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Eine Überraschung an der 1. August-Feier in Oberhelfenschwil

Kilian Loosers gehaltvolle Ansprache in Oberhelfenschwil endete mit einer Überraschung. Vorher rief der Redner dazu auf, die Freiheit zu benutzen, damit sie nicht einrostet.
Peter Jenni
Festredner Kilian Looser (mit Mikrofon) und Verkehrsvereinspräsident Matthias Tanner flankiert von den Musikerinnen Vanessa Wittenwiler (links) und Seraina Anderegg.Bild: Peter Jenni

Festredner Kilian Looser (mit Mikrofon) und Verkehrsvereinspräsident Matthias Tanner flankiert von den Musikerinnen Vanessa Wittenwiler (links) und Seraina Anderegg.Bild: Peter Jenni

Nicht umsonst heisst das Restaurant der Familie Brändle-Jung auf dem Höhg Frohe Aussicht, denn die Kulisse mit Säntis und Churfirsten könnte edler nicht sein. Wenn beim Betrachten der Idylle auch noch musikalische Klänge von zwei jungen Damen mit ihren Schwyzerörgeli und tänzerische Darbietungen der einheimischen Trachtengruppe sowie beste Bewirtung hinzukommen, müsste der Aufenthalt eigentlich perfekt sein.

Volles Haus an der Bundesfeier

Nicht so an der heurigen Bundesfeier. Matthias Tanner, Präsident des organisierenden Verkehrsvereins, stellte bei seiner Begrüssung auch eine Ansprache von Kantonsrat Kilian Looser, Gemeindepräsident von Nesslau, in Aussicht.

Darauf warteten die Gäste in der voll besetzten Gartenwirtschaft sichtlich gespannt, während sich die vielen Kinder auf dem Spielplatz tummelten. Was sie bestimmt nicht erwarteten, war die Überraschung am Ende der gehaltvollen Ansprache.

Laubbläser als Symbol der heutigen Zeit?

Kilian Looser schmückte seine Rede mit dem Titel «Laubbläser», einem Symbol der heutigen Zeit. Man sei also hier zusammengekommen, «zum Beschwören unserer märchenhaft anmutenden und heldenhaft erkämpften Selbstbestimmung».

Aus seiner Sicht eine Selbstbestimmung, die auch eine selbstkritische Sicht auf die Rolle der Schweiz in dieser Welt enthalte. Aktuell dränge sich noch immer die Frage in den Vordergrund, «wie soll unser Verhältnis zur EU genau aussehen».

Das Kernland verdient es nicht, der Hinterhof zu sein

Die Schweiz sei ein Kernland von Europa – EU hin oder her –, die es nicht verdiene, den Hinterhof der EU zu werden, im Gegenteil, «wir sind ein Vorzeigeland».

Es sei nicht seine Pflicht, die Schweiz für besser zu halten als andere Länder. «Aber die Schweiz ist unser Vaterland, oder noch besser unsere Heimat.

Plädoyer für Gemeinschaft und Gemeinsinn

Zu Traditionen und Werten meinte Kilian Looser: «Wer diese als altmodisch und nicht mehr zeitgemäss abtut, hat die Geschichte der Schweiz nicht verstanden.» Er forderte dazu auf, wieder mehr Gebrauch von unserer Freiheit zu machen, «bevor sie verrostet».

Unter vielen anderen Aspekten, die er ins Feld führte, ist für ihn das Gemeinsame wichtig. Dass man sich trifft und austauscht, gemeinsam an einem Tisch diskutiert, sich amüsiert, lacht und ein Glas Wein trinkt und auch mal einen Witz erzählt. «Gemeinsam den Gemeinsinn nicht vergessen.»

Darauf folgte die Überraschung, indem Kilian Looser persönlich die Landeshymne anstimmte und gemeinsam mit den Anwesenden sang.

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