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Serie

Ein Wattwiler auf Weltreise (Folge 6): Gemeinsam mit dem Vater als Tourist unterwegs

Maurice Grob aus Wattwil ist im September 2018 zu einer Weltreise aufgebrochen, die fünf Jahre dauern soll. Unterwegs wird er zudem ein Fernstudium in Mathematik absolvieren. In loser Folge berichtet der Toggenburger von seinen Erlebnissen.
Maurice Grob
Maurice Grob und sein Vater nördlich des Polarkreises. (Bild: Maurice Grob)

Maurice Grob und sein Vater nördlich des Polarkreises. (Bild: Maurice Grob)

Nachdem im Januar die Arbeit mit den Rentieren ihren Höchststand annahm, war sie Ende Monat auch schon wieder vorbei. Damit war meine Zeit in Jokkmokk abgelaufen und ich machte mich bereit für den nächsten Reiseabschnitt.

Anfang Februar bekam ich das erste Mal Besuch aus der Schweiz. Mein Vater reiste nach Lappland, um mit mir auf einen Road-Trip zu gehen. Nachdem er am Flughafen mit fünf Stunden Verspätung ankam und auch sein Gepäck bei uns war, fuhren wir mit dem Mietwagen Richtung Finnland los. Im Skigebiet Ruka, nahe der russischen Grenze, spürte mein Vater die arktische Kälte mit ihrer ganzen Kraft. Minus 17 °C waren eigentlich kein Problem – da es aber stark windete, war es auch für mich eine ziemlich unangenehme Angelegenheit. Auf die Skipiste gingen wir dennoch und haben dem Wetter tapfer getrotzt.

Menschenleere Weiten im finnischen Norden

Bis auf diesen einen, windigen Tag hatten wir viel Glück mit dem Wetter und kamen in den Genuss von wunderschönen Tagen und Fahrten durch den obersten Norden von Finnland. Die Weiten, wie ich sie schon von Schweden kannte, erschienen hier noch schöner und die Regionen noch menschenleerer als die Gegend um Jokkmokk. In Levi, Finnland, erlebten wir den schönsten Tag der Reise.

Die unglaublichen, finnischen Weiten im hohen Norden. (Bild: Maurice Grob)

Die unglaublichen, finnischen Weiten im hohen Norden. (Bild: Maurice Grob)

Bei wunderbarem Wetter und Minus 28 °C durften wir uns im grössten Skigebiet nördlich des Polarkreises auf den Pisten austoben. Der Schnee war perfekt, die Sonne schien uns in den Nacken und die Pastellfarben am Himmel schienen mehr gemalt als real. Allerdings wurde es meinem Vater so kalt, dass wir alle 40 Minuten in ein Café sitzen mussten, um die Füsse aufzuwärmen. Das war wohl die lustigste Erfahrung für mich: mein Vater, der Ski-Fan, sass mehr in den Beizen, als dass er auf den Pisten Ski fuhr.

Künftig wieder langsamer unterwegs

Als Abschluss unserer Reise besuchten wir den Sami-Markt in Jokkmokk, welcher jedes Jahr bis zu 50'000 Leute anzieht. Dieser Markt-Besuch war die Gelegenheit, meinem Vater die Gegend zu zeigen, in der ich die letzten drei Monate gelebt hatte. Zudem erhielten wir Einblicke in die Sami-Kultur, sahen bei einem Rentier-Schlitten-Rennen zu, machten Pause im Tipi-Zelt und assen gesalzene Fische und Rentier-Eintopf.

Ein Rentierrennen am Sami-Markt. (Bild: Maurice Grob)

Ein Rentierrennen am Sami-Markt. (Bild: Maurice Grob)

Nach einer Woche Urlaub war ich ausgelaugt und froh, wieder zu meinem Rhythmus zurückzukehren. Den Besuch meines Vaters habe ich sehr genossen, jedoch gemerkt, dass sich mein Lebensstil stark von dem eines Touristen unterscheidet und ich es geniesse, wieder langsamer unterwegs zu sein.

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