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Damals: Eine Region steht für ihr Spital ein!

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentlicht jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Das bestehende Gemeindekrankenhaus Wattwil, mitten im Toggenburg gelegen, soll erweitert werden. (Bild: PD)

Das bestehende Gemeindekrankenhaus Wattwil, mitten im Toggenburg gelegen, soll erweitert werden. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

2. August: Wattwil. Einem Landwirt im Steintal wurde als dieser mit Kirschenpflücken beschäftigt war, aus seinem Hause ein Barbetrag von 520 Franken gestohlen. Unter schwindelhaften Angaben wusste der gleiche Uebeltäter in einem Nachbarhause daselbst 15 Franken zu entlocken. Polizeiliche Erhebungen und der bezirksamtliche Untersuch ergaben, dass der Gauner mit einem gewissen, über 20mal vorbestraften Rutz, Metzger identisch war. Der Polizei gelang es den Gesuchten in Wil zu verhaften. Mit dem gestohlenen Gelde hatte er u.a. eine Vergnügungsfahrt in holder Begleitung nach dem Rietbad ausgeführt. Innert wenigen Tagen hat der Dieb auf liederliche Weise 500 Franken durchgebracht.

2. August: Wattwil. Da die letzten Tage eine Vermehrung der Influenza-Erkrankten im Gefolge hatten, hat der Gemeinderat als weise Vorsichtsmassregel die Abhaltung der Augustfeier abgesagt. Die Krankheit verlief bis anhin im allgemeinen nicht sehr bösartig; den einen überfällt sie durch starke Kopfschmerzen oder durch hohes Fieber, den andern durch Unterleibsschmerzen und allgemeine Mattigkeit in den Gliedern. Vereinzelt hatte sie Lungenentzündung im Gefolge, doch haben auch diese Fälle bis heute nicht zum äussersten geführt.

Vor 50 Jahren

29. Juli: Wattwil. Das Gemeindekrankenhaus Wattwil soll dem heutigen Stand der Medizin angepasst werden. Das Gemeindekrankenhaus Wattwil – ideal mitten im Toggenburg gelegen – soll im Kostenbetrag von 13,3 Mio. Franken erweitert und ausgebaut werden. Vorgesehen ist der Bau eines neuen Bettentraktes, eines neuen Behandlungs- und Verwaltungstraktes und eines Personalhauses. An die Baukosten leistet der Kanton einen Beitrag von 10,4 Mio. Franken. Das Krankenhaus wurde 1890 gebaut und muss nun – trotz verschiedener grosszügiger Ausbauten – dem heutigen Stand der Medizin angepasst werden.

Zahlreiche Gemeinden der Region, Industrie, Handel, Handwerk, Gewerbe und Korporationen haben die Wichtigkeit dieser baulichen Entwicklung des Spitals erkannt und ihre Hilfe zugesagt. Trotzdem verbleiben die Belastungen für die Standortgemeinde Wattwil noch enorm, besonders dann, wenn man in Betracht zieht, dass nur 20,7 Prozent der seit 1938 im Spital weilenden Patienten aus Wattwil stammen. Man spricht zu Recht von einem Regionalspital – denn – wohin mit all den Kranken und Verunfallten, die jährlich in Wattwil Genesung finden?

Vor 20 Jahren

29. Juli: Oberhelfenschwil. Wird es geschlossen oder geht es weiter? Die Zukunft des Heims war monatelang unklar. Jetzt übernimmt der Zweckverband Bütschwil den Betrieb. Die Zukunft des Heims ist gesichert. Die Politische Gemeinde Oberhelfenschwil – ihr gehört das Heim – hatte beschlossen den Betrieb aufzugeben und zur Verpachtung auszuschreiben. Zum Zweckverband gehören die Gemeinden Bütschwil, Mosnang und Ganterschwil. Das Altersheim werde als Wohnheim in seiner heutigen Form weitergeführt. Auch das Personal wird ohne Ausnahme übernommen.

30. Juli: Toggenburg. Das Toggenburg ist in aller Munde. Man hört vom Erbe des Ulrich Bräker, von «Bräkers Gobe», vom Wildhauser Bauernmaler Niklaus Wenk und nun auch noch vom idyllischen Schönenbodensee. Was viele Ostschweizer und Toggenburger schon wussten, ist nun auch beinahe im ganzen Land bekannt. Die im letzten Jahr mit einem erheblichen Aufwand renovierte Badeanstalt Schönenbodensee gehört zu den schönsten der Schweiz. Und in der Tat. Das Moorseelein mit dem Schilfgürtel und den schmucken Infrastrukturbauten östlich des Kurortes Wildhaus wurde vom fliegenden SI-Fotographen gut ins Bild gerückt.

Vor 10 Jahren

26. Juli: Mühlrüti/Albanien. Alle rieten zu Unrecht von Albanien ab. Luftlinie kaum 1000 Kilometer von der Schweiz ist Albanien im Aufbruch. Fränzi Göggel und Rolf Lüthi aus Mühlrüti waren per Töff mitten drin. «Wir erkunden das Hinterland Albaniens bis zur mazedonischen Grenze und fahren hoch in den gebirgigen Norden. Von Fierze wollen wir mit der Fähre nach Koman. Spontan werden wir zu einem Fest eingeladen, eine Wohnung in einem privaten Mehrfamilienhaus wird für uns freigemacht, und Benny, der lange in Deutschland arbeitete, fungiert als Dolmetscher. Wir werden in die Stube gebeten, wo uns ein köstliches Festessen mit viel Raki aufgetischt wird. Als grosse Ehre wird uns der gekochte Schaftkopf, eine Delikatesse, gereicht».

29. Juli: Bütschwil. Ein alter Tresorraum ist nicht nur für «Panzerknacker» eine Knacknuss. Tresorräume aus den Fünfzigerjahren sind noch Räume, welche ihrem Namen gerecht werden. Meterdicke Mauern gefüllt mit Armierungseisen vermiesen nicht nur Pläne von Tresorknackern, sofern diese mit dem Bohrer durch die Wand wollten. Sie stellen auch für Baufirmen, welche mit dem Abriss beschäftigt sind, eine Knacknuss dar. Zu beobachten ist dies zurzeit in Bütschwil am alten Bankgebäude auf dessen Gelände nur ein Teil des Tresorraums thront. Selbst die grosse Zange, die einen Tyrannosaurus Rex gleicht, kommt nur schleppend voran. Heutige Tresorräume haben dünne Mauern – dank modernster Sicherheitstechnologie.

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