Eine Kirchberger Institution zieht nach fast 60 Jahren nach Bazenheid

Das Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Rosenau zügelt am 2. Juni von einem Dorf der Gemeinde in das andere. Nach einer zweijährigen Bauphase ist im Zentrum von Bazenheid ein Neubau entstanden.

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Das Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Rosenau ist neu in Bazenheid.

Das Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Rosenau ist neu in Bazenheid.

Bild: Beat Lanzendorfer

(pd) Die Rosenau ist eine Kirchberger Institution. Vor fast 60 Jahren eröffnete Marianne Lehmann im September 1960 das bis auf den heutigen Tag belebte Wohn- und Pflegezentrum an der Rosenbergstrasse in Kirchberg.

Dementsprechend fiel der «gedankliche Schritt» vom Kirchberger Hügel hinunter ins nahe Bazenheid manch einem anfangs vielleicht nicht so leicht, als die ersten Umzugsgerüchte vor einigen Jahren aufkamen.

Ein klarer Mehrwert für die Gäste

Doch spätestens dann, als die Pläne für den Neubau an der Spelterinistrasse 8 in Bazenheid konkret Gestalt annahmen, gewann die Vorfreude auf das neue Kapitel in der Geschichte der Tertianum Rosenau rasch die Oberhand. Und wer heute das Resultat sieht, der weiss auch, warum. Denn sowohl die öffentlichen Räume als auch die Zimmer und Wohnungen der Gäste sind hell, geräumig und modern.

Mehr noch: die Tertianum Rosenau bündelt in Bazenheid nicht nur ein hohes Mass an Pflege- und Sozialkompetenz, sondern kann im gleichen Gebäude durch Dritte Dienstleistungen wie Physiotherapie, Podologie oder Coiffeur anbieten.

Gezügelt wird in kleinen Gruppen

Bevor es aber soweit ist, muss erst einmal der Umzug vonstattengehen. Der Ablauf steht schon fest. Geschäftsführerin Margrit Fässler erklärt:

«Wir werden nach dem Frühstück
unsere Gäste in kleinen betreuten Gruppen mit dem Rollstuhlbus
begleiten und in der neuen Rosenau herzlich willkommen heißen»

«Wir», das sind, neben den Mitarbeitern der Tertianum Rosenau auch die Betreuungsspezialisten der Zivilschutzorganisation Region Toggenburg (RZSO). «Wir konnten schon während des Lockdowns mit der RZSO zusammenarbeiten und sind froh, dass wir nun erneut auf ihre Hilfe zurückgreifen dürfen», so Fässler.

Ein Besuchsraum für Treffen

Froh wohl auch vor allem deshalb, weil der Umzug ganz ohne die Hilfe der Gäste-Angehörigen ablaufen wird. «Wir bitten um Nachsicht, dass wir keine Dritten an diesem Tag bei uns haben können, denn wir unterstehen nach wie vor den Regeln des Lockdowns», verweist Fässler auf die geltenden Besuchs-Einschränkungen.

Zumindest können Angehörige und Freunde aber einen Termin vereinbaren. «Wir werden wieder ein Besuchsraum einrichten, wo sich die Angehörigen, durch eine Plexiglasscheibe getrennt, sehen und sprechen können», sagt Fässler. Allerdings hofft sie, dass die Covid Einschränkungen bald enden.

«Wir freuen uns schon auf den Moment, an dem wir unsere Gäste, Angehörige, Freunde und Nachbarn ganz normal bei uns zum Kaffee oder einfach einem Plausch begrüssen können; aber jetzt geht das einfach noch nicht», so Fässler.

72 Einzelzimmer und neun Wohnungen

Die neue Wohn- und Pflegezentrum Rosenau bietet 72 Einzelzimmer und neun Wohnungen für betreutes Wohnen im 4. Obergeschoss. Die beiden weiteren Wohnhäuser (Büel und Steig ) mit den 31 Wohnungen vorwiegend 2,5 Zimmer und wenige 3 Zimmerwohnungen sind barrierefrei gebaut und sind mit dem Tertianum Rosenau vernetzt, welches einen zusätzlichen Service nach Mass bietet.

So können neben dem Basispaket (Miete/Nebenkosten, 24-Stunden-Notrufsystem, Empfang und Nutzung aller Gemeinschaftseinrichtungen und Veranstaltungen) variable Dienstleistungen wie Spitex, Verpflegung, Reinigung und Wäschebesorgung hinzugebucht werden. Ein Tag der offenen Tür für die ganze Bevölkerung ist für den 5. September 2020 geplant. (pd)