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Ein Stück Armenien im Neckertal

Drei Kunstschaffende eröffnen im August eine Austellung in der Propstei. Ihre fotografischen Dokumentationen zeigen Armenien von einer anderen Seite.
Corinne Bischof
Drei Kunstschaffende waren während der «samtenen Revolution» in Armeniens Hauptstadt Jerewan unterwegs. (Bild: PD)

Drei Kunstschaffende waren während der «samtenen Revolution» in Armeniens Hauptstadt Jerewan unterwegs. (Bild: PD)

An was denken Sie, wenn Sie Armenien hören? Armenien ist ein Land, das stark durch Vorurteile und gefestigte Vorstellungen geprägt ist. Der Binnenstaat im Kaukasusgebirge, eingesperrt zwischen der Türkei und dem Iran, Georgien und Aserbaidschan, ist eines der wenigen Länder, die ihre Geschichte schon über Jahrtausende schreiben. Bekannt ist Armenien als Hochburg des Christentums, der biblische Berg Ararat ist das Wahrzeichen des Landes. Vor rund hundert Jahren litten die Armenier unter dem Osmanischen Reich. Der Völkermord an ihrem Volk ging durch seine Brutalität in die Geschichte ein. Seitdem lebt der Grossteil der Armenier in der Diaspora und das Land ist geprägt von Instabilität und Krieg. Aber Armenien ist auch bekannt als Herkunft der Aprikose, als Ursprung des Cognacs und das armenische Brot «Lavasch» steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Das alles ist Armenien – und noch viel mehr.

Drei Künstler porträtieren Armeniens andere Seite

Was Armenien alles sein kann, wollen die drei Kunstschaffenden Patrick Cipriani, Till Martin und Sebastian Stadler aufzeigen. Mit ihrem Projekt «Shifting Cascades» untersuchen sie das Bild Armeniens aus der Ferne und direkt vor Ort. Ihre fotografischen Dokumentationen sollen die vorgefertigten Bilder Armeniens zerteilen, neu formulieren oder sogar völlig anders erschaffen.

Ende April und Anfang Mai war das Künstler-Trio auf Anfrage der Schweizerischen Botschaft in der armenischen Hauptstadt Jerewan «mitten in der samtenen Revolution» unterwegs. In einem zweiten Teil des Ausstellungsprojektes stellen die Kunstschaffenden ihre fotografischen Dokumentationen und Erlebnisse vom 3. August bis zum 15. September in der Propstei in St. Peterzell aus. Ergänzt wird die Ausstellung «Shifting Cascades» mit einer armenischen Bibliothek, bestehend aus Beiträgen von diversen Autoren und Texten, die einen starken Bezug zu Armenien versprechen.

Musik, Film und das armenische Alphabet

Untermalt wird die Austellung mit Musik von Vahram Sargsyan. Der armenisch-kanadische Komponist, Dirigent und experimentelle Sänger präsentiert sein Programm «The colors of the human voice» im passenden Rahmen.

Zudem wird der sowjetische Film «Die Farbe des Granatapfels» gezeigt. Der 1966 in Armenien gedrehte Film dringt tief in die armenische Kultur ein und nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in die ferne Welt. Dazu servieren die Aussteller – nicht ganz ohne Ironie – Granatapfelwein.

Abschliessend bietet der Armenische Schul- und Familienverein Agump an der Finissage am 15. September eine Vorstellung des armenischen Alphabets an.

Hinweis

Mehr Informationen gibt es unter www.ereignisse-propstei.ch

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