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Aus 2000 Bildern entsteht eine Kirche

Bis Ende Jahr entsteht in Kirchberg unter Leitung der Künstlerin Johanna Schneider ein Kunstprojekt, das aus 2000 Portraitbildern besteht. Als Ganzes stellt das Projekt die Silhouette der katholischen Kirche dar.
Beat Lanzendorfer
Pastoralassistent Jürgen Kaesler mit dem Werk der Künstlerin Johanna Schneider, auf dem der St. Galler Dom zu sehen ist, und das Bischof Markus Büchel am 14. September übergeben wird. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Pastoralassistent Jürgen Kaesler mit dem Werk der Künstlerin Johanna Schneider, auf dem der St. Galler Dom zu sehen ist, und das Bischof Markus Büchel am 14. September übergeben wird. (Bild: Beat Lanzendorfer)

In diesem Jahr jährt sich zum 333. Mal das sogenannte Kreuzwunder. Die Legende besagt, dass am 3. Adventssonntag im Jahre 1685 eine unsichtbare Hand das Kreuz in der katholischen Kirche von seinem Ort abgenommen, in die Höhe erhoben und nach unterschiedlichen Hin- und Her-Bewegungen wieder an den alten Ort gelegt hat. Das Velum um das Kreuz habe sich mehr als eine Viertelstunde stark bewegt, obwohl nicht ein bisschen Wind im Raum vorhanden war.

Über die Mittagszeit geschah ein weiteres Wunderzeichen: Viele sahen über der Kirche einen glänzenden Stern und eine weisse Taube, die sich auf das Dach in den Schnee setzte. Tauben habe es ansonsten nie in Kirchberg gegeben. In der Messe sollen mehr als 200 Personen aus Kirchberg, Wil, Lichtensteig, Gossau und anderen Orten Zeugen der Kreuzesbewegung und somit des Kreuzeswunders von Kirchberg gewesen sein. Abgesehen von der grossen Aufregung, welche die Bewegung des Kreuzes ausgelöst hat, wurde eine kirchliche Untersuchung angeordnet. Von den mehr als 200 Zeuginnen und Zeugen wurden etliche vereidigt und angehört. Das Ergebnis der ersten kirchlichen Untersuchung lautete: «Das Kreuz hat sich bewegt und die Bewegung wurde nicht durch einen Kunstgriff hervorgebracht.» Diese Wunderzeichen am 3. Adventssonntag 1685 waren der Beginn der Hl. Kreuz-Verehrung zu Kirchberg. Seither wird das Kreuzwunder, bekannt als «Heilig-Kreuz-Tag», jedes Jahr am 14. September begangen.

Pastoralassistent Jürgen Kaesler nimmt das Jubiläum des Kreuzwunders zum Anlass, das Kirchberger Kunstprojekt «das sind wir!» zu lancieren. Konkret geht es um die Entstehung eines «Fotopainting Mosaics» der Künstlerin Johanna Schneider. Sie wird aus 2000 einzelnen Portraitbildern mithilfe eines speziellen Computerprogramms eine Bildkomposition gestalten, auf der als Ganzes die Silhouette der katholischen Kirche in Kirchberg zu sehen ist. Aus sehr vielen Kleinstbildern entsteht mosaiksteinartig ein Gesamtbildnis. Farben und Formen können so neu erlebt werden. Dazu die Künstlerin: «Ich experimentiere mit den verschiedensten Programmen und Techniken. Einerseits nehme ich dabei meine Originalbilder in Mischtechnik, digitalisiere diese und überarbeite sie anschliessend im Computer – anderseits benutze ich Fotos, die ich in den Computer einlese und dann dort weiterbearbeite. Durch digitale Manipulation oder Verfremdung sowie diverser Filterungsprozesse wird jedes Bild einzeln bearbeitet und über viele Stufen hinweg in eine völlig neue Form und zu einer ganz neuen Bildaussage transformiert.»

Werk soll Ende Jahr vollendet sein

Pastoralassistent Jürgen Kaesler ist begeistert vom Projekt. «Einmal im Jahr möchte ich ein Kunstprojekt in Zusammenhang mit der Kirche verwirklichen. Mit der Kunst lässt sich, ähnlich der Musik, ein guter Zugang zur Religion schaffen.»

Mit den Einzelporträtierungen hat die Künstlerin, die jeweils persönlich vor Ort ist, im Gut-Hirt-Sonntag am 5. Mai begonnen. Die Fortsetzung erfolgte an Fronleichnam (3. Juni). Als weitere Daten für Porträts sind das Patrozinium am 1. Juli sowie der Jubiläumsgottesdienst «Fest Kreuzerhöhung» am 14. September vorgesehen. Als Gast wird am «Heilig-Kreuz-Tag» Bischof Markus Büchel in der katholischen Kirche zugegen sein. Ihm wird ein Bild überreicht, auf dem der St. Galler Dom zu sehen ist und das ebenfalls als «Fotopainting Mosaic» entstanden ist. Mit der Fertigstellung des Kunstprojekts «das sind wir!» wird bis Ende Jahr gerechnet.

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