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Betriebsmeisterschaft in Wattwil: Ein Netzwerk aus Kühen, Züchtern und Prominenz

In der Markthalle wurde an der Betriebsmeisterschaft einmal mehr das bemerkenswerte Netzwerk ersichtlich, über das OK-Präsident Emil Zwingli aus Wattwil verfügt.
Anna Gasser
Ringman Daniel Gasser, Südtirol, Toni Brunner, Richter Stefan Widmer, Champion Züchter Danilo Taddei, Vorführer, OK-Präsident Emil Zwingli, Ehrendame und Bayrische Milchkönigin Anita Wagner, OK-Mitglied Godi Jud (von links). (Bild: Anna Gasser)

Ringman Daniel Gasser, Südtirol, Toni Brunner, Richter Stefan Widmer, Champion Züchter Danilo Taddei, Vorführer, OK-Präsident Emil Zwingli, Ehrendame und Bayrische Milchkönigin Anita Wagner, OK-Mitglied Godi Jud (von links). (Bild: Anna Gasser)

Einen besseren Zeitpunkt hätte sich OK-Präsident Emil Zwingli für seine Betriebsmeisterschaft nicht aussuchen können. Schon seit 14 Jahren haben zwischen Weihnachten und Neujahr Braunvieh-Kenner, Partygänger, Bauern und viel Festpublikum genug Zeit und Lust, sich die Creme de la Creme der Braunviehzucht anzuschauen.

Eine perfekte Organisation, bei der Zwingli, unterstützt von Familie und einem eingespielten Team, alle Fäden zieht, trug dazu bei, dass sich bereits um 18 Uhr die Zuschauerränge verdichteten. Richter Stefan Widmer arbeitete sich speditiv durch die ersten drei Abteilungen, bevor ein erster Preis, der Junior-Champion, vergeben wurde. Das dreijährige Rind in erster Laktation Norwin Atacama von WTS Genetics Menznau gewann den begehrten Titel. Widmer betonte, wie wichtig es sei, dass gerade junge Kühe ihr Potenzial an Ausstellungen zeigen könnten. Er nannte die vierbeinige Siegerin humorvoll «Wattwil’s Next Topmodel».

Toni Brunner speziell verdankt

Der bereits viele Jahre als Speaker amtierende Zürcher Kantonsrat Martin Haab dankte im Namen des OK den Züchtern und Grössen aus Politik und regionaler Wirtschaft sowie den unzähligen treuen Sponsoren, welche die Schau mit internationaler Beteiligung erst ermöglichten.

Nationalrat und Bauernverbandspräsident Markus Ritter rühmte im Namen der anwesenden Politiker – seines Zeichens der in diesen Tagen zurücktretende Nationalrat Toni Brunner – sowie der Verbandsverantwortlichen aus Niederösterreich und dem Vorarlberg die erfolgreiche Zucht von produzierenden Milchkühen. Die produzierende Landwirtschaft habe Zukunft in der Schweiz und die Bauern müssten einen angemessenen Preis für ihre Produkte erhalten. Bald Alt-Nationalrat Toni Brunner, der jeweils für die Preisvergaben zuständig ist, wurde speziell verdankt und an seinen bemerkenswerten politischen Werdegang als Nationalrat und Parteipräsident wurde mit einem kurzen Film erinnert, derweil sich Brunner auf einen Melkstuhl setzen durfte, von wo er das Geschehen wie immer gut gelaunt mitverfolgte und betonte, er sei neugierig «auf ein Leben ohne Bern».

Jede Abteilung brachte aus elf bis fünfzehn Tieren eine Siegerin sowie ein für die Schöneuterwahl ausgewähltes Tier hervor. Auch die Schausiegerinnen des vergangenen Jahres wurden geehrt. Joe Hanna von Bruno Manser, Muolen, und Jongleur Joya von Beni Schmid, Schüpfheim, sind die bekanntesten Gewinnerinnen von namhaften Schauen im 2018. Die Siegerehrung «Schau im Heft» der Zeitschrift «Rinderzucht Braunvieh» war für Mansers Joe Hanna ein weiterer Sieg in ihren Palmarès.

Taktische Auswahl auch entscheidend

Auch die schlechter rangierten Kühe, die gemäss Widmer an jeder anderen Schau gewinnen würden, können Milch produzieren und mehrmals kalben, so Widmer, der die Braunviehzucht neben der Familie als wichtigsten Pfeiler in seinem Leben bezeichnete. Vor dem Spezialklassement «Milchwert» stieg die Spannung an. Die Züchter wissen, dass für die Schlussqualifikation nicht nur Abteilungssiege, sondern auch der sich aus Kennzahlen der Milchproduktion zusammengesetzte Milchwert und damit die taktische Auswahl der teilnehmenden Kühe entscheidend ist. Erstmals gewann Emil Zwingli vor dem den Wettbewerb der letzten Jahre dominierenden Züchter Hansueli Huser aus Neu St.Johann.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Schöneuterwahl, die dieses Jahr von Edinburgh Lina von Adrian Arpagaus aus Falera gewonnen wurde. Betriebsmeister und zugleich erfolgreichster Züchter mit drei selber gezüchteten Kühen an der Betriebsmeisterschaft 2018 wurde Marco Hofstetter aus Entlebuch. Der feierliche Moment wurde mit der Schweizer Nationalhymne von den Zuschauern stehend gewürdigt.

OK-Mitglied Godi Jud, Toni Brunner, Ehrendame und Bayrische Milchkönigin Anita Wagner, 2. Rang Franz Felder-Schenk, Betriebsmeister 2018 Marco Hofstetter, 3. Rang Bucheli/Caduff, Reto Grünenfelder, Präsident Braunvieh Schweiz, OK-Präsident Emil Zwingli (von links). (Bild: Anna Gasser)

OK-Mitglied Godi Jud, Toni Brunner, Ehrendame und Bayrische Milchkönigin Anita Wagner, 2. Rang Franz Felder-Schenk, Betriebsmeister 2018 Marco Hofstetter, 3. Rang Bucheli/Caduff, Reto Grünenfelder, Präsident Braunvieh Schweiz, OK-Präsident Emil Zwingli (von links). (Bild: Anna Gasser)

Grand Champion aus dem Tessin

Vor der Championwahl dankte Widmer den Organisatoren für die Teilnahme an dieser bemerkenswerten Viehschau und steckte das Publikum mit seiner Begeisterung für die Braunviehzucht an, bevor er Damien Assira des Tessiners Taddei Danilo zum Grand Champion kürte. Das jugendliche Partyvolk stand derweil in den Startlöchern zur Party, die bis in die frühen Morgenstunden dauern sollte.

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