oder Lesungen anzubieten», heisst es in der Vereinschronik.

Die kleine Gruppe aus Mogelsberg habe sich daher bald gezwungen gesehen, ihren Kulturbetrieb aufzugeben. Denn neben dem Gastro- und Hotelbetrieb habe man kaum mehr die Kräfte für dessen Organisation aufbringen können.

Viele treue Kulturgäste aus dem Dorf waren nicht bereit, das Ende einfach so hinzunehmen. 1985 gründeten sie daher den Verein «Kultur in Mogelsberg (KIM)». Die Anfangsjahre seien hart gewesen, aber dann ging es stetig aufwärts, auch wenn es ab und zu Enttäuschungen gegeben habe. Ein Beispiel hierfür: Der Sänger Michael von der Heide kam einst ins «Rössli», doch niemand interessierte sich für ihn.

Vor allem aber blickt das KIM-Team auf viele Erfolge zurück: Duo Fischbach, La Lupa, Franz Hohler, Blues Max und das Pfannestil Chammer Sexdeet waren in Mogelsberg , lange bevor die grosse Öffentlichkeit sie kannte, und all diese Veranstaltungen begeisterten das Publikum sehr.
Wer KIM-Mitglied werden und unter anderem von vergünstigten Ticketpreisen profitieren möchte, kann sich im Internet unter www.kultur-mogelsberg.ch anmelden. Das Angebot von KIM umfasst Blues, Rock, Ethno, Worldmusic und Kabarett. Gespielt wird in fast allen Fällen im «Rössli» – im urchigen Saal mit den knarrenden Bodenbrettern, drei Stockwerke über dem Mogelsberger Dorfplatz. (aru)

Auch Elfie Wälly aus Wattwil, die seit rund fünf Jahren eine der beiden Programmverantwortlichen von KIM ist, freut sich auf die erste Veranstaltung nach der Sommerpause: «Ich kann es kaum erwarten, bis es losgeht. Die familiäre Atmosphäre im Saal des ‹Rössli›, in dem 120 Leute Platz finden, ist einfach einmalig.»

Sieben Aufführungen bis Mitte Dezember

Nach dem Abend mit Anet Corti werden bis Mitte Dezember sechs weitere Veranstaltungen folgen. Am Samstag, 22. September, 20.15 Uhr, geht «Unter Artgenossen» mit der im Kanton Appenzell Ausserrhoden aufgewachsenen Kathrin Bosshard vom Theater Fleisch+Pappe über die Bühne. «Kathrin Bosshard ist eine der besten Puppenspielerinnen der Schweiz», hebt Elfie Wälly hervor. «Ihr tragikomisches Stück für Erwachsene handelt von Tierfiguren, die in ihrer Wohngemeinschaft äusserst menschlich miteinander umgehen.»

Als nächstes geht es im «Rössli» musikalisch zu und her, denn am Samstag, 27. Oktober, 20.15 Uhr, gastiert dort der Aargauer Sänger und Songschreiber Adrian Stern. Sein Programm verspricht einen «herzerfrischenden Mundart-Konzertabend», wobei der Interpret lediglich mit Gitarre, Stimme und einigen elektronischen Gadgets auftritt.

Weiter geht es mit einem Anlass für Kinder am Sonntag, 4. November, 16 Uhr. «Hasenkind» lautet der Titel der Vorstellung von und mit Jörg Bohn als Bruno. Bruno ist Hauswart in einer Schule und findet einen Stoffhasen, der seinen Vater sucht. Beim Versuch, dem Hasen zu helfen, gerät bei Bruno allerlei durcheinander.

Wortkünstler und «Heiliger Bimbam»

Wiederum für Erwachsene ist das Programm «Alles Bürste» von Peter Spielbauer am Samstag, 17. November, 20.15 Uhr. Der sogenannte «Philosokomiker» aus Deutschland ist laut Elfie Wälly ein begnadeter Wortkünstler.

Vorweihnachtlich geht es bei der zweitletzten Veranstaltung des Jahres zu und her. Sie findet am Freitag, 7. Dezember, 20.15 Uhr, statt. Dies mit dem Stimmenkünstler Martin O. und mit Helge Heynold als Vorleser. Ihr Auftritt heisst «Heiliger Bimbam». Im Programm steht: «Das Publikum erwartet eine wunderbare musikalisch-literarische Bescherung.»

Zum Abschluss konnte das KIM-Team den italienischen Musiker Mimmo Locasciulli sowie Büne Huber von der Berner Mundart-Band Patent Ochsner für einen Auftritt gewinnen. Die zwei Künstler sind befreundet und treten unter dem Motto «In concert» gemeinsam auf.

Künstler persönlich kennengelernt

Ralph Jaegle und seine sechs Kolleginnen aus dem KIM-Vorstand setzen sich ehrenamtlich dafür ein, dass im «Rössli» regelmässig Theatervorstellungen und Konzerte stattfinden. «Wir machen das, um den Ort weiter zu beleben und weil wir selber grosse Kultur-Fans sind», sagt Ralph Jaegle. Diese Tätigkeit bringe zudem viele persönliche Begegnungen mit bekannten Künstlerinnen und Künstlern mit sich. «Wo sonst kann man das erleben?», fragt der Vereinspräsident lachend.

Dem schliesst sich Elfie Wälly an. «Dank unserer Tätigkeit lernen wir Prominente aus dem Kulturbetrieb persönlich kennen», sagt sie. Dies sei äusserst spannend. «Und wenn auch das Publikum den Plausch hat, wissen wir, dass sich unser Einsatz mehr als lohnt», fügt der Vereinspräsident an.

Da stellt sich die Frage: Sind beim KIM-Team überhaupt noch Wünsche offen, wenn im Verein doch alles so rund läuft? Ja, finden Ralph Jaegle und Elfie Wälly einstimmig. Unter anderem hätten sie seit längerem das ambitionierte Ziel, den Chansonnier Stephan Eicher nach Mogelsberg einzuladen, meinen sie augenzwingernd. «Wir arbeiten aber noch daran.»

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