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Ein weiterer Schritt zum neuen Schulhaus ist geschafft

Die Stimmberechtigten aus Bütschwil-Ganterschwil haben am Donnerstag an ihrer ausserordentlichen Bürgerversammlung einem Projektierungskredit über 280'000 Franken zur Erweiterung des Primarschulhauses Dorf in Bütschwil zugestimmt.
Anina Rütsche
Gemeindepräsident Karl Brändle (links) und Primarschulratspräsidentin Le Bich Näf-Ha führten durch die Versammlung. Gemeinderatsschreiber Peter Minikus (rechts) verfasste das Protokoll. (Bild: Anina Rütsche)

Gemeindepräsident Karl Brändle (links) und Primarschulratspräsidentin Le Bich Näf-Ha führten durch die Versammlung. Gemeinderatsschreiber Peter Minikus (rechts) verfasste das Protokoll. (Bild: Anina Rütsche)

Speditiv, nämlich innerhalb von 35 Minuten, ging am Donnerstagabend die ausserordentliche Bürgerversammlung in der Turnhalle des Bütschwiler Primarschulhauses Dorf über die Bühne. Befunden wurde über den Projektierungskredit. Insgesamt 92 Stimmberechtigte haben teilgenommen und den Kredit in der Höhe von 280'000 Franken gutgeheissen. Dem Ziel, am Standort Bütschwil ein neues, zusätzliches Schulgebäude zu errichten, ist die Gemeinde somit einen Schritt näher gekommen.

Bereits vor eine Woche wurde informiert

Da bereits Anfang Juni eine Informationsveranstaltung zum Thema stattgefunden hatte (das «Toggenburger Tagblatt» berichtete), dies unter Mitwirkung des beteiligten Architekten Florian Schällibaum, konnte das Programm am Versammlungsabend gestrafft werden. Nach der Begrüssung durch Gemeindepräsident Karl Brändle sprach Primarschulratspräsidentin Le Bich Näf-Ha. Sie wies wie bereits in der vergangenen Woche darauf hin, dass der Schulrat dafür verantwortlich sei, eine gute Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

«Wir gehen davon aus, dass die Schülerzahlen hoch bleiben und weiter zunehmen werden», sagte Le Bich Näf-Ha insbesondere im Hinblick auf die rege Bautätigkeit in der Gegend. Steigende Schülerzahlen seien insbesondere in Bütschwil festgestellt worden, weshalb sich die Schulraumerweiterung auf diesen Standort konzentriere. Für die Gemeinde sei ein solcher Zuwachs natürlich erfreulich, aber er bewirke auch, dass rechtzeitig Massnahmen ergriffen werden müssten.

Kindergarten soll ausgelagert werden

Die Schulleitung hat in Zusammenarbeit mit den Architekten der Schällibaum AG das Raumprogramm für vier Kindergarten- und zwölf Primarschulklassen definiert. Dabei sei man zur Überzeugung gelangt, dass sich die erforderlichen Räume für die Primarschulklassen weitestgehend im bestehenden Schulhaus integrieren lassen. «Hierfür sind vergleichsweise kleine Eingriffe nötig, beispielsweise, indem im bisherigen Bau aus einem Schulzimmer zwei Gruppenräume gemacht werden», sagte Le Bich Näf-Ha.

Nun soll auf dem Grundstück östlich der Mittendorfstrasse, auf dem sich heute Parkplätze und eine Wiese befinden, ein Neubau für vier Klassen errichtet werden. Neben Zimmern für den Kindergarten sollen auch Mehrzweckräume und Räume für den Unterricht in Medien und Informatik, Fremdsprachen, Religion und weiteren Nebenfächern entstehen.

Auf dem Areal, wo sich heute die Parkplätze befinden, soll der Neubau dereinst zu stehen kommen. Im Hintergrund ist die bisherige Schulanlage Dorf in Bütschwil zu sehen. (Bild: Anina Rütsche)

Auf dem Areal, wo sich heute die Parkplätze befinden, soll der Neubau dereinst zu stehen kommen. Im Hintergrund ist die bisherige Schulanlage Dorf in Bütschwil zu sehen. (Bild: Anina Rütsche)

In der Broschüre zur ausserordentlichen Bürgerversammlung heisst es: «Die Auslagerung des Kindergartens auf die Nebenparzelle gewährt den grösstmöglichen Spielraum für spätere Entwicklungen des Hauptareals. Später könnten möglicherweise auch die Verkehrsregelung der Mittendorfstrasse, die Zufahrt und die Parkierung im Rahmen eines Ersatzbaus des bestehenden Schulhauses neu organisiert werden.»

Nachhaltig und zukunftsgerichtet bauen

Le Bich Näf-Ha bezeichnete das Vorhaben daher als «nachhaltig» und «zukunftsgerichtet». Für die Ausarbeitung des Projekts fallen 280'000 Franken an. In diesem Betrag sind die Honorare für die Architekten und Fachplaner und die Nebenkosten enthalten. Die Kosten für den Neubau werden sich gemäss Angaben in der Broschüre auf rund 4 bis 4,5 Millionen Franken belaufen, dies ohne Landanteil und ohne bauliche Massnahmen im bestehenden Schulhaus. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Kosten je nach Vorgehen, Programm und Projekt variieren können.

Nachdem Le Bich Näf-Ha ihre Ausführungen beendet hatte, fügte Gemeindepräsident Karl Brändle an, dass «die Gemeinde diesen Bau finanziell ohne Steuerfusserhöhung stemmen könne».

«Areal kann mit Neubau besser genutzt werden»

Anschliessend wurde die Diskussion eröffnet. Drei Votanten nutzten die Gelegenheit. Geäussert wurden unter anderem Bedenken in Bezug auf die Finanzen und auf die Lebensdauer der Gebäude. Le Bich Näf-Ha antwortete, dass es nicht möglich sei, in die Zukunft zu schauen, und dass die Tendenz zeige, dass bereits jetzt gehandelt werden müsse.

Einer der drei Redner war Schulleiter Kurt Meier. Er plädierte für den Neubau auf dem Areal östlich der Mittendorfstrasse, da dieses mit einem Neubau besser genutzt werden könne als mit den Parkplätzen.

Nur drei Gegenstimmen gezählt

Bei der anschliessenden Abstimmung zum ersten Antrag – Genehmigung des Kredits für die Projektierung –gab es drei Gegenstimmen. Der zweite Antrag bezog sich darauf, dass die Kosten der Investitionsrechnung belastet und gemäss Abschreibungsreglement der Politischen Gemeinde amortisiert werden sollen. Hiermit zeigten sich alle 92 Stimmberechtigten einverstanden. Die anschliessende allgemeine Umfrage wurde nicht genutzt.

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