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Einen kleinen Schritt auf dem Weg zur Integration zurückgelegt

Die Gemeinde bot als Pilotprojekt erstmals die Förderung der sprachlichen und gesellschaftlichen Integration von Migrantinnen und Migranten an. Der fünfwöchige Kurs «Quartierschule» endete am Donnerstag mit einem Abschlussfest.
Beat Lanzendorfer
Die Migrantinnen und Migranten mit allen Beteiligten, welche den Kurs «Quartierschule» in den vergangenen fünf Wochen in Kirchberg ermöglichten. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Migrantinnen und Migranten mit allen Beteiligten, welche den Kurs «Quartierschule» in den vergangenen fünf Wochen in Kirchberg ermöglichten. (Bild: Beat Lanzendorfer)

«Ich komme aus Ecuador und bin seit neun Monaten in der Schweiz.» Solche und ähnliche Aussagen waren am Donnerstagmorgen im Kirchberger Pfarreiheim mehrfach zu hören. Einige bekundeten noch Schwierigkeiten, sich in der für sie fremden Sprache auszudrücken. Die Bemühungen, es trotzdem zu versuchen, waren hör- und sichtbar. Das persönliche Vorstellen war Teil des Abschlussfestes, bei dem allen ein Zertifikat überreicht wurde, die bei mindestens achtzig Prozent aller angebotenen Lektionen anwesend waren. Der Deutschkurs «Quartierschule» wird seit 2017 vom Kanton St. Gallen unterstützt und hat sich etabliert.

Kursleiterinnen waren selber Schülerinnen

«20 Tage haben wir gemeinsam Deutsch gelernt, Tag für Tag kleine Schritte gemacht, miteinander einen Wortschatz für den Alltag gelernt. Dieses Lernen geschah vor allem mit Gestik, mit Vor- und Nachsprechen, mit Rollen- und Brettspielen. Immer war es ein Lernen, welches eingebettet war in lustvolles, entspanntes Tun mit allen Sinnen.» Irene Häne brachte mit ihren Worten zum Ausdruck, wie bereichernd sie selber den fünfwöchigen Kurs empfunden hat. Sie gehörte nebst Rita Ebneter, Petra Kohler, Marianne Schnelli und Andrea Züger zu jenen fünf Frauen, die sich im Vorfeld für das Projekt «Quartierschule» begeistern liessen. Das hiess für sie ebenfalls zurück auf die Schulbank, denn in den ersten zwei Kurswochen wurden sie von den Trainerinnen Heidi Humbel und Veronique van der Pijl angelernt und eingeführt.

Für den am Abschlussfest anwesenden Gemeindepräsidenten Roman Habrik sind die Migrantinnen und Migranten eine Bereicherung. «Auch der weiteste Weg beginnt mit einem kleinen Schritt. Der Deutschkurs, den sie absolviert haben, ist ein kleiner Schritt auf ihrem Weg zur Unabhängigkeit und Selbstständigkeit. Ihr bisher Erlerntes ist allerdings auch Verpflichtung, weiter Deutsch zu lernen.» Er dankte auch den Kursleiterinnen, die einen Teil ihrer Freizeit geopfert haben, um die 50 bis 60 Lektionen vorzubereiten.

Federführend bei der Umsetzung des Pilotprojekts «Quartierschule» in der Gemeinde Kirchberg war Gemeinderätin Denise Huber. Ihr war es ein Anliegen, die gute Zusammenarbeit mit Urs Marti vom Kirchberger Sozialamt hervorzuheben. «Unkompliziert verlief ebenso die Zusammenarbeit mit der katholischen Pfarrei in Kirchberg. Präsident Patrick Loepfe und Pastoralassistent Jürgen Kaesler haben uns die Räumlichkeiten im Pfarreiheim unentgeltlich zur Verfügung gestellt.»

Obwohl die Gemeinderätin im Vorfeld einiges an Arbeit zu leisten hatte, um den Kurs aufzugleisen, würde sie den Aufwand jederzeit noch einmal auf sich nehmen. «Bei meinen Besuchen spürte ich die Freude der Teilnehmenden, einige haben sich sogar eine Fortsetzung des Deutschkurses gewünscht.»

Migrantinnen und Migranten aus sechs Ländern

Das Schlussfest beinhaltete eine Tanzvorführung, einen Kurs auf Arabisch sowie eine musikalische Einlage. Dann war es Zeit, die zubereiteten Köstlichkeiten der Migrantinnen und Migranten zu probieren. Es waren Spezialitäten aus Syrien, Afghanistan, Laos, Ecuador, Eritrea und Somalia, aus jenen Ländern, welche für die Kursteilnehmer einmal Heimat waren.

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