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Ein Lütisburger Wahrzeichen erhält ein neues Dach

Die alte Holzbrücke über die Thur feiert heuer ihr 230-jähriges Bestehen. In den kommenden Monaten werden die Dachkonstruktion saniert und morsche Balken ersetzt.
Beat Lanzendorfer
Die Lütisburger Thurbrücke muss nicht etwa von der Kälte geschützt werden. Ihr Dach wird in den kommenden Monaten saniert. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Lütisburger Thurbrücke muss nicht etwa von der Kälte geschützt werden. Ihr Dach wird in den kommenden Monaten saniert. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Wer die Hauptstrasse zwischen Bazenheid und Bütschwil befährt, erblickt auf Höhe Lütisburg die alte Holzbrücke. An ihr ist in den vergangenen Wochen ein Gerüst angebracht worden. Gemäss Auskunft der Gemeinde Lütisburg sei im Budget 2018 die Dachsanierung bei der alten Thurbrücke vorgesehen.

Wie an der letzten Bürgerversammlung informiert, habe der Gemeinderat verschiedene Sanierungsvarianten geprüft. Die detaillierten und fundierten Abklärungen hätten gezeigt, dass die Variante mit einem Holzschindeldach zulässig, aus Kapazitäts- und Zeitgründen jedoch eine (zu) grosse Herausforderung sei. Eine weitere Variante mit einem Solardach wurde seitens der kantonalen Denkmalpflege klar und bestimmt abgelehnt.

Ein Netz im Innenraum der Holzbrücke schützt vor herabfallenden Gegenständen.Bild: (Beat Lanzendorfer)

Ein Netz im Innenraum der Holzbrücke schützt vor herabfallenden Gegenständen.Bild: (Beat Lanzendorfer)

Der Gemeinderat hat daher beschlossen, wie bis anhin ein Eternitdach anzubringen. Weil das Wetter nicht mitspielt, können die Bauarbeiten zurzeit nicht aufgenommen werden, trotzdem hofft der Gemeinderat, die Sanierung voraussichtlich bis im April/Mai abschliessen zu können. Die Gesamtkosten werden mit rund 370000 Franken beziffert.

Vom einfachen Steg zur gedeckten Holzbrücke

Dort, wo heute die Holzbrücke steht, soll im elften Jahrhundert ein Steg die Überquerung der Thur ermöglicht haben. Stiche aus den Jahren 1642 und 1750 belegen, dass nun an gleicher Stelle eine gedeckte Holzbrücke existierte, die allerdings 1778 durch ein Hochwasser zerstört wurde.

Nach dem Wiederaufbau durch einen Appenzeller mit Namen Johann Herzig, fiel die Brücke zehn Jahre später erneut einem Hochwasser zum Opfer. Die Anfänge der heutigen Holzbrücke über die Thur gehen auf das Jahr 1789 zurück, als sie Beda, der Abt des Klosters St.Gallen, durch Baumeister Johann Ulrich Haltiner erstellen liess.

Im Jahre 1920 für 39'000 Franken saniert

1920 beschloss der damalige Regierungsrat, die 58 Meter lange Holzbrücke zu sanieren. Das Ersetzen der beiden Holzpfeiler durch Betonstützen kostete 7800 Franken. Im Weiteren wurde die Tragfähigkeit durch den Einbau von Sprengwerken und Längsträgern verbessert.

Seitliche Gehsteige erhöhten die Sicherheit der Fussgänger. Zu guter Letzt wurde das Dach um 70 Zentimeter angehoben, was die Durchgangshöhe von 3,8 auf 4,5 Meter optimierte. Die Kosten dieser Verbesserungen werden mit 31'220 Franken beziffert.

Bau der neuen Brücke vor 22 Jahren

Seit dem Bau der neuen Thurbrücke 1997, die sich flussabwärts in nördlicher Richtung befindet, darf die alte Holzbrücke nur noch von Fussgängern benützt werden. Gemäss Auskunft der Gemeinde besteht auch die Möglichkeit, die Holzbrücke für «ruhigere» Anlässe zu mieten. Häufig ist sie auch Ausgangspunkt für Wanderungen.

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