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Damals: Hans(li) Bleiker bekam für die erfolgreiche Premiere einen Hasen

Das "Toggenburger Tagblatt" veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Zur Premiere wünscht sich Hans Bleiker einen Kameraden für seinen Hasen «Rösly». (Bild: PD)

Zur Premiere wünscht sich Hans Bleiker einen Kameraden für seinen Hasen «Rösly». (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

26. Juni: Wattwil. Die Sonntagsgesellschaft Wattwil macht es sich zur Aufgabe, stets mit möglichst gediegenen, lehrreichen Darbietungen aufzuwarten. Herr Dr. Feinmann, Assistenzarzt am hiesigen Krankenhaus sprach über die Krebskrankheiten, die im Kt. St. Gallen Jahr um Jahr an die 400 Menschen fordern und denen laut Statistik jede fünfte Frau zum Opfer wird. Ueber die Ursache und Entstehung dieser schrecklichen Krankheit ist man noch heute völlig im Unklaren; der Arzt steht ihr daher in dieser Hinsicht noch machtlos gegenüber. Kein Stand, keine Altersstufe ist sicher vor ihr, keine Ernährungsart schützt vor ihr; eine Geissel der weissen Rasse ist sie. Die Krebskrankheit ist eine bösartige Geschwulst, die aus mehreren krankhaften Gewebsarten besteht. Eine typisch zu nennende Begleiterscheinung ist eine rasche, hochgradige Abmagerung, ein langsames Hinsiechen.

Vor 50 Jahren

26. Juni: Wattwil. Der Jodelclub Wattwil ging «in die Luft». Die Wattwiler Jodler mit ihren Frauen unternahmen eine kleine, aber nicht alltägliche Reise. Sie vertrauten sich einer «Fokker»-Maschine der «SWISSAIR» an. Infolge des starken Föhndruckes in den Bergen soll es das Flugzeug einigemale «durchgerüttelt» haben. Aber die zwei bis drei erbleichten Gesichter färbten sich wieder beim feinen z’Nacht am Zürichsee. Die Stimmung war sehr gut und die Jodler freuten sich, den Frauen etwas Besonderes geboten zu haben.

26. Juni: Wattwil. Windhundrennen. Wenn man sieht. Mit welcher Eleganz diese feingliedrigen Hunde die Rennbahn durcheilen, wobei sie Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h erreichen, so muss man sich fragen, warum nur so wenige Menschen den Weg auf den Rennplatz finden. Die Hunde, Greyhounds, Whippets, Borsois, Afghanen, Sloughis und italienische Windspiele, stammen alle aus Schweizer Zuchtstätten und sind nicht nur für den Hundefreund ein schöner Anblick. Die Hundebesitzer und Funktionäre geben sich die grösste Mühe, den Besuchern interessante Rennen zu zeigen, vertreten sie doch die Schweiz auf vielen Rennplätzen auf dem Kontinent und auch in England, dem traditionellen Land der Windhundrennen. Die Windhunde gehen in Wattwil-Rickenhof an den Start.

Vor 20 Jahren

25. Juni: Lichtensteig/Krinau. Der neunjährige Hans Bleiker vom Gurtberg spielt im Bräker-Theater den Geissbub Ueli. Was er genau beim Bräker-Theater «Die Gerichtsnacht» zu tun hat, weiss Hans(li) Bleiker noch nicht. «D’Geiss mälche und mit de Geisse rede», erst soviel ist ihm bekannt. Und das verdiente Geld will er aufs Sparbuch legen, um sich später als Bauer Kühe und einen Traktor kaufen zu können. Hans(li) Bleiker steht in Bräker’s Globe-Theater zusammen mit Grössen wie Walo Lüönd und Béatrice Kessler auf der Bühne. «Hätten wir vom Rummel gewusst hätten wir die Rolle wohl nicht angenommen», erzählt die Mutter. «Toggenburg aktuell» machte den Anfang. Es folgte ein Team von 10 vor 10 des Schweizer Fernsehens. Auch Reporter der Schweizer Illustrierten waren schon im Gurtberg.

Vor 10 Jahren

25. Juni: Ebnat-Kappel. Toni Brunner macht sich Mut. Der Toggenburger zieht nach knapp vier Monaten als SVP-Parteichef Bilanz. SVP-Präsident Brunner hat Ärger an vielen Fronten. Doch er verbreitet weiterhin Optimismus: «Dieses Stahlbad stärkt mich.» Abspaltungen, Austritte, Verdacht auf Amtsgeheimnisverletzung: Dem Toggenburger Sonnyboy Toni Brunner weht momentan ein rauher Wind um die Ohren. Bereits werden Stimmen laut, die an seiner Fähigkeit zweifeln, die Krisen zu bewältigen. Doch der SVP-Präsident gibt sich zuversichtlich: « Wer so einen schwierigen Start erlebt hat, ist bestens gerüstet für die Zukunft», sagt er im Interview. Damit gesteht Brunner ein, dass er sich in einer schwierigen Phase befindet. «Ich darf mich nicht verrückt machen lassen», sagt Brunner und vergleicht sich mit Ueli Maurer, der am Anfang seiner Amtszeit als SVP-Präsident auch nicht zugetraut wurde, die Probleme zu lösen. Auf sein Verhältnis zu Vizepräsident Christoph Blocher angesprochen, reagiert Brunner gereizt: «Die Medien versuchen krampfhaft, zwischen mir und Blocher einen Keil zu treiben. Das wird nicht gelingen.» Er sehe keinen Grund, sich vom SVP-Übervater zu emanzipieren.

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