Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Serie

Ein Wattwiler auf Weltreise (Folge 11): Barista-Kurs im alten Rom, what else?

Maurice Grob aus Wattwil ist im September 2018 zu einer Weltreise aufgebrochen, die fünf Jahre dauern soll. Er konzentriert sich auf die Kulturen und Sprachen der besuchten Länder. So spricht er fast perfekt schwedisch. Im Sommer machte Grob von seinen Reisen eine Pause. Jetzt ist er wieder losgezogen. In loser Folge berichtet er von seinen Erlebnissen.
Maurice Grob
Maurice Grob (mit Cap) besucht in Rom einen Barista-Kurs. (Bild: PD)

Maurice Grob (mit Cap) besucht in Rom einen Barista-Kurs. (Bild: PD)

Nach dem Sommer in der Schweiz, hat der zweite Teil meiner grossen Reise angefangen. Nachdem ich im letzten Jahr vor allem per Anhalter unterwegs war, setze ich den Fokus nun auf den Flixbus. Ich möchte verschiedene Freunde in Europa besuchen und meine Sprachen vertiefen. Das erste Ziel meiner Reise war Rom, wo ich nach einer langen Nacht im Bus ausgeschlafen ankam.

Die erste Woche verbrachte ich auf einer Olivenfarm etwa 30 Kilometer ausserhalb von Rom, in den Hügeln von Sabina, eines der besten Olivenanbaugebiete von Italien. Ich lebte bei einem Bauern und seiner 86-jährigen Mutter. Die stark vorherrschende römisch-italienische Kultur in Sabina verschaffte mir einen guten Start in der italienischen Sprache.

Eine reife Kaki direkt vom Baum pflücken

Die Arbeit im Feld war besonders toll, da für viele Früchte und Gemüse gerade Erntezeit war. So kam ich zum ersten Mal in meinem Leben in den Genuss einer reifen Kaki-Frucht direkt vom Baum und durfte Unmengen Kürbisse aus dem Treibhaus tragen. Die Küche war dementsprechend erfrischend und zu 100 Prozent Bio, inklusive Kaki-Gelati und eigenem Olivenöl. Nachdem ich meine Arbeit auf der Farm beendet hatte, ging es weiter in die Stadt, wo ich mit meinem kleinen Bruder einen Barista-Kurs besuchte. In einer Woche lernten wir die wichtigsten Grundlagen über Kaffee kennen, machten uns vertraut mit der italienischen Espressomaschine. Bis zum Ende der Woche lernten wir, einen fast perfekten Cappuccino zu servieren.

So viel Kaffee wie in Rom hatte ich nicht einmal in Schweden getrunken. Mir zitterten die ganze Woche die Hände, wie bei einem alten Mann. Aber Übung macht den Meister. Obwohl wir die meisten Kaffees ausleeren mussten, probierten wir doch von vielen Tassen einen kleinen Schluck, was am Schluss eine ordentliche Menge ausmachte.

Karibik oder Wien, Sommer oder Winter

Nach dem Kurs in einer internationalen Gruppe verabschiedete ich mich von der Stadt und begab mich an den Strand von Rom, ins Tiber-Delta südlich von Fiumicino. Hier fand ich Unterschlupf bei einer schottisch-litauischen Familie, die mit zwei kleinen Kindern eine alte 73-Fuss-Segelyacht restauriert und meine angebotene Hilfe beim Innenausbau mit Freude annahm.

So wurden meine Pläne für eine Europa-Bus-Tour plötzlich wieder in Frage gestellt, da ich, wieder etwas Segelluft geschnuppert, den Traum von der Hohen See erneut träumte. Nur ein halbes Jahr nach meiner grossen Seekrankheit. Mal schauen, was daraus wird. Karibik oder Wien, Sommer oder Winter.

Lesen Sie alle Beiträge von Maurice Grob

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.