Ein starkes Toggenburger Lebenszeichen – Volley Toggenburg kann doch noch gewinnen

Die Wattwilerinnen besiegen im letzten Spiel der Qualifikationsrunde Volley Düdingen sensationell mit 3:0.

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Im Spiel gegen Düdingen stand der Block der Toggenburgerinnen wie eine Wand. Rong Yi und Jasmin Fiechter überzeugten mit ihren Kolleginnen als Kollektiv und feierten einen verdienten Sieg.

Im Spiel gegen Düdingen stand der Block der Toggenburgerinnen wie eine Wand. Rong Yi und Jasmin Fiechter überzeugten mit ihren Kolleginnen als Kollektiv und feierten einen verdienten Sieg.

Bild: Reinhard Kolb

Die Wattwiler Volleyballerinnen setzen im letzten Spiel der Qualifikationsrunde ein Ausrufezeichen und schlagen den Tabellenvierten Düdingen mit 3:0.

Raiffeisen Volley Toggenburg musste bis zum letzten Spiel der regulären Meisterschaft auf den zweiten Saisonsieg warten.

Wie aus einem Guss gespielt

Die Toggenburgerinnen spielten wie aus einem Guss. Düdingen kam überhaupt nicht in Fahrt konnte nie das gewohnte Niveau abrufen. Das Heimteam liess sich die Chance nicht nehmen und gewann die Partie verdient. Die Rietsteinhalle stand für einmal Kopf und unter den stehenden Ovationen des Publikums liessen sich die Spielerinnen nach dem Schlusspfiff feiern.

Düdingen musste allerdings auf die angeschlagene US-Mittelblockerin Cash verzichten und war für die Partie in Wattwil zu wenig bereit. Am Donnerstag spielte die Mannschaft noch auf der grossen Bühne des Europacups gegen Voléro Le Cannet.

Das Heimteam zieht für einmal voll durch

Das Resultat spielte in diesem letzten Qualifikationsrundenspiel eigentlich keine Rolle mehr. Düdingen war als viertplatziertes Team gesetzt und konnte sich nicht mehr verbessern. Raiffeisen Volley Toggenburg konnte auch mit einem Vollerfolg nicht mehr zu Genf aufschliessen. Umso erstaunlicher war es, wie die Wattwilerinnen um jeden Ball kämpften und von Beginn weg ein stabiles Spiel aufzogen.

Vor allem am Service überraschte Volley Toggenburg zu Beginn völlig und zog mit 10:2 Punkten davon. Der krasse Aussenseiter konnte den angeschlagenen Rhythmus nicht ganz durchhalten, gewann aber trotzdem nach der Aufholjagd der Freiburgerinnen den ersten Satz mit 25:22. Nach der klaren Auswärtsniederlage in Schaffhausen war die Wattwiler Mannschaft an diesem Samstag kaum mehr wiederzuerkennen.

Düdingen zeigt keine Leistungssteigerung

Für den zweiten Durchgang rechneten alle mit einer klaren Leistungssteigerung der Gäste. Doch für einmal gaben die Toggenburgerinnen nicht nach. Das Team spielte mit der grossartigen Unterstützung des Publikums völlig unbeschwert auf.

Düdingen kam mit dieser Situation nicht zurecht. Vor allem am Block agierte Toggenburg sehr überzeugend und stellte so die erfahrenen Angreiferinnen des Gegners immer wieder vor grosse Probleme. Völlig überraschend konnte so auch der zweite Durchgang mit 25:22 gewonnen werden. Noch immer wartete man auf die Reaktion des Spitzenteams.

Auch nach der Pause spielte fast nur ein Team. Sofort ging Toggenburg wieder in Front und erspielte sich eine komfortable Führung. Beim Stande von 11:6 musste Trainer Betello bereits sein erstes Timeout nehmen. Doch Düdingen gelang an diesem Abend nichts mehr. Beim Stande von 24:15 konnten die Freiburgerinnen zwar noch fünf Matchbälle abwehren. Der Rückstand war dann aber doch zu gross, so dass Raiffeisen Volley Toggenburg den Sack definitiv zumachte.

Es folgt die Playout-Serie gegen Genève Volley

Raiffeisen Volley Toggenburg setzte mit diesem Sieg gegen Düdingen ein starkes Zeichen. Die Wattwilerinnen sind definitiv bereit und wollen gegen Genève Volley den Ligaerhalt sichern. In einer «Best-of-Five»-Serie trifft Toggenburg ab dem nächsten Wochenende auf die Westschweizerinnen.

Der Sieger dieser Serie wird auch in der Saison 2020/21 definitiv in der NLA spielen. Der Verlierer hat gegen zwei aufstiegswillige NLB-Teams aber immer noch die Chance, den letzten Platz in der höchsten Liga der Schweiz zu verteidigen. (pd)

Hier sind die Resultate und die Rangliste zu finden.

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