Eine ganze Schulklasse wird wegen Einsatz für die Umwelt zur «Kirchbergerin des Jahres» gewählt

Für einmal ging die Auszeichnung des Kirchbergers oder der Kirchbergerin des Jahres nicht an eine einzelne Person.

Beat Lanzendorfer
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Die Schülerinnen und Schüler der 3b von Trudi Schönenberger-Hofmann freuen sich über die Auszeichnung «Kirchbergerin des Jahres».

Die Schülerinnen und Schüler der 3b von Trudi Schönenberger-Hofmann freuen sich über die Auszeichnung «Kirchbergerin des Jahres».

Bild: Beat Lanzendorfer

Seit mehr als einem Jahrzehnt wird an der Rechnungsgemeinde der Dorfkorporation Kirchberg jeweils auch eine Kirchbergerin oder ein Kirchberger des Jahres gewählt.

In diesem Jahr sind es gleich mehrere, denn die Wahl der Jury fiel auf eine ganze Schulklasse, jene von Trudi Schönenberger-Hofmann.

Präsident ist stolz auf Schülerinnen und Schüler

Damit ehrt die Dorfkorporation die Anstrengungen zum Unterhalt des Erlebnisraums Altbachwald. «Ich bin stolz darauf, was ihr vollbringt und wie sinnvoll ihr eure Zeit einsetzt», sagte Walter Huber, Präsident der Dorfkorporation.

«Wir haben viele Gretas im Dorf, die sich für den Erhalt der Umwelt einsetzen.»

Schmunzelnd sagte Trudi Schönenberger-Hofmann zu Schulleiter Christoph Gerber, der die Laudatio hielt: «Morgen müssen wir etwas Verständnis haben, wenn die Schülerinnen und Schüler in der ersten Stunde etwas müde sind.» Verständnis deshalb, weil die Ehrung am Montagabend erst kurz nach 22 Uhr über die Bühne ging und der Schlaf danach wohl etwas zu kurz kam.

Wasserleitungen werden konsequent erneuert

Nebst der Klasse 3b von Trudi Schönenberger-Hofmann haben sich weitere Personen für das Naherholungsgebiet eingesetzt. Mitinitiant Karl Fässler, Förster Marco Signer, Paul Raschle, der seit Anbeginn im Altbachwald für den Unterhalt sorgt, sowie der pensionierte Lehrer Peter Künzle. Letzterer war es, der vor bald drei Jahrzehnten einen Waldlehrpfad erstellte, in dessen Folge der Naturerlebnisraum entstand. 

Sie wurden für ihre Verdienste um das Naherholungsgebiet Altbachwald geehrt, von links: Trudi Schönenberger-Hofmann, Karl Fässler, Paul Raschle, Marco Signer und Peter Künzle.

Sie wurden für ihre Verdienste um das Naherholungsgebiet Altbachwald geehrt, von links: Trudi Schönenberger-Hofmann, Karl Fässler, Paul Raschle, Marco Signer und Peter Künzle.

Bild: Beat Lanzendorfer

Im eigentlichen Kerngebiet der Dorfkorporation, der Wasserversorgung, konnte Walter Huber einen Reingewinn von 5238 Franken präsentieren, welcher dem Eigenkapital zugeführt wird. Erfreulich sei der stete Rückgang der Wasserverluste, was auf die konsequente Erneuerung der Wasserleitungen zurückzuführen sei.

Wasspreis bleibt unverändert

Sickerten vor wenigen Jahren über 42'000 Kubikmeter in den Boden, betrug der Verlust im letzten Jahr gerade noch etwas über 6600 Kubikmeter. «Dies entspricht 3,2 Prozent des eingekauften Wassers und ist im Vergleich zu anderen Gemeinden und Korporationen ein hervorragender Wert», sagte Huber.

Damit dies so bleibt, wird in diesem Jahr die Wasserleitung der Churfirstenstrasse erneuert. Die Anwesenden bewilligten dafür 160'000 Franken. Der Wasserpreis bleibt unverändert bei 1,08 Franken pro Kubikmeter.

Veränderungen im Verwaltungsrat

Personell kommt es zu mehreren Veränderungen. Beatrix Wäckerlin und Daniela Schönenberger treten auf Ende Jahr nach 20 respektive 12 Jahren aus dem Verwaltungsrat (VR) zurück. Für sie gehören ab 1. Januar 2021 neu Miriam Zeindler und Nicole Fust dem VR an.

Für weitere vier Jahre bestätigt wurden Willi Metzger, Matthias Grob und Präsident Walter Huber. Aktuar René Gutzwiller wird jeweils nicht von den Stimmberechtigten gewählt, diese Aufgabe obliegt dem VR. Durch den Übertritt von Miriam Zeindler von der Geschäftsprüfungskommission (GPK) in den Verwaltungsrat entstand in der GPK ein Vakuum, das von Daniela Fust gefüllt wird.

Die Standorte von 23 Ruhebänklis

Die Rechnungsgemeinde wurde abgerundet durch einen «Bänkliwettbewerb», bei denen es von 23 Bänkli den genauen Standort zu erraten galt. Die Standorte der Bänkli am besten zuweisen konnten Josef Scherrer sowie Daniela und Sepp Bischof.

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