Wattwil: Eine neue Bauzone als Ersatz

Zu den Teilzonenplänen Bleiken Nord und Bleiken Süd, welche öffentlich auflagen, gingen zwei Einsprachen ein. Eine wurde zurückgezogen, über die andere hat der Gemeinderat entschieden. Ab Freitag werden die Pläne dem fakultativen Referendum unterstellt.

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Die Wenkenrüti wird in eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen umgewidmet. (Bild: PD)

Die Wenkenrüti wird in eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen umgewidmet. (Bild: PD)

Das Gebiet Bleiken wird gemäss dem kantonalen Richtplan als «Wirtschaftliches Schwerpunktgebiet» (WISG) bezeichnet. Es umfasst bestehende Bauzonen und zwei Baulücken. Mit dem Richtplaneintrag verbunden ist der Auftrag, das Gebiet aufzubereiten, damit es der vorgesehenen Nutzung als Gewerbe- und Industriestandort zugeführt werden kann. Gleichzeitig stellt die Arrondierung der Bauzone einen Ersatz des ursprünglich im Rietwis vorgesehenen Entwicklungsgebiets dar, welches nun für die neue Gesamtsportanlage genutzt wird. Gestern teilte die Gemeinde mit, dass das Projekt ab Freitag, 24. August, bis zum 2. Oktober dem fakultativen Referendum unterstellt werde. Sie schreibt, dass die Unterlagen während dieser Frist auf der Gemeindeverwaltung eingesehen werden können. An gleicher Stelle können Unterschriftenbogen bezogen werden.

Des Weiteren geht die Gemeinde Wattwil auf die Teilzonenpläne Wenkenrüti und Hochsteig ein. Sie beinhalten die Umwidmung von Wohn- und Gewerbezone in eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen im Gebiet Wenkenrüti sowie eine Auszonung im Gebiet Hochsteig. Die beiden Teilzonenpläne lagen ebenfalls, wie diejenigen der Gebiete Bleiken Süd und Bleiken Nord, vom 21. August bis 19. September 2017 öffentlich auf. Hier ging eine Einsprache ein, über welche der Gemeinderat entschieden hat. Das zwischenzeitlich durchgeführte fakultative Referendum wurde nicht ergriffen und das Rekursbegehren zurückgezogen. Der Gemeinderat hat die kantonalen Genehmigungen zur Kenntnis genommen und die Verfahren abgeschlossen.

Fachplaneraufträge Gesamtsportanlage vergeben

Im Mai 2017 wurde das Projekt «Gesamtsportanlage Rietwis» durch die Wattwiler Stimmberechtigten mit rund 90 Prozent Ja-Anteil gutgeheissen («das Toggenburger Tagblatt» berichtete). Die Realisierung der Anlage steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung zum Campus Wattwil – Neubau Kantonsschule, Sanierung Berufsschule – einer kantonalen Volksabstimmung. Der Gemeinderat schreibt, dass er das Projekt der Sportanlage konsequent und schrittweise weiter verfolge. Die laufenden Arbeiten umfassen das «Vorprojekt Plus» für die Gesamtsportanlage und die zusätzlichen Elemente einer zentralen Erschliessung und Parkierung, der Entwicklung eines Thursteges zur Markthalle sowie Nutzungsoptimierungen im Zusammenspiel von Sportanlage, Minigolf und Schwimmbadanlage. Die Entwicklung dieser Zusatzelemente wurde im Rahmen der Abstimmung über die Gesamtsportanlage in Aussicht gestellt und soll dazu dienen, die neue Sportinfrastruktur sowie die bestehenden Anlagen im Badiareal optimal zu verknüpfen. Die Planungsarbeiten dienen auch dazu, im kommenden Frühjahr der Bürgerschaft für diese Zusatzelemente einzelne Kreditanträge vorlegen zu können.

Das neue Salzsilo wird gemietet

Seit 2006 nutzen die Gemeinden Ebnat-Kappel und Wattwil gemeinsam ein Silo für Salz und Rollsplitt beim Bauamtsmagazin in Wattwil. 2017 wurde das Silo geprüft. Es wurde dabei festgestellt, dass die bestehende Holzkonstruktion wegen Fäulnis den technischen Anforderungen nicht mehr genüge und ersetzt werden müsse. Wegen der unterschiedlichen logistischen Anforderungen entschieden die beiden Gemeinden, die bestehende gemeinsame Nutzung und die dafür bestehende Vereinbarung einvernehmlich aufzulösen. Der Gemeinderat Wattwil hat sich nach Abklärungen zudem entschieden, zukünftig ein Silo zu mieten. Der Auftrag zur Lieferung des Mietsilos wurde an die Schweizer Salinen AG, Pratteln vergeben.

Die Gemeinderäte von Eschenbach und Wattwil haben sich im Rahmen eines regelmässigen nachbarschaftlichen Austausches unlängst in Eschenbach getroffen. Besprochen wurden Themen der allgemeinen Gemeindeentwicklung. Wie eine mögliche Verbesserung der Verkehrsverbindungen auf Strasse und Schiene sowie die Ortsdurchfahrten im Rahmen des neuen Strassenbauprogramms des Kantons St. Gallen zu überprüfen. Insbesondere im Hinblick auf die Anträge der Gemeinden und Regionen beidseits des Ricken, ferner wurden die Sanierung und Erweiterung des Schiessplatzes Cholloch sowie der Erlass des Waldentwicklungsplans «Goldingertal» und das Projekt «Windpark Älpli» erörtert. Es zeigte sich erneut, dass die in der Einwohnerzahl etwa gleich grossen Gemeinden ähnlichen Problemstellungen begegnen. Erkennbar sei, dass Wattwil als regionales Zentrum des Toggenburgs, vor allem in den Themen Bildung und Gesundheit, noch einige Aufgaben mehr zu bewältigen hat. Der Austausch mit den Nachbargemeinden werde sehr geschätzt und sei wertvoll.

Freileitungen aus dem Helikopter überprüft

Die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) untersucht detailliert die Freileitung Wattwil-Bütschwil, zwischen dem Unterwerk Lochweidli und dem Dietfurtbach. Aus einem Helikopter heraus werden die Masten und Tragwerke mit einer Videokamera gefilmt. Die Arbeiten werden gemäss der SAK ab dem 27. August ausgeführt und dauern je nach Witterung einige Tage. Für den Lärm entschuldigt sich die SAK im Voraus bei der Bevölkerung. (gem/lim)

Gesamtsportanlage Rietstein

Folgende Fachplaner-Aufträge hat der Gemeinderat Wattwil vergeben:
• Elektro- und Lichtplanung: Amstein & Walther AG, St. Gallen
• Heizungs-, Klima-, Lüftungsplanung: Amstein & Walter AG, St Gallen
• Sanitärplaner: Gerster Gebäudetechnik AG, Altstätten
• Bauphysikalische Beratung: Baumann Akustik und Bauphysik AG, Dietfurt. (gem)